Beschallungsanlage

In der Beschallungstechnik gilt der Grundsatz, den Schall möglichst nur dort hin zu bringen, wo die Zuhörer sind und sonst möglichst nirgends, um den sich meist ungünstig auswirkenden Nachhall eines Raumes nicht unnötig anzuregen. Das gelingt am besten mit stark gerichtet abstrahlenden Lautsprechern.

Es gibt aber auch Situationen, in denen man mit einer Beschallungsanlage genau das Gegenteil erreichen möchte. Typischerweise wird dann für die horizontale Ebene eine möglichst breite Abstrahlung gewünscht. Beispiele dafür sind Shopping Malls, Hotelfoyers, Bars, Randbereiche in Diskotheken oder Clubs, Flure und Treppenhäuser und vieles mehr.

Meist werden die Lautsprecher der Beschallungsanlage auf der Wand montiert und strahlen dann in den Halbraum ab. So lange es um einfache Sprachdurchsagen oder Hintergrundberieselung geht, kommt man hier mit den typischen Wandaufbausystemen zu einem hinreichenden Ergebnis.

Sobald der Anspruch jedoch steigt, kommt ein grundsätzliches Problem von Wandaufbaulautsprechern zum Tragen. Die akustische Quelle befindet sich je nach Größe des Gehäuses nicht direkt auf der Wandfläche, sondern einige Zentimeter davor. An der Wandfläche entsteht somit eine Reflexion, die mit dem Direktschall überlagert wird und zu Interferenzen führt.

Der Frequenzgang wird dadurch ausgeprägt wellig und unschön, was sich auch im klanglichen Eindruck widerspiegelt. Deckenlautsprecher sind unter diesem Aspekt häufig im Vorteil, da sie bei einer abgehängten Decke leicht flächenbündig eingebaut werden können. Wände sind dagegen meist aus Beton ohne eine entsprechende Vorsatzschale und der bündige Einbau eines Lautsprechers ist nur mit unverhältnismäßigem Aufwand oder gar nicht möglich.

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