Digital Signage

LED-Wand als multimediales Kommunikationstool

Für den Neubau der Ostsächsischen Sparkasse in Dresden war für das Foyer im Rahmen einer Digital-Signage-Installation eine digitale Fläche geplant, die von innen und außen gut sichtbar sein sollte, da Außenwerbung an dem Gebäude nicht möglich war. Mittel der Wahl war hierbei eine LED-Wand.

Ansicht der LED-Wand von außen(Bild: Johannes Geiger)

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Digital-Signage-Lösungen ermöglichen es, Informationen oder Werbebotschaften dynamisch über Filme, Videos oder ähnliche Inhalte visuell darzustellen. Diese Form der digitalen Kommunikation bietet sich für die unterschiedlichsten Bereiche an, ob für Office oder Retail, öffentliche Gebäude, Unterhaltung oder Messen – oder, wie in der folgenden Case Study, für ein Kreditinstitut.

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LED-Wand versus Videowand

Für den Neubau der Ostsächsischen Sparkasse in Dresden war zunächst eine Videowand zur Ausspielung von Digital-Signage-Inhalten für das Foyer des Gebäudes geplant. Der Bau befindet sich an einer befahrenen Straße, der Eingang ist von einer breiten Glasfassade geprägt. Eine leuchtende Außenwerbung ist hier städtebaulich nicht erlaubt.

Die Dresdner HIONIC GmbH wurde für das Projekt beauftragt; sie hat in der Vergangenheit bereits mit der Sparkasse zusammengearbeitet. Das Unternehmen ist Spezialist in Konferenz- und Medientechnik, mit langjähriger Erfahrung im Bereich Digital Signage, Multiscreen- und Videowall-Lösungen. Die zur Verfügung stehende Fläche betrug 8,5 × 2 m. HIONIC als Planer in diesem Projekt schlug den Einsatz einer LED-Wand vor, die Sparkasse stimmte zu.

René Hörnig, zuständig für Planung und Vertrieb bei HIONIC, benennt die Vorteile: „Für eine LED-Wand sprach, dass die Stege zwischen den Displays nicht sichtbar sind, wie es bei einer Videowand der Fall wäre. So konnte eine homogene Fläche geschaffen und die Größe besser skaliert werden, da die LED-Module kleiner als Displays von Videowänden sind. Das erlaubt auch eine flexiblere Gestaltung in der Größe der Fläche. Zudem lassen sich verschiedene Auflösungen besser verarbeiten.“

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Eine Fläche, drei Sektoren, zwei Auflösungen

Die Sparkasse wollte vor allem Videos und Fotos als digitale Werbung einsetzen, die Fläche sollte auch für Präsentationen genutzt werden. HIONIC entwickelte die passende Lösung mit einer LED-Wand als Multiscreen-Signage-System und flächenbündiger Installation in der Trockenbauwand. Als technischen Partner holte HIONIC GmbH die Firma Exertis Pro AV (ehemals COMM-TEC) mit ins Boot. Seit mehr als 30 Jahren ist Exertis Pro AV aus Uhingen ein renommiertes Distributionsunternehmen für AV-Medientechnik in Europa. Seit September 2018 bieten sie als Vertriebspartner Produkte des europäischen LED-Display-Herstellers digiLED an. Diese LED-Technik liefert eine sehr hohe Lichtstärke, sehr gute Kontrastverhältnisse und eine klare Bildwiedergabe.

Für die korrekte Darstellung der Inhalte wurde die Werbefläche von 8,5 × 2 m in drei Zonen aufgeteilt: Der mittlere Bereich ist für Präsentationen vorgesehen, die seitlichen Abschnitte für Videos und Fotos. Georg Übele, zuständig für den Projektvertrieb bei Exertis Pro AV, fasst zusammen: „Im Lauf des Projekts entwickelte sich die Idee einer Mittelfläche und zwei Bereichen rechts und links, das macht die Fläche sehr dynamisch. HIONIC hat die Wünsche des Bauherrn aufgenommen, wir haben HIONIC technisch beraten. Das war eine sehr gute Zusammenarbeit.“

Komplette LED-Wand
Die LED-Wand schließt flächenbündig ab, zu erkennen ist die Aufteilung in drei Darstellungsbereiche. (Bild: Johannes Geiger)

Die komplette Wand hat eine Auflösung von 3.264 × 756 Pixel, das entspricht ungefähr einem Format von 39:9. „Aufgrund des speziellen Formats haben wir die Mittelfläche mit einer Auflösung von 1.344 × 756 Pixel als 16:9-Format definiert. Die Flächen links und rechts haben jeweils eine Auflösung von 960 × 756 Pixel“, führt Georg Übele weiter aus. Jede der drei Flächen wird über einen eigenen Controller angesteuert, dahinter steht ein Rechner, der über die easescreen-Software die Bespielung der gesamten Fläche ermöglicht. HIONIC als Planer und Realisator des Projekts kreierte so für die Sparkasse ein multifunktionales Signage-Tool mit großer Außenwirkung. Obwohl drei Bereiche und drei Controller im Einsatz sind, ist die Wand einfach zu bedienen, da nur ein Zuspieler mit easescreen-Software verwendet wird. Außerdem erweitert die Integration in die Beschallungs- bzw. Audioanlage die Einsatzmöglichkeiten und das Einrichten zusätzlicher Schnittstellen (z. B. für Drahtlospräsentationen).

René Hörnig von HIONIC fügt hinzu: „Ein Anwendungsbeispiel wäre etwa, dass eine Seite für die Werbung des präsentierenden Unternehmens und die andere Seite für die Werbung der Sparkasse genutzt wird. Auch besteht die Möglichkeit, dass in der Mitte Videos laufen und die äußeren Bereiche als Werbefläche angeboten werden. Es kann auch die gesamte Fläche als Ganzes bespielt werden, dann muss allerdings auf die spezielle Auflösung bei der Content-Gestaltung geachtet werden.“

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Die Content-Gestaltung

Beim Content handelt es sich im Wesentlichen um Informationen der Sparkasse und ihrer Verbund- und Kooperationspartner, mit den Hauptthemen Baufinanzierung und Immobilien. Das umfasst auch erweiterte Dienstleistungen, wie Bad- und Küchenplanung, Absicherung von Risiken, Photovoltaik und Energetik, Einrichtungsplanung und -gestaltung sowie Architekturleistungen und den Aspekt Bausachverstand.

Controller
Die Bedienung der LED-Wand erfolgt über ein Interface. Jeder der drei Teilbereiche der Fläche wird über einen eigenen Controller angesteuert. (Bild: Johannes Geiger)

Die Content-Gestaltung geschieht durch die Sparkasse und Werbeagenturen; die inhaltliche Planung übernehmen das Marketing sowie die Abteilung Bauen & Immobilien der Sparkasse. Zielgruppen sind Kunden, Mitarbeiter, Besucher und Angestellte der vermieteten Flächen im gesamten Gebäude sowie Passanten, die am Gebäude entlangkommen. Aktuell sind die Inhalte Tag und Nacht zu sehen.

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Steuerung des Contents über easescreen-Software

Der Content für die Sparkasse wird über einen Rechner organisiert, der mit der easescreen Content Management Software arbeitet. „easescreen fasst die drei Bereiche der LED-Wand zusammen, die man teilen oder zusammen bespielen kann“, sagt René Hörnig. Sie ist je nach Projekt und Anforderungen skalier- und konfigurierbar, individueller Content lässt sich einfach verändern oder austauschen, Aktualisierungen sind schnell und in Echtzeit möglich. Im Nebenraum des Foyers ist die entsprechende Technik in einem Wandschrank untergebracht, der Zugang zu allen Komponenten und Kabeln gewährleistet.

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Integration und Anpassung im Raum

Die baulichen Gegebenheiten gaben die Platzierung der LED-Wand im Foyer vor. „Bauseitig wurde darauf geachtet, dass möglichst wenig spiegeln kann“, erklärt René Hörnig. „Im Vergleich zu einem Video-Display ist die Grundfläche der LED-Wand auch matter ausgeführt. Zum anderen ist sie so leuchtstark, dass das Bild auch durch die Glasfassade problemlos zu erkennen ist. Zusätzlich ist die LED-Wand mit Helligkeitssensoren ausgestattet, wodurch die Helligkeit an das Umgebungslicht angepasst wird.“

Sensoren für die Helligkeit
Drei Sensoren messen die Helligkeitsstufen im Lauf des Tages und passen die Helligkeit der LED-Wand dem Umgebungslicht an. (Bild: Johannes Geiger)

Drei große Herausforderungen benennt René Hörnig für dieses Projekt: „Die Abstimmung mit allen Gewerken und dem Bauträger, da alle Schritte auf die entsprechenden Baufortschritte angepasst werden mussten, damit die Anforderungen und Wünsche des Bauherrn realisiert werden konnten. Auch die Konfiguration des Gesamtsystems mit dem Zuspieler auf die drei Controller stellte eine Herausforderung dar. Aufgrund der Höhe und den örtlichen Gegebenheiten war auch die reine Montage der Module und der Panels keine Standardinstallation.“

Georg Übele weiß das zu bestätigen: „Wenn eine nicht-standardisierte LED-Lösung geplant ist, wird es oft schwierig für den Integrator, das System an die Wand zu bringen. Die Cabinets müssen absolut gleich angeordnet sein. Alle zueinander zu justieren kostet am meisten Zeit. Die digiTHIN von digiLED ist eine am Markt einzigartige LED-Lösung. Die Cabinets können direkt auf die Wand montiert werden, und es wird keine gesonderte Halterungslösung benötigt. Mit nur 54 mm Tiefe können so extrem flache LED-Wände realisiert werden, die sich perfekt in die Umgebung integrieren lassen. digiLED setzt auf hochwertige LEDs von Nationstar. Somit ist eine hohe Qualität in der Darstellung, Homogenität und Lebensdauer garantiert.“

Gesamtanblick mit Helligkeitssensoren
Im Gesamtbild sind die Helligkeitssensoren am Rand kaum zu erkennen (Bild: Johannes Geiger)

Die Lebensdauer der hier verwendeten LEDs liegt bei mindestens 100.000 Betriebsstunden. René Hörnig verweist auch auf die bessere Revisionierbarkeit der LED-Wand im Vergleich zu Videowänden, da sich die Panels leichter abnehmen lassen. „Jedes Modul hat eine vorgegebene Größe, hier sind es sieben Reihen übereinander, alle Module sind gleich. Ein Modulträger entspricht zwei LED-Panels. Die Modulträger müssen miteinander verkabelt werden, wobei der Hersteller der LED-Wand den Integrator mit umfangreichen Schaltschemen und Installationsanleitungen bezüglich der Strom- und Signalleitungen unterstützt.“

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Mehr Aufmerksamkeit durch Digital Signage

Wie beurteilen die Beteiligten nun abschließend das Projekt? Georg Übele sagt: „Für uns ist das Projekt etwas ganz Besonderes. Innerhalb der hervorragenden Zusammenarbeit mit HIONIC und digiLED entstanden viele tolle Ideen und Ansätze zur Realisierung der LED-Wand. Dies unterstreicht die Bedeutung der Distribution für Integratoren, ihre LED-Projekte gemeinsam mit einem kompetenten und erfahrenen Partner durchzuführen.“

Die Ostsächsische Sparkasse stellt fest: „Wir beobachten, dass vor allem Passanten und Besucher der Sparkassenräume die LED-Wand wahrnehmen und sich Zeit nehmen, die Inhalte anzusehen.“ René Hörnig fasst die Vorteile von Digital Signage nochmals zusammen: „Digital Signage bietet flexiblere Darstellungsmöglichkeiten als analoge Darstellung, da Inhalte schnell gewechselt und auf wechselnde Situationen schnell reagiert werden kann. Zudem generiert bewegtes Bild auch mehr Aufmerksamkeit als ‚stehende Werbung‘, was auch nur digitale Darstellung liefern kann. In diesem speziellen Fall lässt sich mittels digitaler Kommunikation auch die Größe der Fläche unterschiedlich nutzen.“

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Projektbeteiligte Unternehmen

  • Bauherr: Ostsächsischen Sparkasse
  • Integrator: HIONIC
  • Distributor der digiLED LED-Wand: Exertis Pro AV

Web-Links

Ostsächsische Sparkasse Dresden
Exertis Pro AV
digiLED
easescreen

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