AES 67

AES67 – „nur“ der kleinste gemeinsame Nenner?! Nach den vielen Diskussionen um die Audiotechnologie der Zukunft ist es eine erfreuliche Entwicklung, dass die IP-basierten, technologisch relativ gleichen Netzwerke einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Und das Interesse besteht, diesen zu unterstützen. Damit hat AES67 das Potenzial, ein verbreiteter Standard zum Austausch von Audio-Signalen zwischen Geräten unterschiedlicher Hersteller zu werden. Mit der neuen Firmware von Audinate wird der Grundstein gelegt, dass Dante-Schnittstellen demnächst auch Audiosignale im AES67-Format empfangen und senden können.

Damit könnten innerhalb relativ kurzer Zeit sehr viele Geräte diesen neuen Standard implementiert haben und Audiosignale mit anderen AES67-Geräten austauschen. Wo da der Vorteil ist, mag sich der ein oder andere fragen: AES67 ist ein offener Standard und kann demnach z. B. ohne Lizenzgebühren eingebaut werden. Warum dann überhaupt noch Dante?

AES67 legt nur die Regel für den Austausch der Audiodaten fest. Es gibt aber nicht vor, wie sich Geräte erkennen oder beinhaltet eine Software, mit der man die Kanalverteilung machen kann etc. Und es gibt natürlich auch keinen Hersteller wie Audinate, der die Schnittstellenplatinen herstellt und sicherstellt, dass die Geräte unterschiedlicher Hersteller sich auch wirklich verstehen.