Surface Hub

Die Entwicklung war schon länger absehbar. Nun ist sie da und macht weltweit mächtig Wirbel in der AV-Branche: Microsoft hat mit Microsoft Hub seine erste Lösung für professionelle AV-Anwendungen auf den Markt gebracht.

Microsoft Surface Hub in der Praxis
Microsoft Surface Hub in der Praxis

Microsoft Surface Hub ist eine exakt auf die moderne Arbeitswelt zugeschnittene Collaboration-Lösung. Surface Hub ist jedoch nicht unumstritten, denn technologisch gesehen mag es sicher bessere Lösungen geben. Der entscheidende und möglicherweise Erfolg bringende Unterschied ist jedoch: Microsofts Collaboration-Produkt verbindet die Features moderner AV- und Medientechnik mit viel genutzten Microsoft-Standards!

Microsoft Surface Hub ist eine Collaborations-Lösung mit einem 55” HD oder 84” 4K-Display. Surface Hub läuft auf Windows 10 und unterstützt Anwendungen wie Whiteboard-Sitzungen, Präsentationen, drahtlose Bildschirmübertragung oder Videokonferenzanwendungen.

Surface Hub von Microsoft bietet außerdem Multi-Touch- und Multi-Pen-Kapazitäten, die bis zu 100 Berührungspunkte erkennen können. Für Konferenzschaltungen stehen Mikrofone und Kameras zur Verfügung. Surface Hub soll somit Whiteboard und Beamer ersetzen.

Die Macher versprechen sich von der neuen Anwendung viel: „Surface Hub ist mehr als nur ein neues Device, es wird die Arbeitskultur in Unternehmen verändern”, erklärt Oliver Gürtler, Leiter Geschäftsbereich Windows bei Microsoft Deutschland.

Seit dem 1. Juli 2015 kann Microsoft Surface Hub vorbestellt warden. Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich im September. In Deutschland erfolgt der Vertrieb über Datavision, Bechtle, Glück & Kanja und Global Media Services.

 

 

Intelligente Sensorik

Der Multi-Touchscreen des an der Wand montierten Gerätes kann mit den Fingern oder einem Eingabestift bedient werden, das System gehorcht jedoch auch Sprachbefehlen. Der Surface Hub kann ebenso für Video- oder Audiokonferenzen genutzt werden wie er als Whiteboard fungieren kann, um z. B bei einem Brainstorming Ideen und Skizzen aufzunehmen.

Der Surface Hub besitzt drahtlose Schnittstellen für WLAN nach IEEE 802.11a/b/g/n/ac, Gigabit-Ethernet sowie Bluetooth 4.0 LE, außerdem wird der Miracast-Streaming-Standard unterstützt. Für die Peripherie stehen DisplayPort und HDMI, VGA, RJ11 und eine 3,5- Millimeter-Buchse zur Verfügung. Beide Versionen verfügen über reichlich USB-Anschlüse, beim 55-Zoll-Modell sind es zwei für USB 3.0 Text: Richard Meusers Fotos: Microsoft Corporation Microsoft Surface Hub für Conferencing Seit Anfang Juli 2015 ist Microsofts neuer Riesen-Display vorbestellbar – und sorgt in der AV-Branche für einige Unruhe.

Der multifunktionale Großbildschirm könnte die bisher übliche Konferenztechnik ergänzen, wenn nicht sogar überflüssig machen. © Microsoft und drei für USB 2.0. Der 84-Zöller ist mit sechs Anschlüssen für USB 2.0 noch etwas großzügiger. Zusätzlich gibt es eine duale Kamera mit 1080p-Auflösung für Videokonferenzen. Das Gerät deckt ein horizontales Sichtfeld von 100 Grad ab und besitzt zudem ein Mikrofon und Stereo-Lautsprecher. Dabei ist die Sensorik sehr intelligent konzipiert. Die Kamera und Mikrofone sind an Bewegungsdetektoren gekoppelt und können bei einem Vortrag während einer Videokonferenz den jeweiligen Sprecher lokalisieren, um so möglichst optimale Audio- und Videodaten zu gewinnen.

Umfassende Kompatibilität

Im Grunde kombiniert der Surface Hub visuelle und technische Elemente von Microsofts Surface-Tablets mit der ursprünglich für die Xbox-Konsole entwickelten Kinect-Kamera mit Bewegungserfassung. Auf beiden Typen läuft Windows 10, allerdings handelt es sich dabei um eine abgespeckte Version, die speziell auf die Verwendung dieser Art großer Displays abgestimmt wurde. Das bedeutet, die Nutzer erhalten keine Art Riesen-Desktop an der Wand.

Sie bekommen vielmehr ein Interface und Applikationen wie OneNote, die auf Berührungen oder Stifteingaben ausgelegt sind. Auf den Displays laufen die üblichen Windows-Anwendungen und Apps entweder direkt oder von einem angeschlossenen Gerät aus. Sofern erforderlich, können aber auch eigene Programme für den Großbildschirm geschrieben werden. Unterm Strich ist der Surface Hub Teil von Microsofts Vorstellung, welch’ wichtige Rolle Großbildschirme im Arbeitsalltag der Zukunft spielen werden. Neben dem Betriebssystem ist auf dem Surface Hub auch Microsofts Büroanwendung Office vorinstalliert. Wer den Bildschirm nicht so gern mit den Fingern bedient, findet im Lieferumfang zwei Bedienstifte vom Typ „Surface Hub Pen“ und ein „Microsoft All-in-One Media Keyboard“.

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