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Sennheiser Spectera

Spectera Studio vereinfacht Wireless-Worflows

Sennheiser erweitert sein Spectera-Ökosystem um ein zentrales Software-Tool: Mit Spectera Studio steht ab sofort ein System-Planer zur Verfügung, der Workflows von der Planung über die Konfiguration bis hin zum Deployment deutlich vereinfachen soll. Die Lösung richtet sich an professionelle Anwender:innen, die mit dem bidirektionalen Wideband-Wireless-System Spectera arbeiten, und setzt vor allem in der Preproduction-Phase sowie bei Re-Konfigurationen an.

Spectera Studio

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Im Kern ermöglicht Spectera Studio die vollständige Offline-Planung von Wireless-Setups. Nutzer können komplette Spectera-Systeme ohne Verbindung zu einer Base Station vorbereiten, bestehende Konfigurationsdateien importieren oder neue Setups von Grund auf erstellen. Damit adressiert Sennheiser eine zentrale Anforderung aus der Praxis: die flexible Vorbereitung und Anpassung von Produktionen unabhängig von der physischen Infrastruktur vor Ort.

Ein wesentliches Feature ist die Integration bestehender Spectera-WebUI-Dateien. Diese lassen sich in Spectera Studio importieren, bearbeiten und für neue Setups weiterverwenden. Gleichzeitig können mehrere Konfigurationsdateien kombiniert oder gezielt angepasst werden. Das Tool erlaubt zudem Batch-Editing, also die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Geräteparameter innerhalb eines Projekts, was insbesondere bei größeren Produktionen Zeit spart.

Neben der Konfiguration fungiert Spectera Studio als umfassendes Planungstool. Anwender können innerhalb der Oberfläche verschiedene Parameter definieren, darunter:

  • Link-Modi
  • Mobile Devices
  • Antennenkonfigurationen pro RF-Kanal

Auf Basis dieser Eingaben berechnet das System automatisch die Auslastung der verfügbaren RF-Kapazität und ermittelt die benötigte Anzahl an Base Stations. Dadurch erhalten Techniker:innen bereits in der Planungsphase eine klare Einschätzung über die Systemanforderungen und mögliche Engpässe.

Ein weiterer praxisrelevanter Aspekt ist die Dokumentation: Nutzer können Systemübersichten als PDF exportieren und für interne Abstimmungen, Kunden oder technische Briefings nutzen. Zudem lassen sich geplante Base-Station-Konfigurationen direkt in den Editor übernehmen, um daraus konkrete Systemdateien für den Einsatz zu generieren.

Für die eigentliche Konfiguration bietet Spectera Studio flexible Bearbeitungsmöglichkeiten. Nutzer können bestehende Dateien laden, neue Geräte hinzufügen oder komplette Setups neu aufbauen. Nach Abschluss der Planung wird die Konfiguration exportiert und anschließend auf die Base Station übertragen.

Ein kritischer Punkt bei Wireless-Systemen ist die eindeutige Zuordnung von Geräten. Spectera Studio arbeitet mit MTUIDs (Mobile Transmitter Unique IDs), die jedem mobilen Gerät zugeordnet sind. Damit ein Setup korrekt funktioniert, müssen diese IDs mit den tatsächlich verbundenen Geräten übereinstimmen. Das Tool erleichtert diesen Prozess, indem es MTUIDs zentral sichtbar macht und deren Bearbeitung an mehreren Stellen innerhalb der Konfigurationsdatei ermöglicht. So lassen sich typische Fehler bei der Systemzuordnung vermeiden.

Durch die Kombination aus Planung, Konfiguration und Migration in einer einzigen Anwendung soll Spectera Studio die Effizienz bei der Einrichtung und Skalierung von Multichannel-Wireless-Systemen deutlich steigern. Insbesondere bei komplexen Setups mit vielen Kanälen und Geräten profitieren Anwender von der zentralisierten Arbeitsumgebung.

Spectera Studio ist aktuell über die SoundBase-Seite verfügbar und ergänzt dort bestehende Tools wie den Spectera Mode Planning und den Spectera Walk Test. Eine regionale Einschränkung wie bei hardwarebasierten Lösungen gibt es nicht, da es sich um ein softwarebasiertes Planungstool handelt, das unabhängig von regulatorischen Zulassungen weltweit eingesetzt werden kann.

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