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Case Study

AV Stumpfl Pixera treibt Virtual-Production-Stage in Südkorea an

Die Korea Creative Content Agency (KOCCA) hat in Daejeon das Virtual-Production-Studio „Studio V” innerhalb von StudioCube eröffnet – Südkoreas größtem öffentlichen Broadcast-Produktionsstudio. Im Zentrum der technischen Infrastruktur steht ein AV-Stumpfl-Pixera-four-RS-System mit 20 Servern, spezifiziert und integriert vom Seouler Unternehmen LIVE-LAB Co., Ltd.

Szene eines Drehs im Studio(Bild: AV Stumpfl / KOCCA)

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Studio V verfügt über eine 60 Meter breite und 8 Meter hohe Haupt-LED-Wand, eine 21 × 15 Meter große LED-Decke sowie zwei bewegliche 5 × 5 Meter große LED-Seitenscreens – insgesamt mehr als 94 Millionen Pixel. Die Anlage ist sowohl für hochwertige Produktionen als auch für Ausbildungszwecke konzipiert.

Pixera-Architektur für verteiltes Rendering

Das Pixera-System umfasst 17 Render-Knoten, einen Director-Knoten und zwei Inner-Frustum-Knoten. Die Director-geführte Architektur soll eine framegenaue Synchronisation zwischen Kameratracking, Rendering und LED-Output gewährleisten – nach Angaben von AV Stumpfl ein grundlegender Faktor für Virtual Production im großen Maßstab.

Studio V wurde zudem um ein vollständig IP-basiertes Produktionsökosystem mit SMPTE-ST-2110-Workflows aufgebaut und zählt damit laut Hersteller zu den ersten großen öffentlichen Virtual-Production-Studios weltweit, die diese Architektur im Vollbetrieb einsetzen.

Gemeinsame F&E-Phase vor Inbetriebnahme

Für die Umsetzung von SMPTE ST 2110 in dieser Größenordnung etablierten LIVE-LAB und AV Stumpfl frühzeitig ein strukturiertes F&E-Programm. Es umfasste Early-Access-Software-Builds, GPU-Direct-Validierung, PTP-Synchronisierungstests sowie geschlossene Validierungszyklen zwischen dem Vor-Ort-Team und dem Pixera-Entwicklungsteam in Österreich.

„Pixera HQ stellte direkten Zugang zu Core-Engineers bereit und nahm während der Pilotphase an strukturierten F&E-Sessions teil”, berichtet Alvin Chu, Produktionssupervisor und Technical Director bei LIVE-LAB. „Das war weit mehr als reine Konfigurationsunterstützung – es war eine gemeinsame Entwicklung, die auf KOCCAs Vision eines zukunftssicheren öffentlichen Virtual-Production-Studios ausgerichtet war.”

Studio V dient laut AV Stumpfl heute als Referenzmodell für Virtual-Production-Infrastrukturen im öffentlichen Sektor im APAC-Raum.

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