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WD integriert Post-Quanten-Kryptografie in Enterprise-Festplatten

Western Digital (WD) hat bekannt gegeben, dass die neuesten Ultrastar-UltraSMR-Festplatten mit hoher Kapazität erstmals Post-Quanten-Kryptografie (PQC) integrieren. Die Laufwerke der Serie Ultrastar DC HC6100 befinden sich derzeit bei mehreren Hyperscale-Kunden in der Qualifizierungsphase. WD positioniert sie als ersten konkreten Schritt hin zu quantenresistenten Speicherarchitekturen auf Infrastrukturebene.

Schlossymbol in blau über Computer-Platine(Bild: WD)

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Hintergrund ist die zunehmende Bedrohung durch sogenannte „Harvest Now, Decrypt Later”-Angriffe (HNDL): Angreifer könnten bereits heute verschlüsselte Daten sammeln, um sie zu entschlüsseln, sobald leistungsfähige Quantencomputer verfügbar sind. Da Speicherlösungen in Unternehmen typischerweise fünf oder mehr Jahre im Einsatz bleiben, könnte sich dieser Zeitraum mit dem Aufkommen kryptografisch relevanter Quantenrechner überschneiden.

Firmware-Integrität statt Datenverschlüsselung

Die PQC-Implementierung von WD zielt primär auf den Schutz der sogenannten „Trust Chain” auf Geräteebene ab – also auf Firmware-Integrität und Schlüsselmanagement, nicht auf die Verschlüsselung ruhender Daten. Als Algorithmus kommt ML-DSA-87 (NIST FIPS 204) in Kombination mit Dual-Signing auf Basis von RSA-3072 zum Einsatz. Eine PQC-fähige Public-Key-Infrastruktur sowie Rollback-Sicherheitsmechanismen sollen eine stufenweise Einführung über heterogene Geräteflotten hinweg ohne Betriebsunterbrechung ermöglichen.

„Da KI-Datensätze immer wertvoller und langlebiger werden, ist ihre Sicherung nicht mehr optional”, erläutert Dr. Xiaodong Che, CTO und Senior Vice President bei WD. „Die Sicherheitsarchitekturen, die Datenspeicher seit mehr als einem Jahrzehnt schützen, müssen weiterentwickelt werden. Durch die Anpassung an NIST-Standards und CNSA 2.0 helfen wir Unternehmen schon jetzt dabei, einen klaren Weg zu einer quantensicheren Speicherinfrastruktur zu ebnen.”

WD plant, die PQC-Funktionen im Laufe der Zeit auf weitere Enterprise-Festplattenlinien auszuweiten.

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