Case Study

Lernerlebnisse dank Medientechnik im Museum zum Ersten Weltkrieg

In Kansas City (Missouri) steht das offizielle Museum der USA zum Ersten Weltkrieg (1914–1918), das National World War I Museum and Memorial. Herzstück der kürzlich erfolgten technologischen Modernisierung ist die Echtzeit-Medienserverplattform PIXERA von AV Stumpfl. PIXERA trägt wesentlich dazu bei, Besucher mit unterschiedlichen Lernstilen anzusprechen. Dafür werden Medien in den verschiedenen Räumlichkeiten des Museums verteilt und synchronisiert. Dort gibt es ein Theater, mehrere Galerien und vor allem das neue Format „Encounters“, das Besuchern in vier Nischen 16 persönliche Kriegsgeschichten aus erster Hand näherbringt. Entworfen und integriert wurde das Projekt von Electrosonic, einem preisgekrönten Anbieter von audiovisuellen und technologischen Dienstleistungen.

(Bild: Electrosonic)

Betreten Besucher eine Nische von Encounters, werden durch die beleuchteten Markierungen diskret lebensgroße Figuren ausgelöst, die auf realen Persönlichkeiten aus dem Ersten Weltkrieg basieren. Jede Geschichte entfaltet sich durch ein genau choreografiertes Zusammenspiel von Bild und Ton. Ermöglicht wird das durch 1,25-mm-Nanolumens-LED-Displays, die die Figuren auf dem Bildschirm darstellen, durch räumliches Audio von HOLOPLOT, das jeden Gast mit Klang umhüllt, ohne in benachbarte Nischen überzugreifen, sowie durch versteckte Projektoren der Inspire-Serie von Christie. Diese werfen einen nach vorne gerichteten „Portal“-Schatten, der das 2D-Bild in eine 3D-Illusion auf dem Boden verwandelt.

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Das Rückgrat der Installation bilden drei PIXERA-Medienserver (2 × PIXERA two und 1 × PIXERA zero Dual). Sie sequenzieren die Sensorereignisse und Medien so, dass, immer wenn eine Figur den Raum verlässt, eine andere eintritt. Dadurch bleiben Rhythmus und Intimität zwischen den einzelnen Begegnungen erhalten.

Diese reaktionsschnelle Choreografie – vom Erscheinen eines Schattens über dem Kopf über subtile Bewegungen auf dem Fliesenboden bis hin zum Erscheinen der Figur im Bildausschnitt – wird von der PIXERA-Engine orchestriert. Sie gewährleistet laut AV Stumpfl ein zuverlässiges, wiederholbares Timing über alle vier Portale hinweg und bewahrt gleichzeitig die Spontaneität und Menschlichkeit der Ausstellung.

Ein Theater, mehrere Galerien und das neue Format Encounters mit persönlichen Geschichten bringen Besuchern den Ersten Weltkrieg nahe
Ein choreografiertes Zusammenspiel von Bild und Ton sorgt für Lernerlebnisse bei den Besuchern
Pixera-Medienserver von AV Stumpfl koordinieren das Ausspielen der Audio- und Video-Inhalte in der Gedenkstätte

Von Grabenkrieg bis Bombardement

PIXERA unterstützt die Wiedergabe und Synchronisation von Inhalten im gesamten Museum und in der Gedenkstätte. Im Kemper-Horizons-Theater vermitteln Projektionen und ein dramatisches Diorama die brutalen Bedingungen des Grabenkriegs. Das Battlescapes-Erlebnis umgibt die Besucher wiederum mit mehreren randlos ineinander übergehenden Projektionen und versetzt sie in einen „Krater“ inmitten eines chaotischen Artillerie-Bombardements.

Für diese Erlebnisse werden vier PIXERA two Server und ein PIXERA Control Core verwendet. Durch die Integration in die AV-Workflow-Plattform der ISAAC verbinden die PIXERA die Multi-Space-Erlebnisse miteinander und optimieren die Abläufe für das AV-Team des Museums.

„PIXERA-Prozessoren werden verwendet, um die Christie-Projektoren zu verbinden – eine nahtlose Integration, die wir an mehreren Standorten eingesetzt haben“, erläutert Chris Johnson, Vice President of Sales bei Electrosonic. „Da im Museum so viel los ist, müssen sie in der Lage sein, all diese Komplexität zu bewältigen, und dazu sind sie mehr als fähig.“

Die während der Öffnungszeiten des Museums durchgeführte Modernisierung markiert die jüngste Phase einer langjährigen Partnerschaft zwischen dem National WWI Museum and Memorial und Electrosonic. Sie spiegelt den Wunsch des Museums wider, die Technologie in den Hintergrund zu rücken, damit die menschlichen Geschichten im Mittelpunkt stehen können.

Weitere Mitwirkende an dem Projekt waren Dot Crew (Mediendesign und -produktion), Technical Artistry (Beleuchtung) und JE Dunn (Fertigung).

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