K3-Beschallung für Konzerthaus im belgischen Seraing
von Redaktion,
Das belgische Konzerthaus OM in Seraing bei Lüttich hat eine neue Beschallungsanlage von L-Acoustics erhalten. Kern der Festinstallation sind zwei Hangs mit je acht K3-Elementen, ergänzt durch geflogene Subwoofer. Geplant und umgesetzt hat das System der L-Acoustics Certified Provider XLR. Der Saal fasst bis zu 1.700 Besucher und gilt als größte Livemusik-Spielstätte Walloniens.
(Bild: Thibault Trillet)
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Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1948 und diente ursprünglich als Festsaal für die Arbeiter des Stahlkomplexes Cockerill. Nach dem Niedergang der wallonischen Stahlindustrie stand es jahrzehntelang leer, bevor das Team hinter dem Festival Les Ardentes es zu einer Konzerthalle umbaute. Seit der Eröffnung im Oktober 2023 reicht das Programm von Metal und Jazz über Techno bis Hip-Hop.
Die Anforderungen an die Anlage waren entsprechend breit gefasst. Verlangt wurden Schalldruck auf Festivalniveau und eine Wiedergabe über den gesamten Frequenzbereich, ohne dass Lautsprecher oder Subwoofer den Raum optisch dominieren. „Wir wollten unser Publikum beeindrucken“, erläutert Fabrice Lamproye, Leiter der Spielstätte. Gesucht worden sei ein System, das laut und eindrucksvoll sei, zugleich aber kompakt genug für einen mittelgroßen Saal.
XLR schlug daraufhin die K3-Serie vor. „K3 war die naheliegende Antwort“, berichtet Louis Lukusa, CEO von XLR. Das System sei das neueste im Portfolio und decke den vollen Frequenzbereich ab. Auf zusätzliche Subwoofer für den Tiefbass habe man deshalb verzichten können, die Leistung sei in einer Bauform vorhanden, die in den Raum passe. Den Frequenzgang gibt der Hersteller mit 40 Hz bis 20 kHz an.
Ein weiteres Argument war nach Darstellung des Integrators die Verbreitung der Marke in internationalen Technical Riders. Tourneeproduktionen kennen das System, was den Aufwand bei Gastspielen reduziert.
Vier A10 Wide arbeiten als Frontfills an der Bühnenkante. Im Hintergrund eines der Hangs aus acht K3-Elementen (Bild: L-Acoustics)
Volle Abdeckung ohne Delay-Lautsprecher
Für die Planung setzte XLR die Simulationssoftware Soundvision ein, um Abdeckung und Lautsprecherpositionen vorab zu prüfen. Angesichts der akustisch anspruchsvollen Halle aus den 1950er Jahren habe sich das deutlich bemerkbar gemacht.
„Mit acht K3 pro Seite konnten wir die gesamte Publikumsfläche ohne einen einzigen Delay-Lautsprecher abdecken“, resümiert Lukusa. Erreicht worden sei eine Pegelverteilung von rund 3 dB über die gesamte Fläche bei einem Wert für die Klangintegrität von nahezu 93 Prozent.
Die Subwoofer-Abdeckung übernehmen vier KS28 pro Seite. Sie sind neben den Hauptarrays geflogen statt am Boden gestapelt, wodurch sich die tiefen Frequenzen gleichmäßiger verteilen und die Bühnenfläche frei bleibt. Für das elektronische Programm des Hauses kommt die seitliche Anordnung zudem der Stereoabbildung im Bassbereich entgegen.
Nahfeld über X12 und A10 Wide
Zwei X12 übernehmen die Nahfeldbereiche als Infill, vier A10 Wide arbeiten als Frontfills und sollen Pegel und Sprachverständlichkeit für das Publikum unmittelbar vor der Bühne sichern. Damit werde jeder Platz von der ersten Reihe bis zur Rückwand versorgt, ohne dass Sichtlinien beeinträchtigt würden. Die Verstärkung übernehmen sechs LA12X.
Das System sei sehr präzise, was in einem Raum mit unvollkommener Akustik helfe, ergänzt Lamproye. Man behalte damit die Kontrolle über die Eigenheiten des Saals. Auch die Rückmeldungen von Künstlern und Tourneecrews fielen positiv aus.
Das OM in Seraing bei Lüttich diente ursprünglich als Festsaal für die Arbeiter des Stahlkomplexes Cockerill. Seit Oktober 2023 wird das Gebäude als Konzerthaus genutzt (Bild: L-Acoustics)
Auf der leat con 26 vom 6.–8. Oktober in Hamburg ist L-Acoustics in Halle A1 an Stand D11 zu finden: Hallenplan