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Gartner-Studie

Zukunft der Arbeit: KI erweitert menschliche Fähigkeiten

Gartner sieht die Zukunft der Arbeit zunehmend durch die Zusammenarbeit von Mensch und KI geprägt. Unternehmen sollten KI nach Einschätzung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens nicht primär zur Automatisierung und Kostensenkung einsetzen, sondern zur Erweiterung menschlicher Fähigkeiten. Gartner identifiziert vier Entwicklungen, auf die sich insbesondere IT-Verantwortliche einstellen sollten.

Gartner Hype Cycle for the Future of Work 2026 mit KI-Technologien und Konzepten entlang der Phasen vom Innovation Trigger bis zum Plateau of Productivity
Der Gartner Hype Cycle for the Future of Work 2026 ordnet Technologien und Konzepte rund um KI und die Arbeitswelt nach ihrem Reifegrad und den mit ihnen verbundenen Erwartungen ein. (Bild: Gartner 2026)

Eine zentrale Entwicklung ist die stärkere Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI-Systemen. Gartner spricht in diesem Zusammenhang von KI als „Toolmate“. Erfolgreiche Unternehmen würden KI demnach einsetzen, um Urteilsvermögen, Kreativität, Führung und Entscheidungsfindung ihrer Mitarbeiter zu unterstützen, anstatt diese zu ersetzen. Als relevante Technologien nennt Gartner unter anderem digitale Coaching-Anwendungen, Employee Digital Twins und KI-basierte Assistenten.

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Kompetenzen für KI verändern sich

Als zweite Entwicklung nennt Gartner den Aufbau einer „AI-ready Workforce“. Angesichts des schnellen technologischen Wandels gewinnen kontinuierliches Lernen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit an Bedeutung. Unternehmen sollten deshalb unter anderem in KI-Kompetenz, KI-gestütztes Skills Management und „Digital Dexterity“ investieren.

Gleichzeitig warnt Gartner davor, dass mit der stärkeren Integration von KI in Geschäftsprozesse Kontextwissen, menschliches Urteilsvermögen und institutionelles Wissen verloren gehen könnten. Systeme sollten deshalb so gestaltet werden, dass menschliche Kontrolle erhalten bleibt und Mitarbeiter nicht nur wissen, wie ein Prozess abläuft, sondern auch warum. Conversational User Interfaces, Decision-Intelligence-Plattformen und generative Benutzeroberflächen könnten dabei eine Rolle spielen.

Gartner warnt vor KI als Sparinstrument

Als vierte Entwicklung beschreibt Gartner den Aufbau einer Grundlage, auf der sich der Nutzen von KI-Anwendungen schrittweise steigern lässt. Bis 2027 sollen nach einer Gartner-Prognose 75 Prozent der Unternehmen, die KI-bedingte Produktivitätsgewinne vor allem als Kosteneinsparungen betrachten, von Wettbewerbern überholt werden, die diese Gewinne in Innovation, Modernisierung und Weiterbildung reinvestieren.

Auch vor einem vorschnellen Personalabbau durch KI warnt Gartner. Bis 2029 müssten nach einer weiteren Prognose 30 Prozent der Mitarbeiter, die aufgrund einer vermeintlichen Ersetzung ihrer Arbeitsplätze durch KI entlassen wurden, wieder eingestellt werden – häufig zu höheren Kosten.

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