Conferencing & Collaboration

Aus dem Meetingraum wird eine smarte KI-Umgebung

Hybrides Arbeiten und KI verändern die Anforderungen an AV-Technik. Hersteller reagieren mit Lösungen, die einfach bereitzustellen sind und sich durch gute Audio- und Videoqualität auszeichnen. Favoriten sind oft All-in-One-Systeme oder modulare Room Kits.

Besprechungszimmer mit Tisch ohne Personen. An der Wand ein Bildschirm und die 1 Beyond i12D Kamera
Mit der DM NAX Intelligent Audio Platform und der 1 Beyond i12D Camera will Crestron netzwerkbasiertes Audio und Mehrkamera-Video in alltägliche Besprechungsräume jeder Größe bringen – ohne die Komplexität herkömmlicher Systeme (Bild: Crestron)

 

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Hybrides Arbeiten und Künstliche Intelligenz verändern die Konferenzwelt grundlegend: Aus klassischen Meetingräumen werden standardisierte, vernetzte Umgebungen, in denen Audio-, Video- und Compute-Funktionen eng mit UC-Plattformen wie Microsoft Teams verzahnt sind. Im Mittelpunkt stehen integrierte Videobars, modulare Room Kits und skalierbare Plattformansätze, die hohe Sprachverständlichkeit und intelligente Kamerafunktionen bereitstellen, damit KI-Workflows wie Transkriptionen, Zusammenfassungen oder Speaker-Tracking zuverlässig funktionieren.

Anbieter reagieren mit All-in-One-Systemen, Bausteinlösungen und cloudbasiertem Gerätemanagement, um große Raumflotten zentral ausrollbar zu machen und zertifizierte Ökosysteme rund um Teams und andere UC-Lösungen zu schaffen.

So verschiebt sich der Fokus von individuellen AV-Installationen hin zu standardisierten, IT-getriebenen KI-Meeting-Umgebungen, die Unternehmen auf die nächste Ausbaustufe der Zusammenarbeit zwischen Menschen und Assistenzsystemen vorbereiten.

Shure: KI-fähige All-in-One-Systeme und modulare Plattformen

Shure richtet sein Collaboration-Portfolio klar auf den KI-gestützten Arbeitsplatz aus. Der Hersteller argumentiert, dass Transkriptionen, Zusammenfassungen und Assistenzfunktionen die Anforderungen an Besprechungsräume grundlegend verschieben. Audio- und Videoqualität seien kein bloßes Komfortmerkmal mehr, sondern würden zur funktionalen Voraussetzung für KI-Workflows.

„Wir befinden uns erst am Anfang der Agentic-AI-Revolution“, betont Jose Rivas, VP und Chief Sales Officer bei Shure. „In diesem dynamischen Umfeld benötigen Unternehmen Lösungen, die ihnen heute eine effiziente Zusammenarbeit ermöglichen und sie gleichzeitig auf die immer engere Zusammenarbeit zwischen ihren Teams und Künstlicher Intelligenz vorbereiten.“

Im Zentrum steht für Shure die IntelliMix Bar Pro als All-in-One-Videobar. Das System für mittelgroße bis große Räume vereint Kamera, Mikrofonie, Lautsprecher und Compute in einem einzigen Front-of-Room-Gerät mit „herausragender Audio- und Videoqualität“, so Shure.

Vier integrierte 4K-Kameras mit einer kombinierten Abdeckung von 135 Grad erfassen den Raum. KI-basiertes Videoframing erkenne aktive Sprecher, passe Bildausschnitte dynamisch an und verarbeite zusammen mit der zum Patent angemeldeten Kamera-Positonierung nonverbale Kommunikation besser.

„Dank unserer engen Zusammenarbeit mit Microsoft während der gesamten Entwicklungsphase ermöglicht diese Lösung Kunden und Kundinnen von Microsoft-Teams eine schnellere Implementierung und einen geringeren Wartungsaufwand,“ hebt Jose Rivas hervor.

Auf der Audioseite setzt Shure auf seine aus dem Konferenz- und Installationsbereich bekannte Array-Mikrofontechnologie. Zusammen mit Stereolautsprechern und der IntelliMix-Signalverarbeitung entsteht eine Audiokette, die auf Sprachverständlichkeit optimiert ist. Zum DSP-Paket gehören Echokompensation, Rauschunterdrückung und automatisches Mischen mehrerer Signale. Gerade für KI-gestützte Transkription und Sprachverarbeitung ist Shure zufolge eine saubere Signalbasis entscheidend.

Shure IntelliMix Bar Pro mit Videobar und Touch-Display
Shure IntelliMix Bar Pro: Die All-in-One-Videobar für mittelgroße bis große Räume vereint Kamera, Mikrofonie, Lautsprecher und Compute in einem einzigen Front-of-Room-Gerät. (Bild: Shure)

Technisch basiert die IntelliMix Bar Pro auf der Microsoft Device Ecosystem Platform (MDEP). Das System nutzt Android mit integriertem Compute und lässt sich damit in typische Enterprise-Umgebungen einbinden. Für IT-Abteilungen sind zentrale Verwaltung, Sicherheitsrichtlinien und Compliance entscheidende Kriterien. Bereitstellung und Management erfolgen über ShureCloud sowie über Plattformen wie Teams Rooms Pro Management Portal oder ServiceNow. Die Zero-Touch-Bereitstellung zielt auf größere Rollouts.

Parallel positioniert Shure das IntelliMix Foundation System als modularen Gegenpol zu All-in-One-Bars. Es bietet das in den IntelliMix Room Kits enthaltene Compute sowie das Touchpanel als eigenständiges Basis-Kit an. Dadurch können AV-Profis es gut mit den Mikrofonen und Lautsprechern aus dem Shure Microflex Ecosystem-Portfolio sowie Kamera- und Steuerungsprodukten von Drittanbietern kombinieren.

Dante-Konnektivität, IntelliMix Room DSP und Audio Encryption zielen auf professionelle AV-Installationen.

Sennheiser: Standardisierte Room Kits und Device-Management

Sennheiser adressiert den Markt für KI-fähige Besprechungsräume mit zwei komplementären Ansätzen: mit vorkonfigurierten, gemeinsam mit Pleneo entwickelten Room Kits sowie einer cloudbasierten Managementplattform. Ziel ist es, große Raumflotten einheitlich auszustatten und zentral zu verwalten.

Das Pleneo Medium Room Kit sowie das Pleneo Large Room Kit sind auf mittelgroße und große Räume mit 50 bzw. 90 Quadratmeter ausgerichtet. Kern der Lösung ist der Pleneo RoomHub, der Audio-, Video- und Steuerungskomponenten über das Pleneo Room OS verbindet. Das Betriebssystem verspricht Zero-Touch-Bereitstellung und automatisierte Einrichtung. Für die Audioerfassung kommen TeamConnect Ceiling Medium Deckenmikrofone von Sennheiser zum Einsatz.

Das Beamforming-System erfasst Sprecher im gesamten Raum und soll eine gleichmäßige Sprachabnahme ermöglichen. Eine konstant hohe Audioqualität soll die Grundlage für Sprachererkennung, Transkription und KI-Analysen sowie KI-gestützte Verfahren wie adaptive Raumoptimierung und Voice Enhancement bieten.

Die Pleneo Room Kits wollen KI-gestützte Zusammenarbeit in größere Umgebungen bringen, die bisher nur schwer zu standardisieren und zu skalieren waren. Für große Räume, in denen mehrere Teilnehmer sprechen, sich bewegen oder präsentieren, waren dafür oft aufwendige, fein abgestimmte Installationen nötig.

„Ein klarer, zuverlässiger Klang ist für eine effektive Zusammenarbeit entscheidend, insbesondere in größeren Räumen“, so Charlie Jones, Senior Partner Relations Manager bei Sennheiser. „Die Kits liefern die Audioqualität, die große Räume für intelligente Meetings benötigen, in einer Form, die sich einfach bereitstellen, skalieren und von der IT unterstützen lässt. So wird sichergestellt, dass KI-gestützte Meetings hochwertige Audioeingänge erhalten und die Zusammenarbeit in Gruppen optimal unterstützt wird.“

 Pleneo x Sennheiser Room Kits: schwarze Kamera, daneben zwei kreisrunde weiße Komponenten
Die Pleneo x Sennheiser Room Kits sollen KI-gestützte Zusammenarbeit in größere Umgebungen bringen, die bisher schwer zu standardisieren und zu skalieren waren (Bild: Sennheiser)

Die Videoseite übernehmen Pleneo RoomVision Kameras mit KI-basierter Sprecherverfolgung. Autoframing soll Personen natürlich im Bild halten, ohne hektische Kamerabewegungen. Audio und Video sind als abgestimmtes Gesamtsystem konzipiert, nicht als lose gekoppelte Einzelgeräte. Verwaltung und Monitoring erfolgen über die Pleneo Cloud. Räume lassen sich als komplette Systeme ausrollen und überwachen. Schnittstellen zu IT-Service-Management-Plattformen sollen verhindern, dass AV als isolierte Insellösung betrieben wird.

Mit dem neuen DeviceHub baut Sennheiser darüber hinaus eine eigene Cloudplattform für das Gerätemanagement auf. Sie bietet zentral Überwachung, Diagnosen und rollenbasierten Zugriff auf Azure-Basis. Als einzige cloudbasierte Plattform ermögliche DeviceHub die Verwaltung vernetzter Sennheiser-Geräte über jeden Browser.

DeviceHub vereinfache für IT-Mitarbeiter die Verwaltung „in großem Maßstab“, indem es Geräte nach Raum, Gebäude, Campus oder Region in einer Struktur organisiere, die reale Umgebungen widerspiegeln. Dies biete einen klaren Überblick über jeden Raum von einer einzigen Plattform aus, sodass Teams leicht zwischen Standorten navigieren, Geräte im Kontext anzeigen und den Systemzustand auf einen Blick verstehen könnten – von einer Handvoll Räumen bis hin zu globalen Liegenschaften. Zunächst werden die TeamConnect Bars vom DeviceHub unterstützt, weitere Geräte sollen folgen.

Jabra: Room Kits als Baukasten

Von Jabra kommen neue Videokollaborationslösungen, die eine vollständige Video- und Audioabdeckung in mittelgroßen bis großen Besprechungsräumen versprechen. Anstatt auf starre Komplettsysteme zu setzen, verfolgt Jabra mit seinen PanaCast Room Kits einen Baukastenansatz mit skalierbaren Lösungen, die sich an Raumgröße und Anforderungen anpassen lassen. Die Jabra PanaCast Room Kits sind in Konfigurationen mit einer, drei oder fünf Kameras erhältlich und unterstützen Microsofts MDEP-Plattform.

Zentrale Komponente ist die PanaCast 55 VBS. Die Android-basierte Videobar arbeitet mit 180-Grad-Panorama-Video, KI-gestütztem Framing und der Multi-Kamera-Technologie von Jabra. Der weite Blickwinkel soll gerade in breiteren Räumen Vorteile bieten.

Durch die Kombination von Panorama-Video mit Multi-Kamera-Abdeckung, raumfüllendem Audio und intelligenter Bildausrichtung biete sie ein ausgewogeneres und immersiveres Erlebnis, das die Teilnehmer von jeder Position im Raum aus einbinde. Zum Einsatz kommt die Multi-Kamera-Technologie von Huddly, die Sprecherverfolgung und Gruppenansichten ermöglicht.

Mithilfe mehrerer Blickwinkel sollen die Kameras den aktiven Sprecher und den Raum vollständiger erfassen. Intelligente Regiemodi sollen den Fokus des Meetings auf die sprechende Person richten oder die Interaktion der Gruppe hervorheben.

PanaCast 55 VBS: schwarze Videobar und Toucdisplay
PanaCast 55 VBS: Die Android-basierte Videobar arbeitet mit 180-Grad-Panorama-Video, KI-gestütztem Framing und Multi-Kamera-Technologie. (Bild: Jabra)

Das neue PanaCast SpeakerMic erweitert die Audioabdeckung der 55 VBS. Es verspricht eine gleichmäßige Sprachaufnahme über den gesamten Tischbereich und ergänzt die Mikrofonie der Bar.

Jabra nimmt für die Jabra PanaCast Room Kits ein Plug-and-Play-Design in Anspruch, das die Einrichtung vereinfache, ohne aufwendige Feinjustierung auskomme und den Aufwand für die langfristige Unterstützung und Wartung der Räume minimiere. Unternehmen können mit einer Grundkonfiguration starten und später Kameras oder Mikrofone ergänzen.

MAXHUB: Windows-Videobar mit Integrationsfokus

Die Marke MAXHUB des chinesischen Technologie-Unternehmens CVTE verfolgt mit dem XBar W70Kit einen stark integrierten Ansatz. Die Videobar kombiniert Windows, Kamera, Mikrofonie und Lautsprecher in einem Gerät. Zielgruppe sind vor allem standardisierte Teams-Räume. Das Quad-Sight-Kamerasystem erreicht laut Hersteller 200 Megapixel Gesamtauflösung und bietet ein 125-Grad-Sichtfeld in 4K-Auflösung.

Diverse KI-Funktionen wie Auto-Framing, Speaker Tracking und Smart Gathering sollen natürliche Bildausschnitte erzeugen und sowohl einzelne Sprecher als auch Gruppen ausgewogen darstellen.

Ein 16-Mikrofon-Array soll Stimmen bis zu zehn Meter Entfernung erfassen. KI-Algorithmen übernehmen Noise- und Echo-Cancelling sowie Nachhallreduktion. Als technisches Detail mit Praxisrelevanz stellt der Hersteller seine Silent Cooling Technology heraus: Sie verspricht einen stabilen Betrieb ohne hörbare Lüfter selbst bei herausfordernden Windows- und KI-Workloads.

MAXHUBXbar W70Kit: schwarze Videobar und Touch-Display mit Bedienoberfläche
Basierend auf Windows 11 IoT Enterprise bringt das Xbar W70Kit laut MAXHUB Sicherheit auf Unternehmensniveau, zentralisierte Verwaltung und automatisierten Schutz in Besprechungsräume (Bild: Maxhub)

Das Touchpanel TCP31T mit PIR-Sensor, Anti-Glare-Oberfläche und USB-C soll eine intuitive Steuerung ermöglichen. Ergänzt wird das Kit durch 2×20 W Lautsprecher mit Quad-Passiv-Radiator.

Das System der Xbar folgt laut MAXHUB dem Prinzip „Integrated by Design, Open by Choice“. Einerseits ersetze das integrierte Windows-System externe PCs, andererseits bleibe die Plattform offen für Drittanbieter-Peripherie und Raumsteuerung. Die Verwaltung über Windows Autopilot und Intune adressiert die Anforderungen von IT-Abteilungen.

BenQ Instashow VS25: Ohne Apps und Treiber

Mit InstaShow VS25 ergänzt BenQ seine drahtlose Präsentations- und Konferenzsystem-Familie um eine Lösung für mittlere bis große hybride Konferenzräume. Das vollständig hardwarebasierte System arbeitet konsequent ohne Apps, Treiber oder Netzwerkanbindung und ermöglicht Plug-and-Play-Konferenzen per One-Tap-Start.

Unterstützt werden BYOD- und BYOM-Szenarien, 4K-Übertragung mit bis zu 60 fps, 4-fach-Split-Screen sowie Touch-Back-Funktion für interaktive Displays. Der Lieferumfang umfasst einen Empfänger und zwei USB-C-Buttons. Insgesamt ist das System auf bis zu 64 Teilnehmer erweiterbar.

Ein optionales Cloud-Management zur zentralen Geräteverwaltung soll folgen. Sicherheitsseitig setzt BenQ auf WPA3- und WPA3-Enterprise-Verschlüsselung, HDCP-Compliance sowie CVSS-4.0-Zertifizierung.

Die verschiedenen Komponenten des BenQs VS25 nebeneinander, teils mit Antennen und USB-C-Kabeln sowie eine Dockingstation
BenQs VS25 ermöglicht Plug-and-Play-Drahtloskonferenzen – Apps, Treiber oder eine Netzwerkeinrichtung werden dafür nicht gebraucht (Bild: BenQ)

Logitech: KI-Kameras für große und repräsentative Räume

Logitech erweitert sein Portfolio für professionelle Videokonferenzräume mit der Rally AI Camera und der Rally AI Camera Pro. Beide Modelle richten sich an Installationen, in denen hochwertige Bildtechnik, Automatisierung und unauffällige Integration gefragt sind und adressieren größere und komplexere Umgebungen wie Boardrooms, Schulungsräume oder Town-Hall-Flächen.

Die neuen Modelle vereinen laut Logitech „das Beste aus zwei Welten“ – die Bildqualität der beliebten Rally Camera und leistungsstarke Video-Intelligenz, wie sie sonst nur in größeren Logitech-Geräten zu finden sei, jetzt aber kompakt genug für eine elegante Integration in Konferenzräumen sei.

Beide Kameras arbeiten mit einem speziell entwickelten Objektiv, einem 1-Zoll-Sensor und einem Sichtfeld von 115 Grad, um auch bei schwierigen Lichtverhältnissen stabile Bilder zu liefern. Die KI-gestützte RightSight-2-Technologie ist zuständig für automatisches Framing, das Erkennen von Sprechern und Gruppen und die dynamische Anpassung des Bildausschnitts. Auch Rasteransichten mit mehreren Teilnehmenden sind möglich, um ausgewogenere hybride Meetings zu unterstützen.

Die zusätzliche optische Kamera der Rally AI Camera Pro mit 15-fachem Hybridzoom soll Präsentatoren und wichtige Details mit lebensechter Präzision erfassen und dafür sorgen, dass zum Beispiel selbst große Rathäuser eine intime Atmosphäre vermitteln.

Als besonderes Merkmal hebt Logitech die neue In-Wall-Montageoption hervor. Kameras können damit alternativ zur Wand-, Decken- oder Displaymontage direkt in die Wand integriert werden, was eine nahezu unsichtbare Platzierung erlaube. Ein mechanischer Verschluss zeigt klar an, ob die Kamera aktiv ist und adressiert damit Datenschutzanforderungen. Für größere Setups lassen sich mehrere Kameras kombinieren, etwa für Mehrkamera-Ansichten in Microsoft Teams oder Zoom.

Links die Rally AI Camera Pro mit zwei Kameras, rechts die Rally AI Camera mit einer Kamera, beide schwarz
Die Rally AI Camera Pro bezeichnet Logitech als seine bisher intelligenteste Kamera (links), während sich die Rally AI Camera (rechts) besonders dezent in das Raumdesign einfügen soll (Bild: Logitech)

Über die reine Videofunktion hinaus erfassen die Kameras Belegungsdaten und übertragen diese an Logitech Sync. Unternehmen können damit die Raumnutzung analysieren und Flächen effizienter planen. Funktionen wie automatisches Freigeben ungenutzter Räume sollen Leerbuchungen reduzieren.

Die Integration erfolgt per USB oder über eine Ein-Kabel-Verbindung mit dem optionalem Extension Kit. Die Kameras lassen sich mit Logitech-Audiosystemen wie Rally Plus oder mit Drittanbieterlösungen kombinieren. Über Logitech Sync sind Remote-Rollouts, Updates und Fehlerdiagnosen möglich.

Barco: ClickShare als Baustein standardisierter Room Systems

Barco entwickelt seine ClickShare-Familie vom klassischen BYOD-Präsentationssystem weiter hin zu einem Bestandteil vollwertiger, zertifizierter Raumlösungen. Während ClickShare über Jahre vor allem für drahtloses Content Sharing stand, rückt nun die Rolle als integriertes Room-System für standardisierte, zentral verwaltbare Meetingräume ins Zentrum.

Die für Microsoft Teams zertifizierten, gemeinsam mit Sennheiser realisierten ClickShare Hub Room System Bundles wertet Barco als wichtigen Meilenstein seiner Strategie, von Bring-Your-Own-Device-Lösungen (BYOD) zu vollständig integrierten Raumsystemen für hybride Zusammenarbeit zu expandieren

Kombiniert werden der ClickShare Hub Core mit der TeamConnect Bar S für kleinere Räume sowie der Click-Share Hub Pro mit der TeamConnect Bar M für mittelgroße Umgebungen. Beide Varianten zielen auf typische Corporate-Meetingräume, in denen einfache Bedienung und reproduzierbare Qualität wichtiger sind als individuell konfigurierte Sonderlösungen.

Technische Grundlage ist die Microsoft Device Ecosystem Platform (MDEP). Für IT-Abteilungen bedeutet das einheitliche Sicherheits- und Compliance-Standards sowie eine klar definierte Verwaltungsebene.

Clickshare-Komponenten wie Touchdisplay und Videobar
Barco bringt mit ClickShare seine ersten kabellosen Raumsystem-Bundles auf den Markt, die für Microsoft Teams mit Sennheiser zertifiziert sind (Bild: Barco)

Trotz des Schwenks in Richtung Room System bleibt Barcos DNA als Anbieter drahtloser Collaboration sichtbar. Der ClickShare Button ermöglicht weiter das Teilen von Inhalten ohne Softwareinstallation oder komplizierte Netzwerkanmeldung; auch Gäste können Inhalte schnell auf das Raumdisplay bringen.

Barco reagiert auf den Trend, Meetingräume nicht mehr als Einzelprojekte, sondern als standardisierte Infrastruktur zu betrachten. Unternehmen würden heute reproduzierbare Nutzererlebnisse über Standorte hinweg erwarten.

Eine zentrale Rolle in der Barco-Strategie spielt das Partner-Ökosystem: Neben Sennheiser arbeitet Barco mit Logitech und Huddly zusammen. Während Sennheiser vor allem Audioexpertise und Videobars einbringt, stehen Logitech und Huddly für Kameratechnologie und KI-gestützte Videofunktionen. Für Kunden entsteht so ein modularer Baukasten, mit dem sich unterschiedliche Raumgrößen und Nutzungsszenarien abbilden lassen.

Crestron: Plattformansatz für Audio und Video

Crestron hat mit DM NAX Intelligent Audio und 1 Beyond i12D Kamera hat zwei Lösungen vorgestellt, die Unternehmen helfen sollen, professionelle, KI-fähige Meeting-Erlebnisse in großem Maßstab zu schaffen.

Joel Mulpeter, Senior Director of Product Marketing bei Crestron, beschreibt die Leistung der neuen Produkte so: „Mit DM NAX Intelligent Audio und 1 Beyond i12D bieten wir Unternehmen eine einfache, skalierbare Möglichkeit, kristallklaren Ton und ansprechende, intelligente Videos in den Räumen zu implementieren, die täglich genutzt werden, sodass KI-Assistenten jedes Wort hören, Remote-Teilnehmer engagiert bleiben und IT-Teams nicht in Komplexität versinken.“

Zusammen sollen die beiden Geräte netzwerkbasiertes Audio und intelligente Mehrkamera-Video in alltägliche kleine, mittlere und große Besprechungsräume bringen, ohne die Komplexität herkömmlicher kundenspezifischer Systeme.

Die DM NAX Intelligent Audio-Plattform ist ein netzwerkbasiertes Audio-Ökosystem und nutzt die Crestron DM NVX-Technologie für Audio-over-IP, PoE für einfache Ein-Kabel-Verbindungen und AES67-Kompatibilität, um zusätzliche Mikrofone von Drittanbietern wie Sennheiser TeamConnect Ceiling-Lösungen zu integrieren.

Erweiterte DSP-Funktionen – darunter akustische Echounterdrückung (AEC), automatische Verstärkungsregelung (AGC), Rauschunterdrückung und automatisches Mischen – sind in jeder Konfiguration integriert, während die Audiofunktion „Ankunftsrichtung“ es dem System ermöglicht, zu verfolgen, wer spricht. Der Ton ist laut Crestron speziell auf die Unterstützung der Microsoft Copilot-Software abgestimmt, sodass Assistenten und Transkriptionsdienste jedes Wort genau erfassen können.

„Für unsere Händler geht es bei DM NAX darum, die Zeit bis zur Audioübertragung und Rückrufe zu reduzieren“, so Mulpeter. „Sie erhalten PoE-betriebene Geräte, die sich selbst im Netzwerk erkennen, validierte Raumdesigns für jeden Raumtyp und eine Teams-Zertifizierung, die Kompatibilitätsprobleme ausschließt. Es ist eine Plattform, die Sie über Jahre hinweg standardisieren können.“

Die 1 Beyond i12D beschreibt Crestron als „intelligentes Multi-Kamera-Video in einem einzigen Gerät“. Es kombiniert drei 4K-Kameras, darunter zwei PTZ-Optiken mit 12-fachem Zoom. Visual AI ermöglicht Group Framing, Speaker Tracking und verschiedene Bildmodi. Die integrierten Mikrofone dienen allein der Sprecherlokalisierung. Die Kamera ist für Teams Rooms und Zoom Rooms zertifiziert und soll ab Q2 2026 verfügbar sein.

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