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KI-Videoanalyse

Wemolo steuert 4.000 Parkflächen mit 11.000 Kameras

Das Münchner Unternehmen Wemolo bewirtschaftet nach eigenen Angaben inzwischen europaweit 4.000 Parkflächen mit rund 370.000 Stellplätzen – ohne Schranken, Tickets und Personal vor Ort. Grundlage ist ein Netz aus 11.000 Kameras, deren Bilder KI-basiert ausgewertet werden. Täglich sollen so rund 2,5 Millionen Parkvorgänge erfasst werden.

Luftaufnahme eines Parkplatzes mit Kennzahlen-Einblendung: 4.000 Parkflächen, 370.000 Stellplätze, durchschnittlich 30 Prozent Auslastung im Handel, dazu eine Kamera zur Kennzeichenerfassung

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Die Kameras erfassen an den Standorten die Kennzeichen ein- und ausfahrender Fahrzeuge. Die Auswertung prüft laut Wemolo Parkberechtigungen, steuert Bezahlvorgänge und liefert den Betreibern Auslastungsdaten in Echtzeit. Für Eigentümer entfallen damit Wartungskosten für Schrankenanlagen sowie Personalkosten für Kontrollen. Seit der Gründung 2019 hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge knapp zwei Milliarden Parkvorgänge digital abgewickelt. Aktiv ist Wemolo in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen und Italien.

Parkdaten als Standortdaten

Aus den Parkvorgängen entsteht ein Datenbestand zu Auslastung nach Uhrzeit und Wochentag, Verweildauern, Frequenzmustern und dem Anteil von Fremdparkern. Einzelhändler nutzen die Auswertungen etwa für Personalplanung und Öffnungszeiten, Asset und Property Manager für Flächendimensionierung, Nebenkostensteuerung und ESG-Reporting.

„Parkdaten sind Standortdaten“, betont Dominic Winkler, Head of Sales & Business Development Real Estate bei Wemolo. Wer wisse, wie stark und von wem eine Fläche genutzt werde, könne fundiertere Entscheidungen treffen, etwa zu Mietermix, Revitalisierung oder Investitionen in Ladesäulen.

Laut einer aggregierten Zwölfmonatsauswertung der deutschen Standorte lag die durchschnittliche Auslastung der überwiegend handelsgenutzten Flächen während der Öffnungszeiten bei rund 30 Prozent. Freie Kapazitäten lassen sich etwa über Feierabendparken an Anwohner vermieten. Entsprechende Angebote hat Wemolo zuletzt mit Aldi Süd in Krefeld, München, Augsburg und im Allgäu gestartet.

Pkw an einer Tiefgaragenausfahrt ohne Schranke, eine Kamera erfasst das Kennzeichen, ein Display zeigt „Keine offenen Gebühren
Bei der Ausfahrt gleicht das System das Kennzeichen mit dem Parkvorgang ab. Offene Gebühren lassen sich laut Wemolo innerhalb von 24 Stunden online nachzahlen (Kamerastrahl und Displayanzeige sind grafisch ergänzt). (Bild: Wemolo)

Monitoring der gesamten Außenfläche

Über das Parken hinaus geht das 360-Grad-Flächenmonitoring: Kameras erfassen den Zustand der gesamten Außenfläche und erstellen bei Schäden, Schnee oder Müll automatisch Tickets an die zuständigen Dienstleister. Zugleich wird dokumentiert, wie schnell die Aufträge erledigt wurden. Asset und Property Manager, die viele Objekte aus der Distanz betreuen, sollen damit belastbare Nachweise über Objektqualität und Dienstleisterleistung erhalten.

Jakob Bodenmüller, CEO und Mitgründer von Wemolo, resümiert: „Der Parkplatz war die letzte unbewirtschaftete Fläche der Immobilie. Jetzt wird er gesteuert wie jede andere Assetklasse: mit Auslastungsdaten, Erlösmodellen und messbarer Performance.”

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