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Case Study Airport St. Louis

27 Kameras überwachen 6,5 Quadratkilometer Flughafen

Der St. Louis Lambert International Airport hat sein Videosicherheitssystem auf Multifocal-Sensortechnik des Regensburger Herstellers Dallmeier umgestellt. Statt der ursprünglich geplanten mehr als 130 Einzelkameras sind heute lediglich 27 Panomera-Systeme im Einsatz. Abgedeckt werden damit über 6,5 Millionen Quadratmeter Flughafeninfrastruktur. Umgesetzt hat das Projekt der Integrator Tech Electronics.

Kontrollraum mit einer Videowand aus acht Displays, die Vorfeld, Rollwege und Terminalgebäude eines Flughafens zeigen, davor Arbeitsplätze mit mehreren Monitoren.(Bild: Dallmeier electronic )

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Der Flughafen ist der größte im US-Bundesstaat Missouri und fertigte im Jahr 2025 mehr als 15 Millionen Passagiere ab. Angesichts wachsender Passagierzahlen beschlossen die Betriebs- und Sicherheitsteams bereits im Juni 2018, das bestehende System zu modernisieren. Im Fokus standen zum einen die Parkbereiche, zum anderen die vier Start- und Landebahnen, die Rollwege sowie sämtliche Terminalgebäude.

Ursprünglicher Entwurf mit 42 neuen Masten

Die erste Planung sah eine Kombination aus PTZ- und Single-Sensor-Kameras vor. Neben den mehr als 130 Kameras wären dafür über 42 neue Kameramasten samt Infrastruktur für Stromversorgung, Netzwerk und Verkabelung nötig gewesen. Vor allem im Airside-Bereich hätte der gewünschte Überwachungsumfang erheblichen Aufwand verursacht, weshalb Flughafen und Integrator nach einer wirtschaftlicheren Lösung suchten.

Die Lösung fanden sie in den Panomera-Systemen von Dallmeier electronic. Bereits eine einzelne Panomera-Kamera könne große Bereiche hochauflösend erfassen und mehrere Single-Sensor-Kameras samt Infrastruktur ersetzen, unterstreicht David Kulinsky, Deputy Director of Operations and Maintenance am Flughafen. Damit sei schnell klar gewesen, dass die Technologie die wirtschaftlichere Lösung darstelle.

Zwei weiße Überwachungskameras mit der Aufschrift Panomera an einem Mast hinter einem Vogelschutznetz, im Hintergrund Parkflächen und Zufahrtsstraßen eines Flughafens.
Zwei Multifocal-Sensorsysteme an einem Mast erfassen Vorfahrt und Parkflächen. Sie ersetzen laut Hersteller eine größere Zahl herkömmlicher Kameras (Bild: Dallmeier USA)

Zehn Kameras decken Airside-Bereich ab

Das 360-Grad-Überwachungskonzept für die Airside-Flächen realisiert der Flughafen nach Angaben des Herstellers mit lediglich zehn Kameras. Erfasst werden damit Start- und Landebahnen, Rollwege und Vorfeldflächen.

Anders als bei herkömmlichen Konzepten lieferez das System ein durchgängiges hochauflösendes Gesamtbild. Über die Software SeMSy Compact lässt sich in beliebige Bildbereiche digital hineinzoomen, ohne die Gesamtübersicht oder die Aufzeichnung der vollständigen Szene zu verlieren. Das sei ein entscheidender Vorteil gegenüber PTZ-Kameras, die nur den aktuell angesteuerten Bildausschnitt aufzeichnen, betont Kulinsky.

Er sei überrascht gewesen, wie wenige Panomera-Kameras nötig waren, um mehrere PTZ- und Single-Sensor-Kameras zu ersetzen, ergänzt Kevin Hubble, Services Manager bei Tech Electronics. Das Ergebnis sei eine intuitivere Bedienung und eine höhere operative Effizienz.

Vervollständigt wird das System durch mehrere Recording Appliances vom Typ IPS 10000 sowie fünf Bedienarbeitsplätze mit der Client-Software von SeMSy Compact.

KI-Analyse im Ticketbereich geplant

Über die Sicherheitsanwendungen hinaus prüft der Flughafen derzeit den Einsatz der Technik zur Optimierung betrieblicher Abläufe in den Terminals. Vorgesehen ist ein Projekt im Ticketbereich, bei dem ein System vom Typ Panomera V8 KI-gestützte Videoanalysen übernehmen soll, etwa zur Auswertung von Passagierströmen und Wartezeiten. Genutzt werden soll dafür dieselbe Infrastruktur, die bereits für die Überwachung im Einsatz ist.

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