Coda Audio beschallt Hagener Kirche nach Flutschaden
von Redaktion,
Bei der Flutkatastrophe 2021 wurde auch die Kirche am Widey in Hagen schwer beschädigt. Im Zuge der Sanierung hat Ton & Technik Scheffe aus Nümbrecht Raumakustik und Beschallung neu geplant und Systeme von Coda Audio installiert.
(Bild: Matthias Scheffe)
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Große Teile des Gemeindehauses der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde Hagen standen damals unter Wasser. Im Gemeinderaum mussten Decke, Wände und Boden erneuert werden, berichtet Matthias Scheffe, Geschäftsführer von Ton & Technik Scheffe. Dadurch ließen sich Raumakustik und Beschallung von Grund auf neu planen.
Der große Gemeindesaal sei im Verhältnis zu seiner Grundfläche sehr hoch und habe entsprechend lange nachgehallt, erläutert Scheffe. Sein Team führte deshalb Berechnungen durch und entwickelte ein raumakustisches Konzept. „Das Wichtigste bei einem Gottesdienst ist das Verstehen von Sprache“, betont er. Zugleich muss die Anlage Chor und Orgel bewältigen, außerdem treten in den Gottesdiensten regelmäßig Bands auf. Da ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde die Technik bedienen, war zudem ein zuverlässiges und einfach zu bedienendes System gefragt.
Arrayable Point Source im großen Saal
Für eine klassische Punktschallquelle war der Saal laut Scheffe zu groß, für ein Line Array zu klein. Die Wahl fiel daher auf ein kompaktes Arrayable-Point-Source-System. Im großen Saal kommen vier N-APS 90 und zwei N-APS 120 zum Einsatz. In den ultrakompakten Zwei-Wege-Systemen stecken jeweils zwei 6,5-Zoll-Neodym-Treiber und der Ring Diaphragm Curved Wave Driver (RDC) von Coda Audio. Die Kühltechnik Dynamic Airflow Cooling (DAC) des Herstellers soll die Power-Compression reduzieren.
Zwei N-SUB übernehmen den Tieftonbereich. Ein HOPS8i sorgt für die Center-Beschallung, vier D5-Cube dienen als Frontfills. Für Verstärkung, DSP und Lautsprechermanagement kommt unter anderem der netzwerkfähige Vierkanal-DSP-Verstärker LINUS6.4i zum Einsatz.
Im kleineren Saal sorgen zwei HOPS8i und ein 15-Zoll-Subwoofer G15-SUB für die Beschallung. Angetrieben werden sie von einem weiteren LINUS6.4i.
Die Gemeinde sei sehr zufrieden, eine so gute Beschallung habe sie noch nie gehabt, resümiert Scheffe. Probleme bei Chor oder Band und Rückkopplungen bei der Sprachübertragung seien heute deutlich besser beherrschbar. Laut Scheffe plant das Philharmonische Orchester Hagen, den Gottesdienstraum künftig auch für Proben zu nutzen.
Im kleinen Saal sorgen zwei HOPS8i und ein G15-SUB für die Beschallung (Bild: Matthias Scheffe)