Tests von Lightware zufolge belegt jeder USB-C-Port des neuen MacBook Neo von Apple drei der sieben laut USB-Spezifikation verfügbaren Tiers. Andere MacBooks mit M-Prozessoren kommen laut Hersteller typischerweise mit zwei Tiers aus. Die geringere Reserve kann dazu führen, dass Kameras, Mikrofone und weitere Peripheriegeräte in Meetingräumen und AV-over-IP-Systemen nicht erkannt werden. Lightware reagiert mit einer Kombination aus Kabeln, Diagnosewerkzeug und Extender-Lösungen.
(Bild: Lightware Visual Engineering)
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Hinzu kommt Lightware zufolge, dass sich die beiden USB-C-Ports des MacBook Neo in ihren Funktionen unterscheiden. Einer unterstütze USB 3, DisplayPort-Video und Laden, der andere sei auf USB 2 und Laden beschränkt und gebe kein DisplayPort-Video aus. Für Integratoren sei es daher wichtig, diese Unterschiede bereits bei der Systemplanung zu berücksichtigen.
„Ein USB-C-Anschluss mag universell aussehen, die Topologie dahinter ist es aber nicht“, erläutert Gergely Vida, CEO von Lightware. Beim MacBook Neo bleibe weniger Spielraum für zusätzliche Hubs und Extender. Ein scheinbar einfaches System könne so das Tier-Limit erreichen, bevor alle Peripheriegeräte erkannt werden.
USB-Topologie von Anfang an berücksichtigen
Die USB-C-Kabel von Lightware sollen möglichst wenige zusätzliche Tiers im Signalweg verursachen. Die passiven Modelle fügen laut Hersteller praktisch keine Tiers hinzu und unterstützen USB-3.1-Daten, Power Delivery und Video. Für längere Strecken bietet Lightware ein aktives optisches Kabel (AOC), das nur einen Tier belegen und unkomprimiertes 4K60-Video, USB-3.1-Daten sowie Ladefunktion übertragen soll.
Ergänzend steht das Tool USBXpert als Teil des USB20 1GbE Configurators zur Verfügung. Es visualisiert USB-Topologie, Tier-Tiefe, Bandbreite und Gerätestatus und soll so helfen, Engpässe bei Planung und Fehlersuche in Systemen mit vielen angeschlossenen Geräten frühzeitig zu erkennen. USBXpert läuft derzeit nur unter Windows. Bei Mac-basierten Systemen können Integratoren die Topologie daher mit einem Windows-Laptop prüfen.
USB-C im gesamten AV-System
Für die lokale Zusammenarbeit im Meetingraum empfiehlt Lightware Taurus UCX. Es vereint USB-C-Video, Laden, USB-3.1-Daten und Host-Switching auf einer Plattform. Müssen Signale über den Präsentations- oder Displaybereich hinaus übertragen werden, überträgt Taurus TPX unkomprimiertes 4K60-Video, Audio und Steuerung zusammen mit USB-2.0-Daten über ein einzelnes CAT-Kabel bis zu 100 Meter weit.
Für größere, verteilte Umgebungen verteilt Gemini GVN 4K60-Video und USB 2.0 über gemanagte 1G-Ethernet-Infrastruktur an mehrere Endpunkte und Räume, mit nativer USB-C-Unterstützung.
„Es gibt keine Einheitslösung für jede USB-C-Installation“, betont Vida. Der richtige Ansatz hänge von den beteiligten Geräten, der Distanz und der Komplexität des Systems ab. Ziel sei es, Integratoren die Flexibilität zu geben, Kabel, Extender und Diagnosewerkzeuge passend zu kombinieren und dabei den gesamten USB-Pfad im Blick zu behalten. Integratoren können Lightware zudem ihre Liste aus Host, Extender, Switcher und Peripheriegeräten schicken, um den kompletten USB-Pfad vor der Systemabnahme validieren zu lassen.
Auf der leat con 26 vom 6.–8. Oktober in Hamburg ist Lightware in Halle A4 an Stand G14 zu finden: Hallenplan