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ICT, Brompton Technology und INFiLED und AV Stumpfl

Praxisnahe Ausbildung im VFX Lab der Hochschule Hamm-Lippstadt

ICT setzt bei Deutschlands akademischer Virtual-Production-Stage “VFX Lab” der Hochschule Hamm-Lippstadt auf AV Stumpfl, Brompton Technology und Infiled

Virtual Studio(Bild: Florian Schlecht)

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Als die Hochschule Hamm-Lippstadt den Entschluss fasse, ein ehemaliges Lagerhaus in eine virtuelle Produktionsstätte von Weltklasse zu transformieren, wende sie sich an den auf diesem Gebiet spezialisierten AV-Integrator ICT AG und setze auf eine mit Bedacht ausgewählte Technologieplattform. Das Ergebnis sei eines der technisch fortschrittlichsten akademischen VFX-Labore Europas. Es basiere auf Infiled-LED-Wänden, die mit Brompton-Prozessoren und der Pixera-Plattform von AV Stumpfl betrieben würden.

Die 2009 gegründete Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, rund 75 km östlich von Dortmund, werde ins Leben gerufen, um dem Fachkräftemangel in Ingenieur- und angewandten Wissenschaften entgegenzuwirken. Mit Standorten in Hamm und Lippstadt setze sie stark auf praxisnahe Ausbildung, die Studierende optimal auf die Anforderungen der Industrie vorbereite.

Im August 2023 starte die HSHL ein ambitioniertes Projekt: Eine bestehende Lagerhalle solle in ein voll ausgestattetes Visual Effects Laboratory (VFX Lab) umgewandelt werden. Dieses diene gleichzeitig als Virtual Production Stage, Forschungsplattform, Lehrumgebung und Medienproduktionsstätte. Ziel sei es, Studierenden praxisnahe Erfahrungen mit Tools und Workflows der Film-, Broadcast-, Simulations- und Visualisierungsbranche zu ermöglichen. Die Systemarchitektur müsse dabei flexibel, nachhaltig und zukunftssicher sein.

Zur Umsetzung dieses komplexen Projekts hole die HSHL die ICT AG als erfahrenen Integrator an Bord. Vor der Installation der Technik seien umfangreiche bauliche Maßnahmen erforderlich, darunter der Abriss mehrerer Innenwände. Die ICT AG erweitere zudem den ursprünglichen Projektumfang, um das Potenzial der Fläche optimal auszuschöpfen. Das im Juli 2025 fertiggestellte VFX Lab sei das Ergebnis einer 23-monatigen Zusammenarbeit und vereine Technologien von AV Stumpfl, Brompton Technology, Infiled, Vicon, Panther und KinoFlo.

Das VFX Lab bestehe aus drei LED-basierten Bereichen, einem Kontrollraum, einer Motion-Capture-Area, einer 360-Grad-Audioumgebung sowie kompletter Kamera- und Produktionstechnik. Alle Komponenten würden über eine speziell entwickelte Hybrid-Netzwerkarchitektur synchronisiert, die 40 km Glasfaserkabel sowie Genlock-, Timecode- und Dante-Audio-Integration umfasse und eine bildgenaue Synchronisierung ermögliche.

Das Herzstück sei eine 19 m x 4 m große gebogene Infiled-LED-Wand mit Panels der DB- und Xmk2-Serie. (Infiled ist auf der leat con 26 in Halle A4 zu finden!) Mit einem Pixelabstand von 1,56 mm und einer Bildwiederholrate von bis zu 7.680 Hz liefere sie hochauflösende Bilder mit großem Farbraum und hoher Bildrate – ideal für professionelle Filmproduktionen, In-Camera-VFX, Echtzeit-Rendering und immersive Simulationen.

„Virtual Production verändert die kreativen Möglichkeiten der Content-Erstellung grundlegend“, erklärt Anna Ferrer, Marketing Director EMEA & USA bei Infiled. „Hochauflösende Bilder, präzise Farbwiedergabe und sehr hohe Bildraten sind entscheidend für professionelle Workflows und ermöglichen Studierenden praxisnahe Erfahrungen mit modernsten Standards.“

Für die präzise Farbwiedergabe werde Brompton Dynamic Calibration eingesetzt. (Brompton ist auf der leat con 26 ebenfalls in Halle A4 vertreten.)„Dabei wird die Leistung jedes einzelnen Pixels analysiert und entsprechend kalibriert“, erklärt Oliver Dier, Technical Solutions Manager EMEA bei Brompton. „So lassen sich unterschiedliche LED-Panels kombinieren und dennoch ein einheitliches Bild erzeugen.“

Die Steuerung erfolge über zehn Brompton Tessera SX40-Prozessoren sowie 19 XD-Datenverteilungseinheiten. Dank der ShutterSync®-Technologie würden Kamera und LED perfekt synchronisiert – ohne Artefakte oder Farbabweichungen.

Zusätzlich sorge ein KinoFlo-Deckenbeleuchtungssystem mit RGBWW-Technologie für gleichmäßige, broadcasttaugliche Ausleuchtung und präzise Farbsteuerung. Ergänzt werde das Setup durch eine 3 m x 3 m große mobile LED-Wand, die von ICT AG entwickelt werde. Diese motorisierte Konstruktion könne Lasten bis zu zwei Tonnen bewegen, große Objekte wie Fahrzeuge ausleuchten und flexibel positioniert oder geneigt werden.

Ein zentrales Element sei die Herausforderung, verschiedene LED- und Processing-Technologien synchron zu betreiben. Dies werde durch eine maßgeschneiderte Netzwerkarchitektur gelöst.

Die zentrale Steuerung des gesamten Systems übernehme die Pixera-Software von AV Stumpfl. Sie ermögliche die synchronisierte Wiedergabe sämtlicher Inhalte und sei eng mit Unreal Engine 5 integriert. Der Kontrollraum vereine Medienserver und leistungsstarke Rendering-Systeme in einer zentralen Benutzeroberfläche. „Pixera wurde entwickelt, um selbst höchste Anforderungen zu erfüllen – heute und in Zukunft“, sagt Rainer Brandstatter, Head of Marketing bei AV Stumpfl. (AV Stumpfl ist auf der leat con 26 ebenfalls in Halle A4 zu finden.)

Das Labor verfüge außerdem über ein Motion-Tracking-System von Vicon mit 22 Kameras, das Bewegungen in Echtzeit erfasse und in Unreal Engine übertrage. Kamerasysteme von Arri und Sony sowie ein 360-Grad-Audiosystem mit Dolby Atmos rundeten die Ausstattung ab.

Auch Nachhaltigkeit spiele eine zentrale Rolle: Das Labor sei mit der Photovoltaikanlage der Hochschule verbunden und nutze energieeffiziente ColdLED-Technologie, die die Wärmeentwicklung deutlich reduziere.

Professor Stefan Albertz fasst zusammen: „Das VFX Lab ist ein hochmodernes System in allen Bereichen. Es ermöglicht uns, Studierenden eine praxisnahe Ausbildung auf höchstem Niveau zu bieten.“ Auch nach der Installation unterstütze ICT AG den Betrieb mit Monitoring, Wartung und technischem Support.

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