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Case Study

Tateside stattet Londoner Kirche mit dezenter Audiotechnik aus

Die Dawliffe Hall Educational Foundation (DHEF) hat in einem Neubau im Westen Londons Wohnräume und mehrere Andachtsräume eingerichtet. Die Audiotechnik hat der Integrator Tateside geplant und installiert. Die Schwerpunkte lagen auf Sprachverständlichkeit, Barrierefreiheit und einer möglichst unauffälligen Integration. Die DHEF ist eine kirchliche Stiftung, die Mädchen, Frauen und Familien unterstützt.

Altar mit vergoldeter Holzvertäfelung, drei Tafelbildern, sechs silbernen Kerzenleuchtern und einem Kruzifix, seitlich zwei beleuchtete Glasfenster mit lateinischen Schriftbändern(Bild: Tateside)

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Auf Tateside kam das italienische Architekturbüro Sabbadin Corti zu, mit dem der Integrator bereits zusammengearbeitet hatte. Obwohl das Gebäude neu ist, weist die Hauptkirche viele traditionelle Elemente auf, darunter Wandvertäfelungen aus einem anderen Gotteshaus, berichtet Jack Cornish, Director bei Tateside. Die Technik habe sich in diese Mischung aus modernem Design und historischem Charakter einfügen müssen.

Line Arrays auf 3D-gedruckten Keilen

Marmorboden, Holzvertäfelung und andere harte Oberflächen machen die Akustik anspruchsvoll. Eine kontrollierte Abdeckung und gute Sprachverständlichkeit waren daher entscheidend. Viele Besucher sind zudem auf Hörunterstützung angewiesen, und Personal und Ehrenamtliche sollten die Anlage einfach bedienen können.

In der Hauptkirche kommen zwei ultraschlanke Line-Array-Lautsprecher vom Typ K-array Vyper-KV102 II zum Einsatz. Statt herkömmlicher Wandhalterungen montierte das Team sie auf maßgefertigten Keilen aus dem 3D-Drucker. So ließ sich der Winkel präzise einstellen, ohne dass die Lautsprecher weit in den Raum ragen, berichtet Cornish. Zwei Subwoofer vom Typ K-array Rumble-KU26 sind in eigens gebauten Gehäusen verborgen.

Für die Sprachübertragung sorgen Schwanenhalsmikrofone vom Typ Shure MX412/S. Hinzu kommt eine Induktionsschleife von Ampetronic. Über ein Wandpanel von AUDAC lässt sich Musik per Bluetooth zuspielen.

Mit zwei Wand-Bedienfeldern von Bose werden in den beiden Audiozonen Quellen gewählt, Lautstärken geregelt und Mikrofone gesteuert. Im angrenzenden Oratorium sind zwei kompakte Fullrange-Lautsprecher vom Typ K-array GH4W in dieselbe Bose-DSP-Plattform eingebunden. Der Raum lässt sich so eigenständig betreiben oder mit der Hauptkirche Mikrofone und Zuspielquellen teilen.

Kopfhörer im Beichtstuhl

Im Beichtstuhl hätte eine Induktionsschleife über den Raum hinaus abstrahlen können, Gespräche wären dann womöglich mitzuhören gewesen. Tateside installierte daher auf jeder Seite ein verdecktes In-Wall-Mikrofon von Clockaudio. Gehört wird über geschlossene Kopfhörer vom Typ Sennheiser HD25 mit eigenen Kopfhörerverstärkern.

Das Signal läuft über den Bose-DSP, wo Kompression und weitere Bearbeitung die Sprachverständlichkeit verbessern. Jeder Nutzer kann die Lautstärke individuell einstellen. Die Lösung sei zwar eher traditionell, funktioniere aber sehr gut und wahre die Privatsphäre, unterstreicht Cornish.

Weiße Kassettendecke mit achteckigen Feldern, Einbaustrahlern und einem quadratischen Deckenlautsprecher, darunter ein runder Kristallkronleuchter
Ein Bose-Lautsprecher in der Kassettendecke (Bild: Tateside)

Ein Lautsprecher für die verzierte Decke

Das zweite Oratorium im Untergeschoss hat aufwendige architektonische Details und eine dekorative Kassettendecke. Um dort nicht mehrere sichtbare Lautsprecher einzubauen, setzte Tateside einen einzelnen Bose EdgeMax EM180-LP in die Nähe des erhöhten Sprecherbereichs. Dank 180 Grad Abdeckung soll er den gesamten Raum von einer Position aus versorgen.

Ein festes Rednerpult gibt es nicht. Stattdessen kommt ein tragbares Mikrofon vom Typ Catchbox Clip mit Ladestation zum Einsatz. Bluetooth-Zuspielung, Wandsteuerung und eine Induktionsschleife von Ampetronic ergänzen das System.

Den Besprechungsraum im Untergeschoss hat Tateside für hybride Meetings ausgestattet. Dort stehen ein 75-Zoll-4K-Display von Iiyama, eine Yealink MeetingBar A40, zwei Funkmikrofone und ein Touch-Controller für Microsoft-Teams-Meetings bereit.

Tateside habe bei diesem Projekt auf seine Erfahrung mit hochwertigen Wohnprojekten zurückgreifen können, erklärt Cornish. Jeder Raum habe eigene Herausforderungen gestellt. Entstanden sei ein sorgfältig integriertes System, das im gesamten Gebäude klaren Klang liefere, ohne von der Architektur abzulenken.

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