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Videoschutzsystem von Staige

Polizei Berlin setzt am Kotbusser Tor auf Videosystem mit KI

Die Polizei Berlin setzt am Kottbusser Tor ein KI-gestütztes Videoschutzsystem von Staige ein. Die Lösung analysiert Kamerabilder in Echtzeit und soll sicherheitsrelevante Situationen erkennen, ohne dabei Personen zu identifizieren. Weitere Standorte für das datenschutzkonforme System made in Germany – wie die Warschauer Brücke und der Alexanderplatz – sollen schrittweise folgen.

Symbolbild von Kamera auf blauem Hintergund auf einer Landingpage der Polizei Berlin(Bild: Polizei Berlin)

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Staige hatte sich mit seiner Lösung in einem europaweiten Vergabeverfahren durchgesetzt. Die semantische KI arbeitet ohne Gesichtserkennung und analysiert stattdessen das gesamte Kamerabild sowie darin erkennbare Verhaltensmuster und Zusammenhänge. So soll das System beispielsweise alltägliche Bewegungen wie Joggen oder Fahrradfahren von Situationen mit Anzeichen körperlicher Gewalt unterscheiden können.

Am Ende entscheidet immer ein Mensch

Erkennt das System eine potenziell gefährliche Situation, wird diese automatisch gemeldet. Das Leitstellenpersonal bewertet anschließend die Lage und entscheidet, ob Einsatzkräfte entsandt werden. Die KI selbst löst keine polizeilichen Maßnahmen aus.

Jan Taube, CEO von Staige, steht vor einem großformatigen Bild an einer weißen Wand.
Jan Taube, CEO von Staige, unterstreicht die datenschutzkonforme Konzeption der Videoüberwachsungslösung (Bild: Staige)

Staige betont, seine Technologie konsequent im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung und den Vorgaben des EU AI Act zu entwickeln. Anonymisierung und Datensparsamkeit seien von Beginn an in die Systeme integriert („Privacy by Design“).

Die Bilddaten werden lokal verarbeitet und nicht als Rohdaten in die Cloud übertragen. Die Speicherung erfolgt verschlüsselt und zweckgebunden nach § 24e ASOG Berlin. Nach einem Monat werden die Daten automatisch gelöscht.

„Unser Ziel ist es, gefährliche Situationen frühzeitig sichtbar zu machen, damit die Polizei schneller reagieren kann. Dabei bleibt die Entscheidung über konkrete Maßnahmen jederzeit beim Menschen“, unterstreicht Jan Taube, CEO von Staige. „Unsere Technologie hilft der Polizei, an Orten wie dem Kottbusser Tor schneller auf echte Gefahrensituationen zu reagieren, Fehlalarme zu reduzieren und Ressourcen gezielt einzusetzen. Entscheidend ist für uns: Sicherheit darf nur im Einklang mit Datenschutz, Freiheitsrechten und den strengen europäischen Regeln für KI entstehen.“

Flexible Integration in bestehende Videosysteme

Das Edge-KI-System lässt sich laut Hersteller unabhängig vom Kamerafabrikat in bestehende Videosysteme integrieren. Alternativ bietet Staige die Lösung zusammen mit Kamerahardware als Komplettsystem an.

Neben Anwendungen im öffentlichen Raum sieht das Unternehmen Einsatzmöglichkeiten unter anderem beim Perimeterschutz von Industrie- und KRITIS-Standorten.

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