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Gartner-Umfrage

Nur 22 Prozent skalieren KI über mehrere Geschäftsbereiche

Unternehmen investieren weiter kräftig in künstliche Intelligenz, doch die unternehmensweite Skalierung bleibt bislang die Ausnahme. Laut einer Gartner-Umfrage haben erst 22 Prozent KI erfolgreich auf mehrere Geschäftsbereiche ausgeweitet oder einen „AI-first“-Ansatz eingeführt. 85 Prozent der Funktionsverantwortlichen wollen ihre KI-Ausgaben 2026 dennoch erhöhen.

Gartner-Grafik zu den Zielen von KI-Initiativen: 75 Prozent nennen Produktivitätssteigerungen und 55 Prozent Kostensenkungen als zentrale Ziele.
Produktivitätssteigerungen sind mit 75 Prozent das mit Abstand häufigste Ziel der KI-Initiativen in den untersuchten Geschäftsbereichen. Es folgen Kostensenkungen mit 55 Prozent (Bild: Gartner (n = 1.303 Führungskräfte aus zehn Unternehmensbereichen. Befragt zu den wichtigsten Zielen ihrer KI-Initiativen 2025. Quelle: Gartner C-Suite AI Survey 2026.))

Für die Untersuchung befragte Gartner zwischen Januar und April 2026 insgesamt 1.303 Verantwortliche aus Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2025 flossen im Durchschnitt bereits zwölf Prozent der jeweiligen Funktionsbudgets in KI.

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85 % der Funktionsverantwortlichen planen, ihre Ausgaben im Jahr 2026 zu erhöhen. Bereits 2025 hatten sie durchschnittlich 12 % ihres jeweiligen Funktionsbudgets für KI aufgewendet. Rund elf Prozent der Unternehmen wissen allerdings nicht, wie viel ihr jeweiliger Geschäftsbereich 2025 für KI ausgegeben hat.

Gartner sieht darin ein Risiko, wenn die Investitionen weiter steigen. Unternehmen, die den Return on Investment ihrer KI-Projekte kontinuierlich erfassen, die Initiativen als Portfolio betrachten und Mittel aus schwachen Projekten umschichten oder diese einstellen, meldeten bei 81 Prozent ihrer KI-Initiativen einen positiven ROI. Bei Unternehmen mit weniger konsequentem Controlling war dagegen bei 29 Prozent der Initiativen die Rendite unbekannt.

Produktivität steht im Vordergrund

Das wichtigste Ziel der KI-Investitionen ist derzeit Produktivität. 75 Prozent der befragten Funktionsverantwortlichen nennen Produktivitätssteigerungen als wesentliches Ziel. Im Durchschnitt entfallen darauf rund 30 Prozent der KI-Ausgaben eines Geschäftsbereichs. Andere Ziele wie Umsatzsteigerung, Risikomanagement oder Innovation folgen mit deutlichem Abstand.

Gerade im IT-Bereich zeigt sich laut Gartner allerdings eine Diskrepanz zwischen häufig verfolgten Anwendungen und solchen mit positiver Rendite. Zu den populärsten IT-Anwendungen gehören die Erkennung und Abwehr von Cyberbedrohungen sowie die Automatisierung des IT-Service-Desks mit jeweils 54 Prozent und automatisierte Codegenerierung und Refactoring mit 44 Prozent.

Bei den Anwendungen mit positivem ROI liegen dagegen intelligente IT-Asset- und Kostenoptimierung mit 40 Prozent, die Erzeugung synthetischer Daten mit 28 Prozent sowie automatisierte Codegenerierung und Refactoring mit 23 Prozent vorn. Gartner sieht darin einen Hinweis darauf, dass weniger verbreitete, gezielt auf konkrete Geschäftsanforderungen zugeschnittene Anwendungen teilweise besser messbare Ergebnisse erzielen als besonders populäre KI-Use-Cases.

KI-Ausgaben steigen um fast 50 Prozent

Die weltweiten Ausgaben für KI werden laut Gartner, Inc.  im Jahr 2026 voraussichtlich 2,7 Billionen US-Dollar erreichen. Dies entspricht einem Anstieg von 49,5 % gegenüber dem Vorjahr.

„Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur, darunter KI-optimierte IaaS-Angebote, KI-optimierte Server, KI-Netzwerkinfrastrukturen, Halbleiter und Geräte zur KI-Verarbeitung, bleibt angesichts der erwarteten künftigen Workloads hoch. Auch der Preisdruck durch steigende Speicherkosten kann daran kaum etwas ändern“, sagte John-David Lovelock, Distinguished VP Analyst bei Gartner. „Der Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten für KI ist das größte Infrastrukturprojekt, das die Menschheit je in Angriff genommen hat. Der Kapazitätsausbau durch Hyperscaler und Dienstleister, die KI-optimierte Server anschaffen, wird auch weiterhin den mit Abstand größten einzelnen Ausgabenposten darstellen.“

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