Digital Imaging and Communications in Medicine

Der DICOM Standard

Das Kürzel DICOM steht für Digital Imaging and Communications in Medicine. DICOM ist ein offener Standard zur Speicherung und zum Austausch medizinischer Bilddaten. Die meisten Hersteller von bildgebenden medizinischen Systemen, wie Röntgengeräte, Magnetresonanztomographen oder Computertomographen setzen auf den DICOM-Standard bei der Bilddatenverarbeitung in ihren Produkten.

Medical-Projektor-im-Konferenzraum
Medical-Projektor im Konferenzraum (Bild: Markus Tischner)

Für die Projektion medizinischer Bilder spielt der Teil 14 der DICOM-Spezifikation „Grayscale Standard Display Function“ die entscheidende Rolle (hier online abrufbar). Bei herkömmlichen Projektoren gehen häufig feine Details in den Graustufen aufgrund einer zu kontrastreichen Darstellung verloren. In der DICOM-Spezifikation wird das Graustufenverhalten durch eine exakt definierte Gammakurve festgelegt, die speziell auf die Bedürfnisse schwarz-weißer Darstellungen bildgebender medizinischer Systeme ausgelegt ist.

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Bei DICOM-konformen Medical-Projektoren kann die Gamma-Kurve unter den herrschenden Lichtverhältnissen mit Hilfe eines Kalibrationssystems genau auf die DICOM-Spezifikation angepasst werden. Im praktischen Einsatz werden die Gammawerte regelmäßig überprüft und bei Bedarf nachkalibriert.

Manche Projektoren simulieren den DICOM-Modus mit einem entsprechenden „DICOM-Preset“. Hierbei wird zwar eine DICOM-Gammakurve angelegt. Allerdings wird der Projektor dabei nicht kalibiriert und das Preset kann sich nicht auf die herrschenden Lichtverhältnisse beziehen. Geräte, die nur das DICOM-Preset anbieten, sind somit zwar besser als unkalibrierte Geräte, bieten jedoch keine hundertprozentige DICOM-Konformität.

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