Produkt: Bose F1 Model 812 im Test
Bose F1 Model 812 im Test
Die passiven Lautsprecher Bose F1 Model 812 im Test!
Kristallklare Ruhe auf den Ohren

Übersicht Collaboration Headsets

Im Büro mit mehreren Personen, im Zug, im Homeoffice zwischen den Kindern oder in einem belebten Café an einer Webkonferenz teilnehmen, einem Online-Seminar folgen oder einfach telefonieren und dabei dennoch seine Ruhe haben? Die Gegenstelle trotzdem einwandfrei verstehen und selbst auch so verstanden werden, als wenn man sich gegenübersitzt? Das versprechen moderne Collaboration Headsets mit Rauschunterdrückung und Echo Cancellation sowie auf das persönliche Hörempfinden angepasstes Sound Processing. Wir geben einen Überblick aktueller Produkte auf dem Markt.

(Bild: Dieter Stork)

Übersicht:

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Bose Noise Cancelling Headphones 700 UC

Das Bose 700 UC Headset hat ein schlankes, schlichtes, aber dennoch stylisches Design. Es sitzt sehr angenehm auch bei längerem Tragen auf den Ohren. Es bietet auch ohne Mikrofonarm einen außerordentlichen Klang bei der Gegenseite. (Bild: Dieter Stork)

Vor Kurzem hat Bose seine Produktreihe Bose Work gestartet, die eine ganze Serie von Unified Collaboration Tools beinhaltet. Zu dieser gehört auch das Collaboration Headset 700 UC, welches in Kürze in den Farben Schwarz sowie Silber verfügbar und für Microsoft Teams zertifiziert sein wird. Ein adaptives Mikrofonsystem mit acht Mikrofonen isoliert dabei die Stimme und sorgt für eine natürliche Sprachwiedergabe. Die Geräuschunterdrückung kann in zehn Stufen reguliert oder ausgeschaltet werden. Dabei lassen sich die Umgebungsgeräusche entweder nahezu völlig unterdrücken oder mit jeder Stufe etwas mehr in das Audiosignal hereinmischen – so viel, wie man noch um sich herum mitbekommen möchte.

Für die Nutzung mit PCs oder Laptops liegt ein USB-Link Bluetooth-Modul bei, um eine kabellose Verbindung mit dem Rechner zu gewährleisten. Per Bluetooth lassen sich zwei Endgeräte verbinden, so dass neben dem Rechner auch das Mobiltelefon gleichzeitig verbunden sein können. So kann man einerseits an einer Webkonferenz teilnehmen oder auch einen Telefonanruf annehmen, ohne die Verbindung zum Headset trennen und mit dem anderen Gerät aufnehmen zu müssen.

Bose verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden. Beim Einschalten gibt der Kopfhörer stets seine aktuelle Restlaufzeit an. Im Praxistest konnten wir bei ausgiebiger Nutzung eine Akkulaufzeit zwischen 15 und 18 Stunden erreichen. Das Nachladen erfolgt über eine USB-C Schnittstelle.

Obwohl man die Ohrmuscheln des Bose 700 UC Headsets nur eindrehen, aber nicht einklappen kann, lässt sich dieses äußerst platzsparend im mitgelieferten Hardcase verstauen. Ein Fach für Kabel befindet sich auch noch darin. (Bild: Dieter Stork)

Das Bose HP 700 UC bietet ein komfortables und leichtes Design, welches trotz des Edelstahl-Kopfhörerbügels angenehm zu tragen ist. Die Ohrmuscheln sind sehr weich gepolstert und speziell angewinkelt, um den Tragekomfort zu erhöhen.

Dank aktivem Equalizer kann das Hörerlebnis noch weiter verbessert werden und für einen kraftvollen, intensiven Klang sorgen. Über die App kann der integrierte Soundprozessor an die eigenen Hörgewohnheiten angepasst werden.

Die Bose Noise Cancelling Headphones 700 UC haben eine unverbindliche Preisempfehlung von 450,– €.

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Beyerdynamic Lagoon ANC Traveler

Der Lagoon ANC Traveler ist ein geschlossener Bluetooth-Kopfhörer mit digitalem Active Noise Cancelling (ANC), der in Schwarz und Grau/Braun erhältlich ist. Beyerdynamic verspricht herausragende Klangeigenschaften mit und ohne eingeschaltetem ANC. Dies soll unter anderem auch durch die Mosayc Klang-Personalisierung erreicht werden, die über die zugehörige App erfolgt und das Klangbild an das individuelle Hörvermögen anpasst. Um die Sprachverständlichkeit zu optimieren, wird auf Qualcomms cVc Technologie zurückgegriffen, die Störgeräusche am Mikrofon vermindert.

Mit dem Beyerdynamic Lagoon ANC Traveler befindet sich ein schlankes, unauffälliges und hochwertiges Headset in dieser Übersicht, welches nicht als UC-Lösung konzipiert, aber gerade für Gespräche unterwegs sehr gut geeignet ist. Wegen des fehlenden USB-Dongles sollte es an Laptops oder festen Rechnern nur an einer Bluetooth-5.0-Schnittstelle verwendet werden, um die volle Audioqualität zu gewährleisten. (Bild: Dieter Stork)

Das drahtlose Beyerdynamic Headset ist nicht explizit als Collaboration Headset entwickelt worden, steht nach Ansicht der Redaktion jedoch den anderen Kandidaten dieser Übersicht in nichts nach. Es fehlt lediglich ein USB-Dongle, der eine sicherere Verbindung ermöglichen würde. Bei einer Verbindung mit aktuellen Bluetooth-5.0-Endgeräten sollte sich das Headset jedoch einwandfrei nutzen lassen.

ANC lässt sich bei diesem Headset in zwei Stufen regeln und ausschalten. Hierbei liefert Stufe 1 eine sehr gleichförmige Unterdrückung über einen weiten Frequenzbereich bis in die Mitten hinein. Im Zusammenspiel mit der bereits sehr effektiven passiven Geräuschdämpfung ist Stufe 1 besonders für Lärm wie Sprache, Haushaltsgeräusche und Ähnliches optimiert. Stufe 2 verfolgt einen anderen Ansatz. Ziel ist es, tieffrequente Bereiche wie das Rauschen und Brummen von Flugzeug-, Bus- oder Bahnlärm zu dämpfen. Diese Stufe ist im Bassbereich und bei tiefen Mitten besonders effektiv. Außerdem ist es für das Ohr und die Gesundheit zuträglich, Lärm über einen längeren Zeitraum zu dämpfen.

Beyerdynamic gibt die Akkulaufzeit mit deaktiviertem ANC mit bis zu 45 Stunden sowie bei aktiviertem ANC mit bis zu 24,5 Stunden an. Ein Light Guide System, welches durch eine mehrfarbige LED-Beleuchtung innerhalb der Ohrmuscheln realisiert wird, soll die Bedienung durch visuelle Signale erleichtern. Wenn man den Kopfhörer abnimmt, zeigt die Lichtfarbe Statusmeldungen wie Akkustand oder Bluetooth-Verbindung. Das Light Guide System wird deaktiviert, sobald das Headset aufgesetzt wurde.

Besonderer Clou beim Beyerdynamic Lagoon ANC Traveler ist das Light Guide System, das dem Nutzer mit verschiedenen Farben und Blink-/ Leuchtmustern den Zustand des Gerätes darstellt, sobald das Headset abgenommen wird. Als einer von wenigen Kandidaten im Test kann das Beyerdynamic Headset auch passiv mit einem Miniklinkenkabel betrieben werden. (Bild: Dieter Stork)

Auf der rechten Ohrmuschel befindet sich ein Touchpad, über das sich die wesentlichen Funktionen intuitiv per Fingergeste steuern lassen. Unter anderem lässt sich hierüber der Voice-Assistant des Endgeräts, z. B. Siri, Alexa, Cortana oder Google Assistant, aufrufen. Aber auch die Einstellung der Lautstärke, das Annehmen/Ablehnen/Beenden sowie das Makeln von Anrufen und die Steuerung der Audiowiedergabe lassen sich hier vornehmen.

Zum Lieferumfang gehört ein Hardcase, in das der Kopfhörer platzsparend verstaut werden kann, sowie ein 3,5-mm-Klinken-Audiokabel, mit der das Headset auch analog zu betreiben ist. Außerdem liegt ein USB-C-Ladekabel bei. Das Beyerdynamic Lagoon ANC Traveler kann zur unverbindlichen Preisempfehlung von 291,46 € im Handel bezogen werden.

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Jabra Evolve2 85

Das Evolve2 85 Collaboration Headset wurde für ungestörtes Arbeiten entwickelt, welches durch herausragende Geräuschisolierung mit dem neusten Jabra-Chipsatz erreicht werden soll.

Das Jabra Evolve2 85 Headset besticht vor allem mit seinem ausklappbaren Mikrofonarm, welches vor allem in lauten Umgebungen einen kleinen Vorteil bietet, da die Stimme so mehr im Zentrum steht. Das Design ist schlicht gehalten, wirkt aber insgesamt schon massiv. Es lässt sich jedoch sehr angenehm tragen. Über eine stylische Ladeschale kann das Headset nach dem Absetzen sehr bequem wieder aufgeladen werden. (Bild: Dieter Stork)

Über ein integriertes Busylight soll in alle Richtungen gut sichtbar per roter LED signalisiert werden, dass man sich gerade in einem Gespräch oder Meeting befindet, und so vor Störungen durch Kollegen schützen. Das Busylight kann per Tastendruck de-/aktiviert werden.

Die Audioqualität wird vor allem durch Jabras digitalen Chipsatz sowie durch den aktuellen AAC-Codec geprägt. Zwei leistungsstarke 40-mm-Lautsprecher bringen den Klang dann auf die Ohren. Über eine intelligente 10-Mikrofon-Technologie und Jabras Algorithmen für die digitale Signalverarbeitung soll die Anrufqualität vor allem in dyna mischen und lärmintensiven Umgebungen verbessert werden. Jabra kombiniert hierbei in den Hörmuscheln integrierte Mikrofone für eine Verständigung unterwegs mit einem ausklappbaren Mikrofonarm für Gespräche zum Beispiel im Büro.

Die Akkukapazität gibt Jabra mit bis zu 37 Stunden an, die bei 2,5 Stunden Ladedauer erreicht werden; bei 15 Minuten Ladedauer sollen bereits 8 Stunden Laufzeit möglich sein.

Ein USB-Bluetooth-Dongle gehört fest zum Lieferumfang des Jabra Evolve2 85, die stylische Ladeschale kann im Set mit dazuerworben oder auch weggelassen werden. In den Ohrmuscheln sind rote LED-Ringe (Busy-Light) eingelassen, die Kollegen im Büro signalisieren sollen, wenn man sich in einem Gespräch befindet und nicht gestört werden möchte. (Bild: Dieter Stork)

Das Evolve2 Headset wurde ergonomisch für einen hohen Tragekomfort designed und mit weichen Ohrkissen aus Memory-Schaumstoff kombiniert sowie mit selbstjustierenden Hörmuschel-Drehgelenken ergänzt.

Jabra verspricht eine Kompatibilität mit allen führenden UC-Plattformen. Für Microsoft-Teams-Nutzer wird eine Teams-zertifizierte Variante angeboten. Der im Lieferumfang befindliche Jabra Link380 UC USB-Dongle ist sowohl in einer USB-A- als auch einer USB-C-Variante verfügbar.

Das Jabra Evolve2 85 ist zu folgenden UVP brutto Preisen erhältlich: USB-A oder USB-C, UC oder MS Teams optimiert, Stereo – Black oder Beige: 543,29 €; zusätzlich mit Ladestation: 603,79 €.

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Epos |Sennheiser Adapt 660

Das Sennheiser Communications Portfolio für Office und Gaming wurde vor einiger Zeit an Epos überführt, und Herstellung sowie Vertrieb werden nun über den dänischen Audio- und Hörgerätekonzern Demant A/S als Co-Branding Epos |Sennheiser laufen. Epos hat wie auch Sennheiser eine hervorragende Expertise, was Kopfhörer und Headsets angehen, so dass hier durchaus hohe Erwartungen erfüllt werden können.

Sennheiser bzw. EPOS bietet mit dem Adapt 660 ebenfalls ein UC-Headset an, welches auch hohe Ansprüche erfüllen kann. Es kommt mit sehr wenigen Schaltern bzw. Tasten aus und wird hauptsächlich über Gesten und die zugehörige App bedient. (Bild: Dieter Stork)

Das Adapt 660 Headset verspricht maximale Konzentration und Produktivität an jedem Ort und zu jeder Zeit. Dies soll durch die Epos AI, einer KI, ermöglicht werden, die kristallklare Sprachverständlichkeit sowie hervorragenden Stereoklang verspricht und ein adaptives ANC über vier Mikrofone bietet. Die Umgebungsgeräusche werden durch das ANC-System überwacht; die Stärke der Geräuschunterdrückung wird adaptiv geregelt. Auch Windgeräusche im Freien werden reduziert.

Mithilfe der Epos Voice-Technologie kann das ANC-System Umgebungsgeräusche auch bewusst mit in das Audiosignal einarbeiten (Hearthrough-Funktion). Dies sorgt dafür, dass Gespräche mit Teilnehmern geführt werden können, ohne das Headset abnehmen zu müssen, oder Ansagen an Bahnhöfen und Flughäfen nicht verpasst werden. Über einen Schalter an der rechten Ohrmuschel lässt sich das ANC in zwei Stufen regulieren oder ausschalten. Auf Stufe 1 läuft die adaptive Regelung, und die Intensität der Geräuschunterdrückung kann über die App stufenlos angepasst werden. Stufe 2 regelt das ANC auf Maximum.

Das UC-optimierte Headset soll durch via Machine Learning entwickelte Algorithmen eine herausragende Mikrofonleistung und ein natürliches Hörerlebnis erzeugen. Für die Sprachverständlichkeit sorgen drei Sprachmikrofone, die in den Kappen der Ohrmuscheln eingelassen sind. Für weitere Klangoptimierungen lässt sich das Headset individuell auf das eigene Hörerlebnis abstimmen. Es stehen Apps für Android und iOS zu Verfügung, mit denen einige Anpassungen vorgenommen werden können. Eine Software für Windows erlaubt tiefergehende Einstellungen und Firmware-Updates. Eine Mac-Version soll in Kürze erscheinen.

Für eine einfache Integration in Microsoft-Teams-Umgebungen ist das Adapt 660 Teams-zertifiziert, ein kleiner blauer Knopf an der Rückseite der rechten Ohrmuschel öffnet nach Betätigung die Teams App auf dem verbundenen Endgerät, wenn der beiliegende BTD 800 USB-Dongle benutzt wird. Für das beste UC-Erlebnis sollte der USB-Dongle bei Nutzung eines PC verwendet werden.

Als einziges Headset bietet das Epos | Sennheiser Adapt 660 einen Bluetooth-Schalter, mit dem dieses in den Flugmodus versetzt werden kann. Ein Betrieb per Kabel ist dann weiterhin möglich. USB Bluetooth soll eine stabilere Verbindung zum Rechner ermöglichen und erlaubt zusätzliche UC Features. Falls man bei zu vielen verbundenen Geräten mal die Verbindung zum Dongle verliert, besitzt dieser eine Taste, um die Kopplung wiederherzustellen. (Bild: Dieter Stork)

Außerdem bietet es eine Sprachunterstützung durch Amazon Alexa, welche zum Beispiel an Meetings erinnern und Termine organisieren kann. Epos bietet zudem eine kostenlose und lizenzfreie, cloudbasierte Software zur zentralen Verwaltung von Softwareupdates und für Einstellungen aller Headsets in einer UC-Umgebung. Zusätzlich bietet die Software Auswertungen und Statistiken. Es gibt auch die Möglichkeit, die Lösung OnPrem zu nutzen.

Im Lieferumfang befindet sich ein Hardcase, in welchem das Headset– platzsparend zusammengefaltet – transportiert werden kann. Neben dem erwähnten USB-Dongle liegen dem Adapt 660 noch ein USB- und ein Miniklinkenkabel bei. Ein- und ausgeschaltet wird über das Ein- und Ausdrehen der Ohrmuscheln am Bügel. Epos gibt die Akku-Laufzeit mit bis zu 30 Stunden an, und die Ladezeit beträgt 3 Stunden. Die Reichweite soll bis zu 25 m betragen. Bei schwachem Akku kann das Headset auch über ein Audiokabel betrieben werden, in diesem Fall ohne ANC oder andere elektronische Unterstützung.

Zu einem UVP-Preis von 399,–€ kann das Epos |Sennheiser Adapt 660 Headset im Handel bezogen werden.

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Poly Voyager 8200

Volle Konzentration durch Ausblendung störender Umgebungsgeräusche verspricht Poly mit seinem UC-Headset Voyager 8200. Auch bei diesem Modell sorgt ANC mit vier gepaarten Mikrofonen für die Unterdrückung unerwünschter Geräusche. Dabei soll das Headset mit Stil und Komfort sowohl bei Telefon- und Webkonferenz-Gesprächen als auch beim Musikgenuss überzeugen.

Plantronics Poly Voyager 8200 hat ein sehr dominantes Design mit Holzimitat-Applikationen an den Seiten der Ohrmuscheln und verfügt über die meisten Knöpfe und Tasten. Während auf der rechten Seite eine Taste für die Anruffunktionen (Gesprächstaste) eingelassen wurde, finden sich auf der linken Tasten für die Steuerung von Mediaplayern sowie ein großes Rad zum Einstellen der Lautstärke. Zur Kopplung mit einem mobilen Endgerät wurde auch eine NFC-Schnittstelle verbaut. (Bild: Dieter Stork)

Das Design verzichtet auf einen Mikrofonarm, dennoch soll die Stimme durch zwei gepaarte omnidirektionale Mikrofone an den zum Mund gerichteten vorderen Kanten der Ohrmuscheln im Fokus bleiben. Auch das Voyager 8200 bietet die Möglichkeit des Einblendens der Umgebungsgeräusche – der Hersteller nennt dies OpenMic und hat hierzu eine Taste an der Unterseite der Ohrmuschel angebracht. Der SoundGard Digital schützt vor Lautstärkepegeln über 118 dBA, und plötzliche, starke Signalstärke-Erhöhungen werden begrenzt. Außerdem wird vermieden, dass die durchschnittliche Lautstärke 85 dBA übersteigt.

Nimmt man das Headset ab, pausiert die Wiedergabe bzw. der Anruf wird stummgeschaltet, bis man es wieder aufsetzt. Bei Letzterem informiert die dynamische Stummschaltungswarnung, wenn trotz aktivierter Stummschaltung gesprochen wird. Wenn man das Headset bei Eingang eines Anrufs aufsetzt, wird dieser automatisch angenommen.

Das Voyager 8200 ist mit den meisten gängigen Konferenzsystemen kompatibel. Und unabhängig von der verwendeten Plattform soll exzellente Audioqualität für beide Seiten des Gesprächs geboten werden. Ebenfalls in der Ohrmuschel ist NFC-Technik integriert, mit der die Paarung zwischen einem kompatiblen mobilen Endgerät und dem Headset einfach über Aneinanderhalten geschieht.

Über die Plantronics Hub Software können am PC Sprach- und Funktionseinstellungen oder Firmware-Updates vorgenommen werden. Für ein zentrales Management aller Headsets im Unternehmen bietet der Plantronics Manager Pro eine Fernverwaltung und Headset-Bestands- sowie Nutzungsüberwachung.

Auch dieses UC-Headset wird mit einem USB-Dongle (BT600 Bluetooth Mini-USB-Adapter) geliefert. Dieser zeigt über eine LED an, ob das Headset verbunden ist und ob die Stummschaltung de-/aktiviert ist. Die Reichweite soll bis zu 30 Meter mit unterstützten Bluetooth-Geräten der Klasse 1 betragen. Die Akkulaufzeit wird mit 24 Stunden angegeben. Ein Betrieb über das USB-Kabel ist ebenfalls möglich. Im Lieferumfang befinden sich neben dem USB-Dongle noch ein Schutzetui sowie ein USB-Ladekabel und ein Audiokabel.

Unter anderem beim AV-Vertrieb Comm-Tec ist das Poly Voyager 8200 UC Headset für 419,– € UVP in den Farben Schwarz und Weiß sowie als USB-C- oder als USB-A-Version erhältlich.

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Bluetooth-Zuverlässigkeit und Erkenntnisse aus der Praxis

Im Praxistest hat sich gezeigt, dass Bluetooth- Verbindungen zu Laptops mit einem geringeren Standard als Bluetooth Version 5.0 Einschränkungen in der Audioqualität aufgezeigt haben. Dies haben wir bereits bei unterschiedlichen aktuellen Bluetooth-Produkten feststellen können, so dass ein USB-Modul, wie es von vielen Herstellern für die Verbindung zum Rechner beigelegt wird, der richtige Weg ist. Moderne mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind weitestgehend mit dem aktuellen Bluetooth-Standard ausgerüstet und konnten einwandfrei genutzt werden.

Moderne Bluetooth-Geräte bieten Multi-Konnektivität über Bluetooth und erlauben so die Nutzung von zwei verbundenen Endgeräten parallel. Somit können zum Beispiel ein Webinar am Rechner oder Tablet verfolgt und ein eingehender Anruf auf dem Mobiltelefon angenommen werden, ohne dass die Verbindung zum Headset gewechselt werden muss. Die Audioverbindung vom Webinar wird in diesem Fall automatisch durch das Headset stummgeschaltet, und der Telefonanruf hat Priorität. Sobald das Gespräch beendet wurde, ist das Webinar wieder zu hören.

Manche Headsets sind eher schlicht verpackt, andere schon sehr aufwendig gestaltet. Anhand der äußeren Hülle lassen die durchgehend sehr hochwertigen Geräte keinen vergleich –
baren Rückschluss auf ihre inneren Werte ziehen.
(Bild: Dieter Stork)

Gleiches gilt natürlich auch bei einer Videokonferenz über Teams oder andere Clients. Für die Dauer der Aktivität der zweiten Verbindung wird die erste gemutet, auch das eigene Mikro für die Gegenstelle. Bei allen getesteten Headsets muss jedoch leider bemängelt werden, dass sich die zugehörige Software unter Windows nur mit Admin-Rechten installieren lässt. Bei entsprechend restriktiven Sicherheitsrichtlinien in Unternehmen ist eine Installation also nicht oder nur mit Unterstützung der IT möglich. Die Headsets lassen sich grundsätzlich auch ohne die Software nutzen, Personalisierungen, erweiterte Einstellungen oder Firmware-Updates sind dann aber nicht möglich.

Eine Software für Mac wird nicht bei jedem Headset geboten. Einige Hersteller haben jedoch Apps für iOS und Android, mit denen zumindest erweiterte Einstellungen und/oder Personalisierungen möglich sind. Einzig Bose erlaubt Firmware-Updates über den Browser.

Bis auf das Headset von Poly (welches dafür über sehr viele Tasten verfügt) besitzen alle vorgestellten Geräte berührungsempfindliche Flächen auf den Ohrmuscheln, mit denen intuitive Steuerbefehle ausgeführt werden können. Das gelingt bei einigen Headsets kinderleicht, auch weil die wichtigsten Gesten bereits als Piktogramme im Karton, im Hardcase oder auf Aufklebern zu sehen sind, bei anderen muss man sich erst in die Bedienungsanleitung einlesen.

Zum Schluss noch etwas sehr Positives: Alle Headsets haben sehr gute Klangeigenschaften und können hier als hochwertige Allrounder auch im Alltag neben Gesprächen für die Musikwidergabe oder guten Klang beim Film- und Seriengenuss unterwegs genutzt werden. Mit den erweiterten Klangpersonalisierungen, die fast alle Hersteller für ihre Kopfhörer bieten, lässt sich das Erlebnis noch individuell verbessern.

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Produkt: Professional System 02/2020
Professional System 02/2020
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