Achim Hannemann bloggt

ISE 2018: Von Qauntum Dot bis MicroLED bei Samsung

Samsung hat jetzt auch die Quantum Dot Technik für den professionellen Einsatz tauglich gemacht. Doch auch LED Displays sind ein großes Thema für Samsung. Gleich am Standeingang auf der ISE hängen zwei 109” grosse Fine LED Monitore mit 1,2mm Pixel Pitch, HDR und bis zu 800 bis 1000 nit. Erstaunlich ist der geringe Standby Stromverbrauch von 2W.

Auch der Infocounter ist mit 4mm PP-LED-Streifen bestückt. Diese sind konvex und konkav angeordnet und knicken sogar um eine 90 Grad Ecke, natürlich ohne sichtbaren Steg! Weitere 4mm PP Panels sind an Wände und um Säulen oder als lange Wellenwall installiert.

Anzeige

Samsung-Innovationen für Retail

Im Retail Fashion Anwender Szenario wurde sogar ein 4mm PP Screen unter der Decke installiert. Quantum Dot Displays werden für diese Zielgruppe besonders wegen ihrer unverfälschten Farbdarstellung und dem hohen Kontrastverhältnis eingesetzt.

Samsung Decken LED
Samsung Decken LED (Bild: Achim Hannemann)

Interessant ist auch die Schminkfarb-Check Anwendung: Über einen Sensor erkennt die Software den in real ausgewählten Schminkton und liefert schon vorab eine Preview auf das Augenlid. Natürlich sind auch die entsprechenden Samsung-Analasysetools zur Kundenauswertung dort im Einsatz.

Mirror Displays sind eigentlich nichts neues mehr – das Samsung Mirror Display bedient sich jedoch einer eigenen Technik und überzieht (Bonding) den Monitor mit einer dünnen Spiegelschicht. Der Vorteil: Weniger Lichtverlust und saubere Farben als bei einem halbdurchlässigen Spiegel.

Im Samsung Cafe sind einige verkaufsunterstützende Gimmicks und Headmap Analyse Tools integriert. Infos werden so zum Beispiel direkt aufs Smartphone gespielt, per NFC Chip – ohne App, nur per HTML.

Auch im Supermarkt Show Case wird spezifischer demografischer Content durch die Typ-Erkennungs-Software auf großflächigen LED Displays eingeblendet. Ziel ist es, das Kaufverhalten und die Interessen des Kunden mehr zu ergründen.

Samsung Typerkennung
Die Samsung Typerkennung (Bild: Achim Hannemann)

Zudem möchte man den Supermarkt-Kunden mit Botschaften per Digital Signage am Parkplatz und eventuell am Fahrstuhl schon in “Empfang” nehmen. Entsprechende Beispiele wurden dazu liebevoll aufgebaut.

Samsung Flip

Neben vielen Collaborationlösungen sorgte vor allem das Samung Flip für Furore. Die moderne Version des altehrwürdigen Flipcharts namens Flip hat Samsung Anfang Januar erstmals auf der CES in Las Vegas gezeigt – die Europapremiere fand nun auf der ISE 2018 in Amsterdam statt.

Grundlage zur Visualisierung der Inhalte ist ein 55 Zoll Touch-Display mit 4K Auflösung, jedoch mit den Features eines Tablets. Der 28 kg schwere und nur fünf Zentimeter dünne Monitor ist auf einem Vier-Rollen-Stand drehbar befestigt und zeigt somit den Inhalt passend zur Anwendung im Landscape oder Portraitformat an. Für ergonomisches Schreiben kann es auch um 4,5 Grad nach hinten geneigt werden.

Samsung Flip
Samsung Flip (Bild: Achim Hannemann)

LED Walls auch bei Samsung

Beamer und Videowalls in Meetingräumen war gestern – wer es sich leisten kann, installiert eine 129” grosse 1,5mm Pixel Pitch LED Wall. Flacher Aufbau, keine Lichtprobleme mehr, die Zuspielung ist so einfach wie bei einem Monitor, nur die Farben und der Kontrast sind genial!

Die Buschtrommel hat es schon gemeldet: Samsung bringt auch die “Wall” zur ISE. Die aus 10 x 10 Micrometer grossen Kacheln bestehende MicroLED Wall ist 146” gross, leuchtet mit bis zu 1600 nit mit einer Auflösung von 4K und natürlich HDR.

Das neue Kinoerlebnis

Gerade erst wurden die ersten altehrwürdigen 35mm Projektoren durch Beamer ausgetauscht, schon macht Sasmsung den Anstoß, LED Screens in Kinos zu etablieren. Die ersten Installationen haben bereits stattgefunden. Die neuen Module sind extra für diese Anwendung modifiert und wurden somit auch DCI zertifiziert.

DCI ist ein von der Digital Cinema Initiative entwickelter Standard, der qualitative, technische, logistische und rechtliche Aspekte umfasst, die von dem Verband für das digitale Kino festgelegt wurden. Für die Projektion definiert die Norm unter anderem Bildhelligkeit, Lichtstärke, Homogenität, Weißpunkt, Farbraum und Farbsättigung sowie die maximal zulässigen Toleranzen dieser Parameter.

Samsung-Cinema-Screen
Der Samsung Cinedma Screen (Bild: Achim Hannemann)

Zwei Modelle stehen zur Verfuegung: 10m Breite mit 4K-Auflösung und 5m Breite mit 2K-Auflösung. Die Helligkeit ist für die 2D-Anwendung 300 nit. Es sind auch 3D-Film Kinoerlebniss ist möglich, hierfür wird dann die Helligkeit auf 500 bis 600 nit verdoppelt.

Der Samsung Cinedma Screen
(Bild: Achim Hannemann)

Die Vorführung hat schon einen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen und fast hätte ich nicht mehr das Flimmern und Sandkornrauschen vermisst…

Morgen geht es weiter mit dem ISE-Blog!

Ihr Achim Hannemann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: