Mit drei Hallen, sieben Bühnen und einem deutlich erweiterten Programm geht die leat con vom 6. bis 8. Oktober in ihre fünfte Ausgabe. Im Mittelpunkt stehen nicht nur neue Technologien, sondern auch die Veränderungen, die KI, AV/IT-Konvergenz, Fachkräftemangel und neue Geschäftsmodelle für die Experience-Technology-Branche mit sich bringen.
Vorträge, Panels und Wissenstransfer gehören zu den zentralen Bestandteilen der leat con 2026 wird das Programm auf sieben Bühnen weiter ausgebaut (Bild: Manfred H. Vogel)
Die leat con setzt 2026 ihren Wachstumskurs fort. Erstmals belegt die Convention drei Hallen der Hamburg Messe: Zu A1 und A4 kommt Halle A2 hinzu. Insgesamt wächst die Ausstellungsfläche damit auf rund 23.000 m². Die Erweiterung schafft auch Raum für neue Themenbereiche, Bühnen und Networking-Zonen.
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Parallel dazu verändert sich die inhaltliche Struktur. Unter dem Namen leat werden bislang nebeneinanderstehende Submarken zu einer gemeinsamen Plattform für Experience Technology zusammengeführt.
Fünf Hubs bilden unterschiedliche, zunehmend miteinander verzahnte Bereiche ab: Live Tech für Audio, Licht, Video und Rigging, Stage Tech für Bühnenbau, Steuerungs- und szenische Technik, Broadcast für Produktions- und Signaltechnik, Install für AV-Systemintegration, Corporate AV und Digital Signage sowie Communicate für Business Communication und Netzwerktechnologien.
Sieben Bühnen sind für Vorträge, Panels und Community-Formate vorgesehen. Dazu kommen Workshops (45 bis 60 Minuten), Masterclasses (60 bis 90 Minuten), Live-Trainings und Side Events. Das Spektrum reicht von Live-Produktion, Theatertechnik und Immmersion bis Raumakustik, KI und Cybersecurity.
Bei den leat Community Talks lautet das Motto „Austausch statt Vortrag“. Nach einem kurzen Start-Impuls wird gemeinsam diskutiert, Wissen geteilt und an Lösungen gearbeitet. Offen, unkompliziert und ohne Hürden.
ProAV-Expertise im Install Hub
Für die Leser von PROFESSIONAL SYSTEM steht vor allem der Install Hub samt Install Stage in Halle A4 im Fokus. Programmpartner ist erneut AV-Solution Partner. Bei der inhaltlichen Gestaltung geht es bewusst nicht nur um Technik: Neben Themen wie die Konvergenz von AV und IT ziehen sich Aspekte wie Fachkräftemangel Nachhaltigkeit und Cybersecurity durchs Programm.
Jennifer Köhler und Alexander Schmidt vom AVSP-Vorstand sprechen etwa darüber, warum die AV-Branche gegenüber Politik und Wirtschaft eine stärkere gemeinsame Stimme braucht (8. Oktober, 11:10 Uhr).
Einen starken programmatischen Akzent setzt Claudia Feiner mit ihrem Vortrag „KI trifft auf Erfahrung: Die Zukunft der AV-Expertise“. Sie geht der Frage nach, wie sich das Wissen erfahrener Fachkräfte erhalten lässt, während KI zunehmend zum Alltagswerkzeug wird. 7. Oktober, 13:45 bis 14:15 Uhr, Install Stage, Halle A4.
Wie eng technologische und wirtschaftliche Veränderungen zusammenhängen, zeigt auch Frank Bielefeld. Im Vortrag „Zwischen Preisdruck und KI – Wer 2030 noch eine Rolle spielt“ beschäftigt er sich mit Positionierungen, Unternehmensstrukturen und Geschäftsmodellen. KI könne Prozesse beschleunigen, löse aber weder Margendruck noch strategische Defizite, so seine These. 6. Oktober, ab 13:30 Uhr.
Claudia Feiner zeigt in ihrem Vortrag „KI trifft auf Erfahrung: Die Zukunft der AV-Expertise“, wie sich Erfahrungswissen und KI-Kompetenz verbinden lassen. 7. Oktober, 13:45 Uhr, Install Stage, Halle A (Bild: Claudia Feiner)
Björn Jensen (Mitgründer der macom GmbH) beschäftigt sich im Vortrag „AV als IT-Unternehmen “ am 8. Oktober um 11.45 Uhr mit der Frage, was der Wandel des Marktes und das Zusammenwachsen von AV und IT für die Nachfolgesuche in der AV-Branche bedeutet.
Jan-Arne Rosenstein von ChannelRiver und Marco Pfiffer von Primation diskutieren im Panel „Was ändert sich für AV in großen Netzwerken?“ über standardisierte Rollouts, zentrales Management, Cybersecurity und den wirtschaftlichen Betrieb großer AV-Infrastrukturen. 7. Oktober, ab 15:30 Uhr.
Ein eigenes Panel widmet sich der Cybersecurity. Unter dem Titel „Kann man Medientechnik hacken? Zwischen Technik, Mensch und Verantwortung“ diskutieren Gudrun Scharler (Riedel Networks), IT-Rechtsanwalt Dr. Arnt Glienke, Peter Pillath (Hendricks) und Dr. Hans Hoffmann (Security4Media Association) über Angriffsflächen IP-basierter Medieninfrastrukturen, organisatorische Schwachstellen und regulatorische Anforderungen. 6. Oktober, 11:45 bis 12:15 Uhr, Install Stage, Halle A4.
Dass auch klassische AV-Themen nicht zu kurz kommen, zeigt das Panel „LED trifft Architektur“ am 8. Oktober, ab 13:15 Uhr. Thorsten Bauer, Jascha Kösling, Kai Rath und Andreas Voss betrachten großformatige LED-Flächen aus Sicht von Medienkunst, Planung, Integration und Hersteller. Und im Workshop „Milan Manager from Scratch“ zeigt db audiotechnik am selben Tag ab 12.15 Uhr, wie ein Milan-Netzwerk aufgesetzt und überwacht wird.
Akustik und Beschallung
Mehrere Formate beschäftigen sich mit dem so wichtigen wie komplexen Thema Akustik: Miriam Reinhardt (WSDG) spricht auf der Install Stage in Halle A4 über „Akustik, Ästhetik, Atmosphäre“ (7. Oktober, 17:00 Uhr).
Akustik-Koryphäe Anselm Goertz erläutert in seiner Masterclass, wie Raumakustik und Beschallung zusammenspielen und sich Sprachverständlichkeit und Klangqualität gezielt optimieren lassen (Bild: leat con)
Im Integration Lab in derselben Halle zeigt Christiane Bangert im Workshop „Raumakustik in Lehr- und Seminarumgebungen“ (6.10, ab 16.30), warum Raumakustik eine entscheidende Grundlage für funktionierende AV-Technik und hybride Kommunikation ist.
Ein Highlight ist die Masterclass „Raumakustik und Beschallung“ (A2.1, 6. Oktober 13.00 bis 14:30 Uhr.). Professor Anselm Goertz geht darin praxisnah der Frage nach, wie man Akustik und Beschallung in unterschiedlichen Räumen optimal gestaltet. Planer, Architekten, Veranstaltungstechniker und AV-Profis lernen, welche Faktoren den Klang in Räumen beeinflussen und wie Raumgröße, Materialien, Lautsprecherpositionierung und akustische Eigenschaften sich auf Verständlichkeit und Qualität auswirken.
Von Digital Signage bis Theatertechnik
Auch jenseits der Install Stage zeigt sich die Bandbreite der leat con 26. Auf der Tech Stage in Halle A4 fragt Dominik Steingruber von PEAKLUMEN, ob AI-basiertes Lichtdesign zum Standard werden könnte (7. Oktober, 11:15 Uhr). Johann Bendel von connectSignage untersucht, warum KI aus seiner Sicht eine neue Generation von Digital-Signage-Software erfordert (6. Oktober, 14:30 Uhr). Weitere Themen reichen von Milan-AVB-Netzwerken und NDI bis Raumakustik und Object-based Audio.
Einen stark ausgebauten Schwerpunkt bildet 2026 die Theater- und Bühnentechnik. Das Spektrum reicht von Theaterbau, Planung und sicherem Betrieb bis Projektion, Licht und KI. Professor Bri Newesely beleuchtet „Theaterbau gestern und heute – wie Planung zu gelebter Praxis wird“ (6. Oktober, 11:00 Uhr, Theater Stage, Halle A2). Dennis Klostermann zeigt anhand des Royal Ballet and Opera House in London, wie neue Bühnentechnik Arbeitsabläufe verändern kann (6. Oktober, 13:30 Uhr, Theater Stage, Halle A2).
Weitere Programmpunkte beschäftigen sich mit Projektion, Videodesign, Szenografie, photometrischen Daten und Gefahrstoffen im Theater.
Auf der Live Stage in Halle A1 betrachtet Philipp Contag-Lada in „From Stage to Space – Rethinking Projection in Theatre and Beyond“ neue Einsatzmöglichkeiten der Projektion (6. Oktober, 11:45 Uhr), während Timon Löhr von Karchowski die MVStättVO 2025 einem Praxischeck unterzieht (8. Oktober, 15:30 Uhr).
Ein besonderes Highlight ist die Weltpremiere der nach 16 Jahren vollständig überarbeiteten Neuauflage von Max Kellers „Faszination Licht“. Ralph Larmann stellt die neue Edition am 6. Oktober um 14:15 Uhr auf der Live Stage in Halle A1 vor.
ProAV außerhalb der Messehallen
Auch die Side Events setzen auf Praxisnähe. Sieben Exkursionen führen hinter die Kulissen von CCH, Deutschem Schauspielhaus, Hamburgischer Staatsoper, Miniatur Wunderland, Bunker St. Pauli, Klubhaus St. Pauli und Millerntor-Stadion. Im Mittelpunkt stehen jeweils technische Besonderheiten und Betriebsabläufe vor Ort.
Die Tech Tour ins Klubhaus St. Pauli gewährt Einblicke in Technik und Zuspielung der erneuerten LED-Medienfassade – inklusive der Möglichkeit, die Fassade selbst live zu bespielen (Bild: Krin Trautner)
Wer vor allem AV-Technik im realen Umfeld erlebt möchte, hat bei zwei der Events in besonderem Maße Gelegenheit dazu: Mitten auf der Reeperbahn steht das Klubhaus St. Pauli, ein Heimathafen für Entertainment auf sechs Etagen und die größte Medienfassade in Hamburg. Die Teilnehmer erhalten exklusive Einblicke in den Serverraum und die Zuspieltechnik der im Sommer erneuerten Green Signage LEDs von Innlights – und dürfen sogar die Medienfassade live vor Ort bespielen (7. Oktober, 18:30–19:30 Uhr).
Am 8. Oktober (9:00–10:30 Uhr) dreht sich eine Tour durchs Millerntor-Stadion unter Leitung von Holger Weitkämper (Air Akustik) nicht zuletzt um die neue Beschallungsanlage.
KI für Events & Business Communication
Mit neo summit und communicate sind zwei weitere Formate in die leat con eingebunden. Der neo summit geht 2026 in die zweite Runde und findet am 6. und 7. Oktober in Halle A2 statt. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen von KI auf Event- und Live-Kommunikation. Es geht um Kreativprozesse, Unternehmensstrategien und neue Kompetenzprofile ebenso wie um die praktische Nutzung Generativer KI.
Zum Programm gehört auch ein Workshop-Track, das „trAIbhaus Lab“. Zu den Beiträgen gehören unter anderem Sessions von Simone Schwartz (East End), Paula Wötzel und Mila Eberhard (concept.mipa) sowie Moritz von Graevenitz (Peng Peng!).
Der neo summit geht 2026 in die zweite Runde und widmet sich am 6. und 7. Oktober den Auswirkungen von KI auf die Event- und Live-Kommunikationsbranche (Bild: Manfred H. Vogel)
Mit communicate in Halle A4 rücken Business Communication und ITK stärker in den Fokus. Das Programm richtet sich unter anderem an Systemhäuser, TK-Fachhändler, Hersteller und Distributoren. Themen sind KI in der Business Communication, Cloud-Telefonie und UCC-Plattformen, Videokonferenz- und UCC-Raumlösungen sowie der B2B-Vertrieb von Kommunikationslösungen.
Die erweiterte leat con bildet damit auf 23.000 m² nicht nur mehr Aussteller ab. Vor allem das Programm zeigt, wie stark Veranstaltungstechnik, ProAV, Broadcast, IT und Kommunikation inzwischen ineinandergreifen.
The AVard als industry dinner
Zum Abschluss der leat con 26 bekommt The AVard ein neues Format. Statt einer klassischen Preisverleihung stehen beim AVard industry dinner der persönliche Austausch und das Networking im Mittelpunkt.
Geschäftsführer und Entscheider treffen sich am 8. Oktober ab 18 Uhr in entspannter Atmosphäre zu Dinner und Networking im Mazza Hamburg (www.the-avard.de).
Ankündigung: leat x 27 in München
Am 3. und 4. März 2027 ist die leat X zum zweiten Mal in Folge im Dampfdom der Motorworld München zu Gast. Das kompakte Pre-Season-Format für die Experience-Technology-Branche findet bereits zum siebten Mal statt. Im Mittelpunkt stehen neue Technologien und Lösungen sowie der persönliche Austausch.
Wo: Dampfdom, Motorworld München Wann: 3.–4. März 2027
leat con 26 im Überblick
Termin: 6.–8. Oktober 2026
Ort: Hamburg Messe, Hallen A1, A2, A4
Ausstellungsfläche: rund 23.000 m²
Hubs: Live Tech, Stage Tech, Broadcast, Install, Communicate
Mit dem floor pass hast Du Zugang zu allen Hallen, offenen Bühnen, Workshop-Areas und Demoräumen der leat con 26.
Wichtig: Die Masterclasses und Side Events sind ausschließlich mit dem backstage pass buchbar. Wenn Du also tiefer einsteigen und ausgewählte Masterclasses und Side Events erleben möchtest, ist der backstage pass das richtige Ticket für Dich.