Messe Frankfurt

Sicherheitstechnik auf der Light + Building 2018

Moderne Haustechnik kommt längst nicht mehr ohne Konzepte für Schutz und Sicherheit aus. Die Frankfurter Light + Building trägt dem Rechnung und baut 2018 ihren Security-Bereich aus.

Sicherheitstechnik
(Bild: Jens Liebchen)

Auf der kommenden Light + Building vom 18. bis 23. März 2018 in Frankfurt am Main präsentieren sich über 2.500 Aussteller in den Bereichen Licht, Elektrotechnik inklusive Sicherheitstechnik, Haus- und Gebäudeautomation. Einen neuen Schwerpunkt wird dabei die stromgeführte Sicherheitstechnik, die auch Technik für die Brandmeldung, Videoüberwachung und Zutrittskontrolle umfasst, mit Haus- und Gebäudeautomation bilden. So wurde das Intersec Forum in Halle 9.1 verlängert, zudem kommt die Sonderschau „Secure!“ hinzu.

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In drei Nutzungsfeldern – Hotel, Büro und Industrie – sollen innovative Lösungen zur elektrotechnischen Sicherheit in realem Umfeld bei aktiven Szenarien (Brand – Unwetter – Einbruch) gezeigt werden. Die unterschiedlichen Gewerke der Sicherheitstechnik sind dabei produkt- und systemübergreifend vernetzt. Die über 40 Firmen – Ingenieurdienstleister, Produkthersteller, Systemhäuser, Softwarelieferanten und Ausführende – sollen gemeinsam die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und Branchenlösungen präsentieren. Denn neben der Erfüllung der sicherheitsrelevanten Aufgaben können sich zudem etliche Zusatznutzen für die Erfüllung der täglichen Aufgaben im Umfeld ergeben – so kann zum Beispiel eine Sprachalarmierungsanlage im Ladengeschäft auch für alltägliche Durchsagen genutzt werden.

Der zunehmende Wandel von analoger zu digitaler Technik verändert die Prozesse im Gebäudemanagement. Die Digitalisierung ermöglicht das Zusammenfließen der Anwendungen aus unterschiedlichen Gewerken in Automationsnetzwerken und dadurch den flexiblen Einsatz von Technik. Inzwischen findet die Verschmelzung von Sicherheitstechniksystemen mit anderen Gewerken der Gebäudetechnik statt, die bislang weitestgehend noch autark gearbeitet haben. Die Schnittstellen zwischen den Gewerken spielen hierbei eine zentrale Rolle. Diese Thematik ist Gegenstand der neuen Sonderschau „Secure! Connected Security in Buildings“.

Sonderschau „SECURE!“

Stromgeführte Sicherheitstechnik war auch bisher bei den einzelnen Ausstellern schon für Haus- und Gebäudeautomation zu sehen, zur Light + Building 2018 wird sie erstmals in der Halle 9.1 in einem Bereich präsentiert. Die neue Hallenebene wurde nun um die Sonderschau Secure! und dem an fünf Tagen parallel stattfindenden Intersec Forum erweitert. Den Takt gibt dabei nach Ansicht der Organisatoren die Haus- und Gebäudeautomation mit ihrer Gewerke übergreifenden Systemtechnik für alle Beteiligten vor: Die Gebäudeautomation steuert, regelt und misst alle wesentlichen Komponenten und Anlagen; in der Zentrale laufen alle technischen Gewerke eines Gebäudes zusammen. Als integrierendes Element der Gebäudetechnik hat sie eine Schlüsselfunktion, die auch im Hinblick auf den energieeffizienten Betrieb eines Gebäudes und die Modernisierung von Bedeutung ist.

Lösungen zur elektrotechnischen Sicherheit
In drei Nutzungsfeldern – Hotel, Büro und Industrie – sollen innovative Lösungen zur elektrotechnischen Sicherheit in realem Umfeld bei aktiven Szenarien auf der SECURE! gezeigt werden. (Bild: Messe Frankfurt)

Die Gebäudesicherheit ist wiederum ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil von „smarter“ Gebäudetechnik sowohl im Nichtwohn- als auch im Wohnbereich. Systeme der Sicherheitstechnik werden immer stärker mit den anderen Gewerken der Gebäudetechnik verschmolzen, die bislang weitestgehend noch eigenständig gearbeitet haben. Die Light + Buil ding will diese Entwicklung aufnehmen, indem sie in einem Verbundkonzept die integrierte Gebäudetechnik – und hierbei ganz konkret die Gewerke der elektrischen Sicherheitstechnik und der Gebäudeautomation – fokussiert.

Auf der Secure! sollen Besucher erfahren, wie durch technische Lösungen die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes erhöht und die Sicherheitsansprüche sowie die individuellen Bedürfnisse der Nutzer berücksichtigt werden können. In Abgrenzung zu den Präsentationen der Aussteller der Light + Building sollen anhand von konkreten Nutzszenarien in Hotels, Büros und Industriebereichen alle Aufgaben, unter dem Blickwinkel der Sicherheit und Benutzer- Schnittstellen, zu einer Einheit verschmolzen werden.

Am Beispiel verschiedener Technologien will die Secure! aufzeigen, welche Möglichkeiten und neue Nutzungsoptionen die fortschreitende Digitalisierung in der Gebäudeautomatisierungstechnik bietet. Dabei werden unterschiedliche Subsysteme miteinander vernetzt, um im Live-Betrieb die Interoperabilität der Technologien darzustellen.

Intersec Forum auf fünf Tage verlängert

Im direkten Umfeld der Sonderschau tagt das Intersec Forum, das turnusgemäß parallel zur Light + Building stattfindet, diesmal mit einem erweiterten Programm vom 19. bis 23. März 2018. Das Intersec Forum wurde als Konferenz für die aktuellen Fragen zur Vernetzung sicherheitstechnischer Lösungen in der Gebäudetechnik installiert und soll sich angesichts der zunehmenden Digitalisierung zu einem Zukunftsforum entwickeln. Zusammen mit der Secure! soll so das komplette Sicherheitstechnik- Angebot für die Messebesucher und Konferenzteilnehmer zusammengeführt und kompakt angeboten werden. „Erstmals bietet das Intersec Forum seinen Teilnehmern auch Redner, Inhalte und Kontakte aus dem Ausland“, sagt Iris Jeglitza-Moshage, Chief of Communications und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt GmbH.

Das Konferenzprogramm umfasst alle aktuellen Aspekte der Vernetzung sicherheitstechnischer Anlagen im modernen Gebäude unter den fünf Hauptthemen: Branchendialog Planer und Errichter; Branchendialog Betreiber, Facility Manager und Hersteller; Brandmeldetechnik und Brandschutz; Zutrittskontrolle und Überwachungstechnik; IT- und Cybersicherheit.

Der Trend ist digital

Dass die Light + Building als wichtige Fachmesse für alle stromgeführten Systeme nun auch den Bereich der Sicherheitstechnik verstärkt in den Blick nimmt, ist eine natürliche Folge der Branchenentwicklung. Der Security- Bereich prosperiert seit Jahren, davon profitiert auch die elektrische Sicherheitstechnik. Iris Jeglitza-Moshage, sieht im Zusammenspiel mit der Haus- und Gebäudeautomation großes Potenzial. Innovationen, neue Konzepte und Lösungen würden sich im Umfeld digitaler Technologien entwickeln, die zusehends die Gewerke übergreifend in größeren Systemen vernetzen und integrieren. Stichworte seien hier das „smart home“ und das „smart building“ sowie dessen Erweiterung, die „smart city“.

Sicherheitstechnik auf der Light + Building
Bisher wurde Sicherheitstechnik auf der Light + Building auf den Ständen der einzelnen Hersteller gezeigt – das soll sich ab 2018 ändern. (Bild: Jens Liebchen)

Durch den Einsatz digitaler Technologien, durch Vernetzung und Steuerung würden die Gebäude und Städte intelligenter, sicherer, komfortabler und effizienter. Die Produkte und Innovationen der Sicherheitstechnik spielten für Videoüberwachung, Brand- und Einbruchmeldesysteme oder Zutrittskontrolle eine zentrale Rolle. Damit setzt sich die Messe Frankfurt erkennbar vom bisherigen Platzhirsch Security in Essen ab. Dort sind vor allem die traditionellen, eher analogen Bereiche wie Feuerwehrwagen, Ausrüstungen und jeweilige Dienstleistungen von Bedeutung. Jeglitza- Moshage betont die zukunftsorientierte Konzeption der eigenen Veranstaltung: „Die Industrie zeigt hier intelligente und vernetzte Lösungen, zukunftsweisende Technologien und aktuelle Designtrends, die sowohl die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes erhöhen als auch den Komfort und die Sicherheit für den Nutzer steigern.

Einen Schwerpunkt legen wir 2018 auf das Thema Sicherheitstechnik. So wird die Kompetenz der Produktbereiche Haus- und Gebäudeautomation sowie stromgeführter Sicherheitstechnik erstmals in der Halle 9.1 gebündelt. Das dritte Intersec Forum findet 2018 – erweitert von zwei auf nunmehr fünf Tage vom 19. bis 23. März und um internationale Top-Speaker – in dieser Konstellation direkt in der Halle 9.1 statt. Damit ergibt sich eine gemeinsame Anlaufstelle, ein Zentrum der integrierten Gebäudetechnik, das den Besuchern einen Überblick des gesamten Spektrums der Hausund Gebäudeautomation sowie elektrischer Sicherheitstechnik gewährt – das bietet nur die Light + Building. Wenn Sie in Betracht ziehen, dass zusätzlich zum Angebot in der Halle 9.1 rund 140 führende Hersteller Innovationen aus der Sicherheitstechnik in weiteren Hallen des Messegeländes zeigen, ist ein Besuch der Light + Building 2018 und die Teilnahme am Intersec Forum ein Muss für alle, die sich mit Sicherheitstechnik rund um das Gebäude befassen.“

Iris Jeglitza-Moshage
Iris Jeglitza-Moshage, Chief of Communications und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt GmbH (Bild: Pietro Sutera)

Die künftige Entwicklung im Bereich Sicherheits- und Gebäudetechnik wird nach Ansicht von Jeglitza-Moshage von der weiter zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung geprägt sein, unter besonderer Berücksichtigung der eigenen systemischen Datensicherheit: „Die digitale Transformation kann nur mit sicherer Informations- und Kommunikationstechnologie gelingen – das ist unsere Herausforderung für die nahe Zukunft. Wenn uns dies gelingt, bietet die Entwicklung zahlreiche Möglichkeiten, unser Leben, Wohnen und Arbeiten komfortabler, sicherer und effizienter zu machen.

Ein sehr spannendes Beispiel dafür ist in meinen Augen das Thema Straßenbeleuchtung. Neben dem reinen Lichtmanagement ermöglicht die Digitalisierung hier weitere Dienstleistungen wie Sensorik für Überwachungen, Lautsprecher für SOS-Meldungen, Notfallknöpfe, Ladesäulen für E-Mobility oder eine W-LAN Infrastruktur. Daraus können interessante Konzepte zur Realisierung von Smart Cities entstehen – ein echtes Zukunftsthema.“

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