Neue Sprachalarmierung im Foyer Ost der Messe Essen

Weit mehr als nur ein schickes Entree ist das neue Foyer Ost der Messe Essen – die lichtdurchflutete Location lässtsich multifunktional für Veranstaltungen aller Art nutzen.Neues Foyer Ost der Messe Essen(Bild: Jörg Küster)

Seit November 2017 begrüßt die Messe Essen ihre Gäste am Messehaus Ost mit einem 2.000 m² großen Glasfoyer. Es wird als multifunktionale Event-Fläche genutzt und grenzt unmittelbar an das Congress Center Ost mit sieben neu geschaffenen Seminar- und Tagungsräumen an. Das architektonisch reizvolle Foyer mit seinem markanten, weit auskragenden Vordach ist der erste Meilenstein in einer Reihe von Modernisierungsmaßnahmen, mit denen sich die Messe Essen zu einem der technisch modernsten Messegelände in Deutschland entwickeln möchte. Aus zuvor 18 mitunter kleinteiligen sowie teilweise doppelgeschossigen Hallen entstehen insgesamt acht große Hallen auf einer Ebene, was Orientierung wie Logistik vereinfachen und dem Standbau neue Möglichkeiten eröffnen soll.

Anzeige

Signal für den Wirtschaftsstandort

Das im Mai 2016 gestartete Bauprojekt wird in Essen als starkes Signal für den Wirtschaftsstandort verstanden, wie Daniela Mühlen, Geschäftsbereichsleiterin Kommunikation und Werbung bei der Messe Essen, unterstreicht: „Mit dem neuen Foyer öffnen wir uns erkennbar in Richtung der Stadt Essen. Der dem Messehaus Ost vorgesetzte Neubau besitzt eine einladende, offen wirkende Architektur. Für Besucher ist es nun möglich, bei schlechtem Wetter trockenen Fußes von der U-Bahn- Station auf das Messegelände zu gelangen – das sorgt für zusätzliche Aufenthaltsqualität, bevor der eigentliche Messebesuch beginnt.“

Das nächste Etappenziel soll laut Daniela Mühlen im September 2018 fristgerecht erreicht werden: Halle 6 mit 11.000 m² Ausstellungsfläche und direktem Blick in den Grugapark wird dank einer durchgehenden Höhe von 11 Metern einen zweigeschossigen Standbau ermöglichen. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für Herbst 2019 terminiert; das Investitionsvolumen wird mit rund 90 Millionen Euro beziffert.

Eine Aufgabe für Spezialisten

Für die audiotechnische Ausstattung des neuen Foyers Ost war die König Audio-Video- Technik GmbH unter Federführung von Geschäftsführer Bernd Clauberg zuständig. Sascha Klein (König AVT Service & Support) hat als direkter Ansprechpartner der Kölner Medientechnikspezialisten die Einrichtung der Beschallungstechnik aus nächster Nähe begleitet. Jenseits des Foyers war König AVT mit der medientechnischen Ertüchtigung der neuen Konferenzräume im Congress Center Ost befasst.

Zum Projektumfang gehörte weiterhin ein Digital-Signage-System (TV Tools), an das auch eine große, 768 x 432 cm messende LED-Wand im neuen Foyer Ost angeschlossen ist – für die LED-Wall waren die Ben Hur GmbH und Partner verantwortlich. König AVT wurde im Auftrag der Implenia AG tätig.

„Es war absehbar, dass das neue Foyer aufgrund seiner architektonischen Beschaffenheit unter akustischen Aspekten eine Herausforderung darstellen würde“, erinnert sich Bernd Clauberg. „Wir haben uns daher entschlossen, einen ausgewiesenen Spezialisten einzuschalten, um die bereits im Vorfeld von der Messe geforderten Simulationen vorzunehmen“ Die Wahl fiel auf Anselm Goertz und Nicolas Sünn (IFAA – Institut für Akustik und Audiotechnik), die durch die Elektro Decker GmbH mit der akustischen Planung sowie dem Erstellen einer Simulation beauftragt wurden.

TOA Electronics SR-S4LEBQ und SR-S4SEBQ mit Edelstahl- Lochgittern
Zum Einsatz kommen weiß beschichtete TOA Electronics SR-S4LEBQ und SR-S4SEBQ mit Edelstahl- Lochgittern. Spezialhalterungen, die König AVT laut Bernd Clauberg eigens für das Projekt anfertigen ließ, stellen die erforderliche Distanz zu den Säulen her. (Bild: Jörg Küster)

Planung

Für die Simulation (siehe auch separater Artikel ab S. 38) arbeiteten Nicolas Sünn und Anselm Goertz mit EASE. Ein Modell des Essener Foyers wurde auf Basis der durch das Architekturbüro (slapa oberholz pszczulny) gelieferten Pläne digital in SketchUp gebaut. Berechnungen wurden mit und ohne Raumakustik angestellt, wobei virtuell sowohl konventionelle Lautsprechertypen als auch Zeilenlautsprecher ausprobiert wurden.

Die Prämisse lautete, dass im Notfall eine gut verständliche Durchsage in einem mit Gästen gefüllten Foyer ebenso wie im quasi leeren Raum möglich sein muss. Befinden sich viele Personen im Foyer, ist die Menschenansammlung unter akustischen Gesichtspunkten insofern von Vorteil, als die Körper für Absorption sorgen. Andererseits besitzen größere Personengruppen die Eigenschaft, fast immer eine Menge Geräusche zu produzieren, wobei schon normale Unterhaltungen zu nennenswerten Pegeln führen können. Anselm Goertz nahm u. a. eine Störpegelabschätzung vor: „Man muss schauen, dass man mit der Beschallung hinreichend lauter ist als der anzunehmende Störpegel – und das auch in kritischen Situationen“, erläutert er.

Die aus der Simulation resultierenden Empfehlungen wurden bei der Montage im Foyer ohne nennenswerte Modifikationen übernommen. Unerwartete „Überraschungen“ gab es nicht, und auch von den Verantwortlichen kam im Gegensatz zu manch anderem Projekt kein Widerspruch gegen die sichtbare Anbringung der Lautsprecher.

ELA trifft SAA

Für das neue Foyer Ost der Messe Essen war eine Tonanlage gefordert, die sowohl normale Beschallungsaufgaben wahrnehmen als auch für die Sprachalarmierung verwendet werden kann. „Da die Beschallungsanlage auch als SAA genutzt werden sollte, galt es eine Reihe von Vorschriften zu beachten“, erklärt Anselm Goertz. „Bezüglich der Sprachverständlichkeit muss ein STI-Wert von mindestens 0,5 erreicht werden. Darüber hinaus existieren konkrete Vorgaben, welche Geräte überhaupt verbaut werden dürfen – die Produkte müssen gemäß EN 54 zertifiziert sein.“

Von Beginn an war offenkundig, dass raumakustische Maßnahmen erforderlich sein würden, um angesichts der schieren Dimension des Foyers überhaupt eine den Vorschriften gerecht werdende Beschallungssituation realisieren zu können. Die Nachhallzeit wäre sonst deutlich zu lang ausgefallen, um einen STI-Wert von 0,5 oder größer erreichen zu können. Zu den akustisch wirksamen Maßnahmen zählt eine absorbierende Decke aus gelochten Gipskartonplatten, die mit einem Vlies (Rieselschutz und Strahlungswiderstand) sowie Mineralwolle als Dämmmaterial hinterlegt sind. Mithilfe der Decke – Absorptionsgrad ungefähr Alpha 0,8, d. h., 80 Prozent der Schallenergie werden absorbiert und nur 20 Prozent reflektiert – konnte die Nachhallzeit von mehr als sechs Sekunden frequenzabhängig auf Werte zwischen zwei und drei Sekunden gesenkt werden.

Wie bereits erwähnt, mussten die einzubringenden Beschallungskomponenten gemäß EN 54 zertifiziert sein: „Angesichts dieser Vorgabe fielen zunächst einmal alle aktiven Lautsprecherzeilen durch das Raster, da zertifizierte Aktivlautsprecher mangels Norm am Markt derzeit nicht verfügbar sind“, erläutert Anselm Goertz. „Man kann zwar eine Sondergenehmigung erwirken, um solche Lautsprecher einzubauen, was allerdings mit viel Aufwand verbunden ist. Darüber hinaus können aktive Lautsprecher zusätzliche Probleme bezüglich der Ersatzstromversorgung bereiten.“

Passend zu den Gegebenheiten im neuen Foyer Ost wurden passive Lautsprecher gesucht, die ein ausgeprägtes Richtverhalten aufweisen, um den von ihnen abgestrahlten Schall möglichst exakt auf die zu versorgenden Areale ausrichten zu können und dabei andere Bereiche nicht unnötig anzuregen. Fündig wurde man bei TOA Electronics: Der japanische Hersteller verfügt über ein umfangreiches Produktportfolio, das auch diverse Sprachalarmanlagen nebst Zubehör beinhaltet.

Lautsprecher & Endstufen

Zum Einsatz kommen heute passend zum Anbringungsort weiß beschichtete TOA Electronics SR-S4LEBQ (gerade Gehäuseform) und SR-S4SEBQ (gekrümmte Gehäuseform) mit Edelstahl-Lochgittern. Die Zweiwege-Systeme sind mit acht 10-cm-Konuslautsprechern sowie 24 2,5-cm-Kalottenhochtönern versehen; die Trennfrequenz liegt bei 3,5 Kilohertz. Im Foyer sind die schlanken Systeme jeweils als gemischte Pärchen an sieben Säulen (2 + 5, unterbrochen durch den viertürigen Eingangsbereich) entlang der zum Vorplatz weisenden Fensterfront befestigt – insgesamt kommen somit 14 Lautsprecher zum Einsatz.

Verbaut wurden die nach EN54-24 zertifizierten Ausführungen mit MT-200-Übertragern (200 Watt) für den Einsatz in 100V-Systemen. Pro Position wird somit eine Verstärkerleistung von 400 Watt (2 x 200 Watt) benötigt. Die TOA Lautsprecher sind alle auf gleicher Höhe montiert; die Unterkanten befinden sich bei 2,20 Meter. Die Kabelzuführung erfolgt unter einer Verkleidung entlang der Foyersäulen. Mangels Möglichkeit zu einem elektronischen Beam-Steering sind die Lautsprecher leicht geneigt montiert; das Modell SRS4SEBQ für die jeweils untere Hälfte einer Zeile besitzt zudem ein in sich gekrümmtes Gehäuse. Visuell wirkt die im neuen Foyer Ost zum Einsatz kommende Lösung je nach Auge des Betrachters möglicherweise nicht ganz so schick wie ein schnurgerader, parallel zur Anbringungsfläche befestigter Linienstrahler – bezüglich der Funktionalität dürfte es jedoch keinerlei Einwände geben. Spezialhalterungen, die König AVT laut Bernd Clauberg eigens für das Projekt anfertigen ließ, stellen die erforderliche Distanz zu den Säulen her. Eine Alternative wären möglicherweise lange, gerade Zeilenlautsprecher gewesen. Deren unterste Elemente hätten dann allerdings recht tief angebracht werden müssen, was in puncto Vandalismusschutz Probleme aufgeworfen hätte.

Angetrieben werden die TOA Lautsprecher durch Verstärker des japanischen Herstellers, die abgesetzt in einer Zentrale untergebracht sind. Den in Paaren (oben/unten) betriebenen Boxen sind vierkanalige Endstufen der Typen VP-3154, VP-3304 und VP-3504 mit unterschiedlichen Ausgangsleistungen zugewiesen. Die Zentrale wird aus Sicherheitserwägungen über zwei separate Stromkreise versorgt; im Havariefall (Einfachfehler, z. B. Ausfall einer Endstufe oder Leitung) muss gemäß VDE 0833-4 als Sprachverständlichkeitsindex noch mindestens ein Wert von 0,45 erreicht werden.

Digital- Signage-System
Zum Projektumfang gehörte für König AVT auch ein Digital- Signage-System. (Bild: Jörg Küster)

Normgerechter Systemverbund

Die TOA Komponenten werden als skalierbares, den Anforderungen der Produktnormen EN 54-4 (Energieversorgung), EN 54-16 (Zentralen) und EN 54-24 (passive Lautsprecher) gerecht werdendes Audiosystem in einem Netzwerkverbund betrieben. Dreh- und Angelpunkt ist ein optisch eher unauffälliges 19″-Gerät (System Manager SX- 2000SM): Die Zentrale des TOA Matrixsystems ist mit zwei unabhängigen Spannungsversorgungseingängen ausgestattet und übernimmt die Audiosignalverteilung sowie die Steuerung der in Essen installierten Produkte aus der SX-2000-Reihe. Acht Steuereingänge und acht Steuerausgänge sind ebenso wie Fehlerstatusaus- und -eingänge vorhanden. Im Notfall werden automatisch Mitteilungen übertragen. Das Betriebsprotokoll des gesamten Systems mit bis zu 10.000 Störmeldungen und Ereignissen wird als Log-Datei aufgezeichnet. Die Systemkonfiguration ist via LAN möglich; die zugehörige Software (VSX- 2000OP-SW mit programmierbarem GUI) ist in Essen auf einem Laptop installiert und sorgt für Übersicht.

Zum TOA Verbund gehören weiterhin SX-2100AI/AO-Einheiten, welche Audioein- oder -ausgänge bereitstellen und modular mit Einschubkarten bestückt werden können. Kleine Monitorlautsprecher sind praktischerweise in die 19″-Units integriert; die frontseitigen Pegelsteller lassen sich per Software sperren. Ein IP-EN1-EB Indication Panel liefert als Status-Anzeigefeld die gemäß EN 54-16 geforderten Systemmeldungen und übernimmt die akustische und optische Signalisierung: Alarmierung, Sammelstörung, Sicherungsausfall, Störung Stromversorgung, Notfallsprechstellen, Netzwerk und CPU. Eine Alarmierungssteuerung von der BMZ (Brandmeldezentrale) gemäß VDE 0833-4 ist vorgesehen, ein Sammelstörungsausgang an die BMZ vorhanden. Das Status-Anzeigefeld ist von der BMZ überwachbar. In den gut gefüllten Medientechnikschränken sind jenseits der TOA Produkte diverse 19″-Komponenten zu entdecken: Auf die drahtlose Funktechnik der Location weisen Dante-fähige Shure ULXD4Q Vierkanal-Empfänger hin, und Medientechniker nehmen eine große Extron 64×64-Kreuzschiene sowie IPCP Pro 350/550 Steuerungsprozessoren zur Kenntnis. Bildsignale liefert u. a. ein Comm-Tec ProTUNE HD TV-Tuner.

Audionetzwerk

In der Messe Essen wurde von König AVT ein bereichsübergreifendes Audionetzwerk auf Basis des Dante-Protokolls von Audinate eingerichtet, an welches auch das neu errichtete, unmittelbar an das Foyer angrenzende Congress Centrum Ost mit seinen sieben Konferenzräumen angeschlossen ist. Angebunden ist weiterhin die gegenüberliegende Grugahalle, so dass Techniker bezüglich der Verteilung von Audiosignalen relativ frei schalten und walten können. Die zum Teil recht großen Distanzen werden erwartungsgemäß per Glasfaserleitung überbrückt.

Zum Dante-Netzwerk gehören Yamaha MRX7-D Systemprozessoren, die eine umfangreiche Ausstattung an Signalbearbeitungsfunktionen wie Equalizer, Kompressor, Matrixmischer und Sound-Masking bereitstellen. Durch die Netzwerkschnittstellen (YDIF oder optional Dante) lassen sich mit einem MRX7-D Konfigurationen mit bis zu 108 Eingangs- und 104 Ausgangskanälen realisieren. Dank RS-232C- und Ethernet-Schnittstellen ist eine Anbindung an Mediensteuerungen möglich. Um an gewünschten Positionen Audiosignale ein- und ausspielen zu können, hat König AVT Dante-kompatible Yamaha Tio1608-D I/O-Racks mit jeweils 16 Mikrofon- /Line-Eingängen und acht Line-Ausgängen installiert. Die Audiosignale werden in die Hauptzentrale und eine im MHO („Messehaus Ost“) eingerichtete Unterzentrale geleitet. Die Unterzentrale war erforderlich, um Verluste auf den langen Leitungen zwischen Verstärken und Lautsprechern in Grenzen zu halten: Im Neubau sind von der Unterzentrale kommend deutlich weniger als 200 Meter bis zum Foyer zu überbrücken, während von der Hauptzentrale eine Distanz von rund 700 Meter zu berücksichtigen gewesen wäre.

Betrieb

Wolfgang Borowski ist als Leiter für die Grugahalle verantwortlich und betreut mit seinen Mitarbeitern auch den technischen Teil von Veranstaltungen im Congress Centrum Ost – das neue Foyer erweitert das Aufgabenspektrum für ihn und sein Team. Borowski ist seit 27 Jahren für die Messe Esen tätig und war in den Entstehungsprozess des neuen Foyers sowie die Überlegungen zur Beschallung eingebunden. „Für uns besteht die Notwendigkeit, mit Signalen sicher und komfortabel von A nach B zu kommen“, erklärt er. „Hauptversammlungen, bei denen eine sichere Sprachübertragung in alle relevanten Bereiche besonders wichtig ist, sind bei uns immer ein Thema. Mit der neu installierten Audioanlage können wir das Patching so gestalten, wie es der jeweiligen Nutzungssituation angemessen ist.“

Anselm Goertz, Sascha Klein, Bernd Clauberg, Daniela Mühlen, Wolfgang Borowski
von links: Anselm Goertz, Sascha Klein, Bernd Clauberg, Daniela Mühlen, Wolfgang Borowski (Bild: Jörg Küster)

Borowski weist darauf hin, dass bei den zahlreichen im Foyer ausgerichteten Sonderveranstaltungen oft externe Beschallungskomponenten eingebracht werden, die passend zur jeweiligen Bühnensituation aufgebaut werden. Fast immer werden dabei die im Foyer festinstallierten Audiokomponenten mitgenutzt, was laut Wolfgang Borowski sehr gut funktioniert und dafür sorgt, dass Gäste dem akustischen Geschehen auch in weiter entfernten Ecken des großzügig dimensionierten Foyers folgen können. In diesem Zusammenhang kommen auch noch einige Deckeneinbaulautsprecher in den Übergangsbereichen sowie in der Garderobe zum Zuge.

„Die Bedienung der neuen Anlage war für unsere Mitarbeiter zunächst Neuland“, räumt Wolfgang Borowski ein. „Mittlerweile haben sich die Prozesse jedoch eingespielt, und alles funktioniert bestens – wir sind sehr zufrieden. Bei ganz unterschiedlichen Veranstaltungen ist die Sprachverständlichkeit stets sehr gut: Erst kürzlich hatten wir einen Event, bei dem sich nur 120 Personen im Foyer aufhielten und die Sprachverständlichkeit trotzdem hervorragend war!“ Bei Messungen im Rahmen der Abnahme wurde in der leeren Halle ein STI-Wert von 0,6 registriert, was angesichts von Beschaffenheit und Größe des Foyers ein außerordentlich gutes Ergebnis ist.

Laut Wolfgang Borowski ist das Foyer für Veranstaltungen jeder Art geeignet und verfügt selbst für anspruchsvolle Nutzungsideen über mehr als ausreichend Hängepunkte. Die Stromversorgung ist groß genug dimensioniert, um auch leistungshungrige Events problemlos zu versorgen. Diverse Bestuhlungspläne wurden von den Behörden genehmigt; maximal 2.200 Personen finden im unbestuhlten Foyer Platz. Die Auslastung des neuen Angebots ist nicht zuletzt dank der flexiblen Nutzungsmöglichkeiten gut, und gerne wird das Foyer Ost bei Veranstaltungen mit weiteren Flächen der Messe Essen kombiniert.

Aushängeschild

„Das neue Portal des Messehauses Ost kombiniert hohe Aufenthaltsqualität und moderne Ausstellungsbedingungen. Damit sichert die Messe Essen ihre Zukunftsfähigkeit und setzt darüber hinaus Impulse für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen“, sagte Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, anlässlich des Eröffnungsfestakts im November 2017.

Die Messe Essen stellt sich mit einem zeitgemäßen Angebot den wachsenden Herausforderungen des Marktes – im Ruhrpott  würde man wohl vom entscheidenden „Tacken mehr“ sprechen, den das Essener Messegelände künftig gegenüber Wettbewerbern zu bieten hat. Trotz der allgegenwärtigen Digitalisierung scheint die Investition in einen klassischen Messeplatz attraktiv zu bleiben – der Mix aus internationalen, nationalen sowie regionalen Fach- und Verbrauchermessen lockt jedes Jahr immerhin rund 1,5 Millionen Gäste in die Ruhrgebietsmetropole.

Fazit in wenigen Worten: Das Foyer Ost ist ein neues Aushängeschild für die Messe Essen und die Stadt Essen – und zwar eines, das sich sowohl sehen als auch hören lassen kann!

Web-Links

www.messe-essen.de

http://koenig-avt.de

www.ifaa-akustik.de


(Aus Professional System 05/2018)

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: