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Kongresse und Messen

Raumwelten erstmals als hybride Veranstaltung

Vom 18. bis 20. November 2020 findet Raumwelten unter dem Motto “Raumwelten 20 2 0 2.0 Please Install New Spatial System Now!” zum neunten Mal statt. Die Plattform für Architektur, Szenografie und Medien findet dieses Jahr erstmalig hybrid statt: Zum einen vor Ort in der neuen Location Kunstzentrum Karlskaserne in Ludwigsburg und zum anderen mit Live-Stream, Mediathek mit Architekturfilmen und einer geplanten Networking-Plattform auf www.raum-welten.com.

(Bild: Raumwelten)

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Hybrides Format

Für internationale Teilnehmer*innen wird Raumwelten erstmalig vollständig auf Englisch verfügbar sein und somit vor allem Online neue Zielgruppen erreichen können. Raumwelten Hybrid-Tickets (Onsite und Online) sind mit maximal 80 Plätzen streng limitiert. Unter den Hygienevorschriften können Teilnehmer*innen an allen Veranstaltungen der Konferenz inklusive Panels, „ABC der Szenografie“ -Workshops, Keynotes und Special Lectures teilhaben. Für 249 Euro (Early Bird bis 14.10.20 , danach 295 Euro regulär) sind darin ebenso inbegriffen das Konferenzcatering, das
Kinoprogramm, die digital-analoge Installation Candelabrum von Matthijs la Roi und der Zugang zu
Raumwelten Online (13. – 29.11.2020). Ticketinhaber genießen die Vorteile des persönlichen Austauschs und Networkings vor Ort.

Der Zugang zu Raumwelten Online für 63 Euro (inkl. MwSt) bietet exklusive Filmprogramme und On
Demand-Angebote, ausgewählte Konferenz-Vorträge und Panels im Livestream (18.11. – 20.11.) inklusive Q&As. In der Mediathek können die Inhalte bis 29.11. abgerufen werden. Der Ticketshop ist ab dem 24.
September unter www.raum-welten.com geöffnet.

Programm für die Branche

Unter dem Leitsatz „Raumwelten 20 2 0 2.0 – Please Install New Spatial System Now!“
wird unter anderem diskutiert, wie Kommunikation im Raum und Architektur in einer (post-) pandemischen Zeit funktioniert. Welche Chancen ergeben sich und welche positiven Veränderungen bringt die Corona-Krise mit sich? Weltweit wird niemand bezweifeln, dass 2020 das Jahr des Umbruchs und einer neuen Normalität ist, die alle Lebensbereiche betrifft. Es ging und geht vor allem um Abstände und Isolation – also um all das, was Kommunikation im Raum vermeiden möchte. Raumwelten zeigt originelle, offene und positive Wege, mit den neuen Limitierungen im Raum umzugehen.

Raumwelten-Kongress 2019 (Bild: Reiner Pfisterer)

Die Themenschwerpunkte der Konferenz-Panels:

Panel Medien/VR: “Think New Spatial System Now!”

Kuratorin Charlotte Tamschick (TAMSCHICK Media + Space, Berlin)

Im Lockdown waren Kultureinrichtungen wie Museen und Theater gezwungen, ihre Objekte und Werke neu zu kuratieren und innovative Wege der Vermittlung zu finden. Sie haben uns vorgemacht, wie virtuelle Räume neu gestaltet werden können. Das reale Erlebnis jedoch fehlt oft, wir brauchen den physischen Kontakt wieder, die soziale Dimension. Wie wichtig ist der reale Raum?

Wie die Um-Übersetzung von Inhalten in realen und virtuellen Räumen in Museen, Ausstellungen sowie
Konzerthäusern und Theatern in Zukunft aussehen könnte, diskutiert die Kuratorin Charlotte Tamschick mit folgenden Speakern: Jeppe Hein (Künstler/Bildhauer, Berlin), Nathalie van Sasse van Ysselt (Madison Square Garden, New York), Patrik de Jong (Artificial Rome, Berlin), Cedric Kiefer (Onformative, Berlin) und Franziska Ritter (1&1 concerts, Berlin)

Panel Hochschulen und Wirtschaft: „Scenography & Experience Design: Quo vadis?”

Eine “Pecha Fooda” zur Zukunft unserer Branche: Kurator Jean-Louis Vidière

In diesem Panel geht es nicht um die Folgen von Corona. Sondern um Längerfristiges. Die Kernfrage lautet: In welchen Räumen wollen wir morgen leben? Die Fachfrage dazu: Was wollen wir, Szenograf*innen, Experience Designer*innen für diese Räume der Zukunft leisten? Spielräume, Wissensräume, Naturräume, Unorte, Sporträume, Arbeitsräume, Markenräume, virtuelle Räume, Sterberäume… Die Vielfalt ist groß – unser Anspruch, solche Räume proaktiv zu verbessern aber noch nicht groß genug. Im neuen Format „Pecha Fooda“ gibt es Vorträge à 5 Minuten, dazwischen immer 5-minütige Pausen, sowie Fingerfood. Ausgemacht wird: Flüstern während der Vorträge, Plappern während der Pausen. Und ein gemeinsamer, entspannter Spaziergang mit Szenograf Sven Klomp rundet das Panel ab. Speaker (u.a.): Michael Breda (Muthesius Kiel), Ruth Scheel (FHNW Basel) / Andreas Wenger, Jimmy Schmid und/oder Arne Scheuermann (Leiter Institute of Design Research, HBK Bern), Domenico Bergamin (Steiner Sarnen Schweiz)

Panel Natur-Raum-Natur: „ Install New Nature Now: New Staging of Nature“

Kuratoren Charlotte Tamschick (TAMSCHICK Media + Space, Berlin) und Ulrich Wegenast (Raumwelten)

Die Naturbühne inszeniert sich selbst am besten, sie arbeitet subtil mit Licht und Schatten, mit Farben, mit Sound, sie stellt bestimmte Objekte in den Vordergrund. Hüllt sie ein und enthüllt sie. Sie ist narrativ – erzählt Geschichten und stellt ein immersives, emotionales Erlebnis dar, das einen im Wandel von Wetter, Tages- und  Jahreszeiten räumlich umgibt. Dies alles sind Parameter und Methoden, die in der Szenografie, eine wichtige Rolle spielen. So geht es in diesem Panel um den großen Naturraum, der gerade jetzt so stark auch für kulturelle Inszenierungen an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus geht es um die Frage, welche Transformationen im ländlichen Raum momentan neben den großen Inszenierungen stattfinden. Findet nach der Industrialisierung des ländlichen Raumes eine Urbanisierung statt? Ist das Rurale möglicherweise die Lösung im Zeitalter der Pandemie? Und welche neuen sozialen und kulturellen Nutzungsformen von Räumen entstehen aufgrund dieser Tendenz? Speaker: Hubert Lepka (Lawine Torrén, Moosdorf/AT), Thomas E. Bauer (Kulturgranit, Konzerthaus Blaibach) & Peter Haimerl (tbc), und Heike Bruckner (Bruckner Ganzheitliche Planung, Bregenz/AT) diskutieren wird.

Panel Formate „Uploading New Formats“

Kuratorinnen Janina Poesch und Sabine Marinescu (PLOT, Stuttgart)

Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Szenografie aufgrund der COVID-19-Pandemie kein jähes Ende gefunden. Aber wir alle mussten und müssen noch immer radikal umdenken! Denn gerade wegen –
und nicht trotz – der schwierigen Lage für Messen, Events, Museen, Handel, Theater sowie weitere Kulturinstitutionen haben sich neue Formate entwickeln müssen. Das Panel gibt einen Einblick in diese aktuellen und noch entstehenden Begegnungs- und Vermittlungsformate: Welche konkreten Formate sind in den letzten Monaten gereift? Gibt es schon erste Erfahrungswerte? Wie können die neugewonnen Erkenntnisse weiterentwickelt werden? Was können die Branchen voneinander lernen und wie könnten sie gemeinsame Wege beschreiten? Kann die Zukunft der Szenografie durch die veränderten Formate gesichert werden? Die Speaker berichten von ihren Ideen und konkreten Projekten hybrider Events und Messen, der digitalen Erweiterung des Theaterraums, virtuellen Museumsplattformen ebenso wie von den Abstandsregeln folgenden, analogen Kulturerlebnissen.

Speaker u.a.: Johannes Plass (Mutabor, Hamburg), Constanze Fischbeck (HfG, Karlsruhe), Nextmuseum.io (Tbc)

Panel Architektur „Install New Utopia“

Kurator Tobias Wallisser (L.A.V.A. – Laboratory for Visionary Architecture, Stuttgart/Berlin)

In der Zeit vor der Corona-Zäsur wurde das Wort ‚neu‘ gerne aus Marketinggründen eingesetzt. In der Disziplin Architektur hingegen wird Modisches und Marketing abgelehnt, man ist stolz darauf, wenn Häuser aussehen, als ob sie immer schon dagewesen wären. Gerade jetzt wäre Innovation mehr denn je gefragt. Ein geeigneteres Attribut zur Auswahl wäre sicherlich ‚relevant‘, denn es gibt Entwürfe und architektonische Visionen, die sowohl ‚relevant‘ als auch ‚neu‘ sind. Relevant, weil sie versuchen, Antworten auf die Fragen unserer Zeit zu entwickeln. Und neu, weil sie andere Ideen und Denkansätze einbringen, um mögliche Zukunftsszenarien anschaulich zu machen. Oft geht es um ein radikales Weiterdenken bereits vorhandener technischer Möglichkeiten im Sinne von Szenarien für mögliche Zukünfte. Eine Reihe unterschiedlicher Ansätze zeigt das erweiterte gestalterische Feld, in dem Architekt*innen relevante Beiträge zum Umgang mit Ressourcen und Klimawandel, Digitalisierung und sozialen Prozessen erarbeitet haben. Ansätze, die Lust auf neue Räume machen. Speaker sind unter anderen Gilles Retsin (AUAR – Automated Architecture, London).

Präsentation und Matching bei Raumwelten New Business & Raumwelten Digital am 18.11.:

Am Vormittag präsentieren sich im Programm Raumwelten New Business sieben ausgewählte junge
Unternehmen und Start Ups aus den Bereichen VR, AR und Kommunikation im Raum. Mit der Unterstützung vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg setzt dieser Programmteil stärker auf
Networkingmöglichkeiten, beispielsweise durch One-to-One-Meetings mit potentiellen Partnern und
Investoren.

Bei Raumwelten Digital, unterstützt durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, präsentieren junge Unternehmen, Initiativen und Hochschulen aus Deutschland neue Ansätze und Geschäftsmodelle im Kontext von Architektur und Szenografie, digitalen und immersiven Medien, sowie analog-digitalen Anwendungen.

Programm für die interessierte Öffentlichkeit (Raumwelten Public):

Auch in diesem Jahr werden unter Raumwelten Public vom 15.-22. November 2020 vielfältige Events für interessierte Bürger*innen aus Ludwigsburg und der Region Stuttgart stattfinden. Am Sonntag, 15. November startet Raumwelten Public mit dem beliebten Familientag mit Workshops für verschiedene Altergruppen statt. Neben Architekturworkshops für Vorschulkinder finden auch Animationsworkshops für Grundschüler*innen und eine Digitalwerkstatt für Teens statt. Am Nachmittag zeigen wir das Best of Tricks for Kids – die besten animierten Kurzfilme für Kinder des diesjährigen Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS). Am 21. und 22. November findet abschließend das Architekturfilm-Programm im Central Theater statt.


Raumwelten ist eine Veranstaltung der Film- und Medienfestival gGmbH in Zusammenarbeit mit der
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

 

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