Die it-sa in Nürnberg ist weiter gewachsen. Erstmals stellten mehr als 1.000 Unternehmen aus, insgesamt waren es 1.005. Laut Veranstalter kamen über 33.000 Fachbesucher aus mehr als 70 Ländern, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem stellte die it-sa ein neues Konferenzformat vor und kündigte für 2027 eine zusätzliche Halle an.
(Bild: it-sa)
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Drei Tage lang tauschten sich Anbieter, Anwender, Behörden, Wissenschaft und Politik über aktuelle Bedrohungslagen, neue Technologien und Strategien für mehr Cybersicherheit aus. Themen waren unter anderem Künstliche Intelligenz, Cloud-Sicherheit, digitale Resilienz und der Schutz Kritischer Infrastrukturen. Das Programm umfasste sechs offene Foren und den begleitenden Congress@it-sa.
„Die diesjährige it-sa hat eindrucksvoll gezeigt, welche Dynamik der Cyber-Security-Markt derzeit entwickelt“, resümiert Thimo Holst, Head of Brand Strategy der it-sa. Besonders erfreulich sei die Qualität der Gespräche auf den Ständen und in den Foren gewesen. Cybersecurity sei heute ein strategisches Thema für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft gleichermaßen.
Krisenübung mit dem Publikum
Am letzten Messetag spielte Professor Marco Gercke in seiner Keynote „Cyber Incident Simulation“ einen Cyberangriff auf ein fiktives mittelständisches Unternehmen durch. Das Publikum übernahm dabei die Rolle des Managementboards und musste in Echtzeit entscheiden: Die Teilnehmer stimmten per Handzeichen ab, wie kritisch einzelne Vorfälle sind und ob das Unternehmen im Szenario Lösegeld zahlen soll. Die Ergebnisse fielen teils unterschiedlich aus.
Gercke betont, dass sich auch bei realen Angriffen oft nicht sofort ein Konsens finde. Entscheidungswege, Verantwortlichkeiten und Handlungsoptionen müssten deshalb schon vor einem Sicherheitsvorfall klar festgelegt sein.
Startup Award für Firmware-Fuzzing
Den ATHENE Startup Award UP26@it-sa für das beste Cybersecurity-Startup der DACH-Region gewann Fuzzware aus Bochum. Das Unternehmen setzte sich beim Live-Pitch vor Jury und Fachpublikum durch und erhält ein Preisgeld von 7.500 Euro, gestiftet von der Deutsche Telekom Security GmbH.
Mit der Lösung von Fuzzware lassen sich vollständige Firmware-Systeme ohne physische Hardware per Fuzzing testen. Grundlage ist eine Analyse des Binärcodes. So sollen sich Schwachstellen in Embedded-Software frühzeitig finden lassen.
Platz zwei ging an Complioty aus München mit einer Plattform, die Maschinenbauern die Einhaltung des Cyber Resilience Act erleichtern soll. Dritter wurde RedCastle aus Heubach mit einem KI-gestützten Security Operations Center für Mittelständler.
Neues Konferenzformat, zusätzliche Halle
Mit dem erstmals veranstalteten Cyber thought leaders dialogue feierte am ersten Messetag die neue it-sa CONFERENCE Premiere. Gäste aus Politik, Verwaltung und Cybersecurity diskutierten dort miteinander. Künftig soll die Marke auf drei Säulen stehen: it-sa EXPO, it-sa CONFERENCE und die Online-Plattform it-sa 365. Ab 2027 bekommt die Marke außerdem ein neues Erscheinungsbild.
Die Ausstellungsflächen waren laut Veranstalter vollständig ausgebucht. Deshalb kommt 2027 die Halle 10 hinzu, die it-sa EXPO belegt dann sechs Hallen. Sie findet vom 5. bis 7. Oktober 2027 im Messezentrum Nürnberg statt. Die it-sa CONFERENCE läuft parallel an den ersten beiden Messetagen. Am 19. November 2026 gibt es auf it-sa 365 einen digitalen Messe-Recap.