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Softwaredefinierte Produktion

Qvest zeigt DMF-Referenzimplementierung auf der IBC

Der Kölner Dienstleister Qvest führt auf der IBC 2026 einen Multi-Vendor-Showcase vor, der die Dynamic Media Facility der EBU von der Referenzarchitektur in eine lauffähige Umgebung überführt. Zwölf Technologiepartner steuern Komponenten bei.

Screenshot einer Multiviewer-Oberfläche mit vier Videokacheln und einem Statuspanel zu Datendurchsatz und Gateways(Bild: Qvest)

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Die Dynamic Media Facility (DMF) ist eine Architektur der European Broadcasting Union für eine offene, softwaredefinierte Produktion. Grundgedanke ist, Infrastruktur nicht mehr fest einzelnen Workflows zuzuordnen, sondern als gemeinsam genutzte Ressource herstellerneutral bereitzustellen. Der Showcase von Qvest bringt dafür Orchestrierung, Medienverarbeitung, Audio, Monitoring und Lifecycle-Management verschiedener Anbieter in einer gemeinsamen Umgebung zusammen. Diese läuft nach Angaben des Unternehmens sowohl auf Standard-Infrastruktur als auch in der Cloud.

„Broadcaster blicken zunehmend über Architekturkonzepte hinaus und fragen, was bereits heute in der Praxis funktioniert“, erläutert Daniel Clasen, Practice Lead Custom Software Solutions bei Qvest. Gemeinsam mit den Partnern entwickle man die DMF von einer Referenzarchitektur zu einer praktischen Referenzimplementierung weiter.

Die Compute-Grundlage stellt Intel mit zwei Xeon-Servern und Netzwerkkarten der E800-Serie mit ST-2110- und RDMA-Unterstützung. NETGEAR liefert mit dem M4350-40X4C einen 40-Port-10G-Switch mit 100G-Uplinks, der unkomprimierte ST-2110-Flows gemeinsam mit Control- und Orchestrierungs-Traffic über eine Fabric transportiert. Für Medienverarbeitung und Software-Processing sind Matrox Video mit ORIGIN, Riedel, Techex, Telestream, Ross Video und Wavelet Beam vertreten.

Die Orchestrierung übernimmt die DataMiner-xOps-Plattform von Skyline Communications, das Monitoring TAG Video Systems. Immersives Audio in 5.1 und 7.1.4 steuert die Telos Alliance mit Minnetonka Audio UPMAX und ARC bei. Ein Großteil der Funktionen lässt sich als containerisierte Media Function einbinden.

„Produktionsumgebungen sind häufig nicht ausgelastet, weil Infrastruktur einzelnen Workflows fest zugeordnet ist“, ergänzt Patrick Steinert, Head of Technology Consulting bei Qvest. Der Showcase zeige, wie sich gemeinsam genutzte Ressourcen über verschiedene Produktionsszenarien hinweg effizienter einsetzen ließen. Die Implementierung solle in Kürze auch in Kundenumgebungen zum Einsatz kommen.

Qvest ist in der AMWA-EBU JT-DMF Task Force aktiv und steuert nach eigenen Angaben Code zum MXL Project der Linux Foundation bei. Zu sehen ist der Showcase vom 11. bis 14. September 2026 im RAI Amsterdam an Stand 10.C24.

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