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Hörsaalkonzept von Wireworx

Universität Stuttgart gerüstet für Remote-Learning in Zeiten der Ausgangsbeschränkung

Die derzeitige Krisenlage in Deutschland stellt alle vor große Herausforderungen. Man ist in den verschiedensten Bereichen unseres täglichen Lebens und Arbeitens deutlich eingeschränkt. Viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt und hierzu mehr oder minder eilig die entsprechende Infrastruktur aufgebaut. Softwarelizenzen wurden beschafft, ebenso Headsets und Kameras – wobei letztere Komponenten deutlich schwieriger auf die Schnelle zu beschaffen waren.

Hörsaal der Universität Stuttgart(Bild: Wireworx GmbH, Georg Dütsch)

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Vor deutlich größeren Herausforderungen stehen die Schulen und Hochschulen im Land. Der zu vermittelnde Lernstoff ist oftmals nur für Präsenzveranstaltungen aufbereitet, die meisten Bildungseinrichtungen sind aber keineswegs oder nur rudimentär auf Remote-Learning vorbereitet oder verfügen über die notwendige technische Infrastruktur.

Die Universität Stuttgart profitiert in der derzeitigen Lage von einem im Jahr 2015 durch die Wireworx GmbH und in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Technische Informations- und Kommunikationsdienste (TIK) der Universität Stuttgart geplanten Hörsaalkonzept, das inzwischen in über 100 Hörsälen im Einsatz ist.

Ein in der jetzigen Situation entscheidender Teil dieses Technikkonzeptes ermöglicht es Dozenten in Eigenregie ihre jeweiligen Vorlesungen aufzuzeichnen. Die Inhalte können in andere Hörsäle übertragen oder über die universitätseigene Infrastruktur von Studierenden abgerufen werden.

Dazu sind in den Hörsälen spezielle Pulte mit Touchpanels, Bedieninterfaces und mehrere Kameras installiert, die die Dozenten eigenständig bedienen und eine Aufzeichnung ihres Seminars oder ihrer Vorlesung erstellen können. Über die Steuerung haben sie Zugriff auf vordefinierte Kamerapositionen (Rednerpult, Tafel, Totale), aber auch PowerPoint-Präsentation, die vom Computer stammen, lassen sich direkt mit einblenden und aufzeichnen.

Die Aufzeichnung der Lehrveranstaltung wird über einfache Buttons wie „Start“, „Pause“ und „Stopp“ im Interface gesteuert. So ist es den Dozenten derzeit möglich, ihre jeweiligen Vorlesungen in leeren Hörsälen zu halten und diese unkompliziert aufzuzeichnen.

Für die Aufzeichnung arbeitet im Hintergrund ein vom TIK der Uni Stuttgart betriebenes Opencast-System. Die Aufnahmen werden über die Lernplattform ILIAS den Studenten zur Verfügung gestellt.

Der derzeitige Anwendungsfall stand zum Planungszeitpunkt vor fünf Jahren sicherlich nicht im Fokus der Aufzeichnungsfunktionalität. Allerdings profitiert die Uni Stuttgart heute von dem durch Wireworx erdachten Aufzeichnungs- und Streamingkonzept maßgeblich und kann den Lehrbetrieb so aufrechterhalten.

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