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Vergabeprobleme: Sanierung des Mindener Stadttheaters verschiebt sich

Stadttheater Minden im Herbstlicht
Stadttheater Minden im Herbstlicht – Bild: Stadt Minden

Immer wieder kommt es bei Vergaben zu Problemen. Zeitpläne können nicht eingehalten werden, festgelegte Budgets erreichen plötzlich Schwellenwerte für strengere Vergaberichtlinien oder aber die abgegebenen Angebote sind weit über den geplanten Budgets oder bleiben gar ganz aus. PROFESSIONAL SYSTEM möchte seine Leser auch über solche Themen informieren und da uns heute eine Pressemeldung des Stadttheaters Minden erreichte, möchten wir Ihnen diese nicht vorenthalten.

Sanierung des Mindener Stadttheaters verschiebt sich

Die Sanierung des Mindener Stadttheaters kann nicht wie geplant in Angriff genommen werden. Die dem Grunde nach abgestimmten notwendigen Baumaßnahmen sollten im Zeitraum Anfang bis Mitte 2020 durchgeführt werden.

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„Jetzt hat sich aber ergeben, dass die Planungen für die Sanierung deutlich umfangreicher sind, als sie sich vorher dargestellt haben“, sagt Stadtkämmerer Norbert Kresse. Die Grundlagenplanungen mussten unter anderem wegen Engpässen bei den beauftragen externen Büros mehrmals geschoben werden. Durch die aufwendigeren Planungen ist nun die Folge, dass bereits die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben werden müssen. Es gibt bestimmte finanzielle Schwellenwerte, die jetzt überschritten werden, erklärt Jörn Schunk, Bereichsleiter der städtischen Gebäudewirtschaft. Dies ist seit dem 2. Oktober 2018 bekannt. Europaweite Ausschreibungen haben eine längere Ausschreibungszeit. Diese liegen in einer Spanne von sechs bis neun Monaten. Das bedeutet für die Baumaßnahme, dass die bisherige Zeitschiene nicht eingehalten werden kann. Ein dann beauftragter Fachplaner könnte voraussichtlich im dritten Quartal 2019 mit der Planungsarbeit beginnen.

Bisher war die Ausschreibung so gestaltet, dass sich einzelne Fachplaner mit ihrer jeweiligen Thematik auseinandersetzen. In der EU-weiten Ausschreibung prüft die Stadt Minden nun einen Generalplaner auszuschreiben. „Dies hätte den Vorteil, dass nicht mehrere Einzelbeauftragungen notwendig werden, sondern dass mit einem Ansprechpartner das zeitliche und bauliche Sanierungskonzept gemeinsam und über verschiedene Fachdisziplinen erarbeitet werden kann“, unterstreicht Schunk. So können die Anforderungen, wie eine neue Lüftungs- und Klimatechnik, eine erweiterte Medienausstattung sowie Sanierung im Innenbereich des Theaters gebündelt und aufeinander abgestimmt umgesetzt werden.
Bereits in den Jahren 2008 bis 2013 hat sich im und am Stadttheater einiges getan. So wurden die Fassaden saniert, Putz-, Stuck- und Malerarbeiten gemacht, außerdem waren Dachdecker und Klempner am Werk. Vor dem Hintergrund, dass Wagners Ring auf die Bühne gebracht werden sollte, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, die noch ausstehenden Maßnahmen auf die Zeit zu verschieben, wenn der arbeitsintensive Wagner-Zyklus 2019 abgeschlossen ist. Die so kurzfristige zeitliche Verschiebung der Baumaßnahmen hat für den Spielplan des Theaters natürlich gravierende Auswirkungen. Alle Planungen sind seit Jahren auf die Umsetzung der zwei RING-Zyklen im Herbst 2019 und der anschließenden Pause für die Umbaumaßnahmen konzipiert gewesen.

Der Spielplan ist zu diesem Zeitpunkt für die zwölf ABO-Ringe und die vielfältigen Gastspiele immer bereits abgeschlossen. Intendantin Andrea Krauledat wird nun versuchen, einen Spielplan für die Saison 19/20 noch kurzfristig zu entwerfen und umzusetzen. „Allerdings sind zu diesem Zeitpunkt bereits viele Tourneen ausgebucht und es wird schwer optimale Termine zu finden und den Spielplan für die Zuschauer*innen wie gewohnt zu gestalten“, so die Intendantin. Zusätzlich ist das Theater bis zum 29. Oktober 2019 durch den RING-Zyklus nicht anderweitig zu bespielen. Der ganze Sommer wird durchgängig für die Wiederaufnahmeproben der vier RING–Teile besetzt sein. „Ein Mammutprogramm ohne Pause erwartet nun das Team des Stadttheater Minden mit einem anschließenden normalen Spielplan 2019/2020“, betont Krauledat. „Die Herausforderung für das Stadttheater ist gewaltig“, so die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit Regina-Dolores Stieler-Hinz. „Kraft spendet uns in dieser unerwarteten Situation, dass wir aufgrund der neuen Zeitschiene für die Sanierungsmaßnahmen unserem treuen Publikum durchgängig die beliebten Abo-Reihen werden anbieten können.“

Pressestelle Stadt Minden, Katharina Heß, pressestelle@minden.de, Tel.: +49 571/ 89204.

Zur Pressemeldung der Stadt Minden

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