Videri erweitert seine Digital-Signage-Plattform um eine KI-Ebene. Unter der Bezeichnung Videri Intelligence bündelt der Anbieter drei Funktionen: App Studio erzeugt Anwendungen aus einer Beschreibung in natürlicher Sprache, Actions führt Netzwerkaufgaben auf Zuruf aus, Insights soll Leistungsdaten auswerten. Die Funktionen sind in das bestehende Portal integriert und werden separat lizenziert.
(Bild: Videri)
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Nach eigenen Angaben betreibt Videri weltweit über 90.000 Displays im Enterprise-Umfeld. Der Anbieter entwickelt Hardware, Firmware und Software selbst und begründet damit die Möglichkeit, KI-Funktionen tief in die Plattform einzubetten. Wettbewerber hätten überwiegend lediglich einen Chatbot auf bestehende Software aufgesetzt, die wiederum auf fremder Hardware laufe, heißt es in der Mitteilung.
Videri App Studio soll den Entwicklungsaufwand für individuelle Signage-Anwendungen verringern. Anwender beschreiben Layout, Anwendung und die anzubindenden Datenquellen, das System erzeugt daraus eine Anwendung. Als Beispiele nennt Videri eine Menütafel mit Anbindung an die Warenwirtschaft, ein Betriebs-Dashboard mit Power-BI-Anbindung oder eine Lobby-Wand, die Besucher namentlich begrüßt.
Gehostet werden die Anwendungen bei Videri, die Verteilung übernimmt das Portal. Für Anwender ohne Bedarf an Eigenentwicklungen stehen vorgefertigte Integrationen bereit.
Agent mit Freigabeschritt
Videri Actions arbeitet als Agent innerhalb des Portals. Anwender formulieren das gewünschte Ergebnis, prüfen den vorgeschlagenen Eingriff und geben ihn frei. Als Beispiele nennt Videri den Austausch einer Werbeaktion über alle Playlists und Standorte hinweg, das Setzen von Helligkeitswerten nach Tageszeit oder das Auffinden von Lücken in der Belegungsplanung. Sämtliche Vorgänge laufen nach Angaben des Anbieters innerhalb der bestehenden Zugriffsrechte, sind protokolliert und lassen sich rückgängig machen.
Videri Insights soll Telemetrie-, Wiedergabe- und Interaktionsdaten auswerten und relevante Zusammenhänge von sich aus benennen, etwa welches Motiv am Verkaufsort am stärksten wirkt oder wo Besucherfrequenz und Transaktionen auseinanderlaufen. Die Funktion wird schrittweise ausgerollt.
App Studio und Actions sind ab sofort verfügbar, Insights folgt später. Die Lizenzierung erfolgt separat und richtet sich nach der Größe des Displaynetzes.