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Momente der Rebellion in den 60ern

Ausstellungstechnik: „You say you want a Revolution? Records and Rebels 1966–1970.“ im V&A Museum

Musik der späten 60er Jahre ist der Leitfaden der aktuellen Ausstellung „You say you want a Revolution? Records and Rebels 1966–1970.“ im Victoria & Albert Museum, London. Die Besucher können Jimmy Hendrix, Stones, Beatles & Co teilweise in 3D-Sound erleben.

Ausstellung „You say you want a Revolution? Records and Rebels 1966–1970.“ im V&A Museum
Sit-in auf Kunstrasen. Besucher erleben den Woodstock-Sound in 3D auf Sitzsäcken.

Es ist schon ein spannender Kontrast: Im ehrwürdigen, viktorianischen V&A-Museum in London, Großbritanniens Museum des Jahres, ist die kulturelle und musikalische Rebellion der Jugend in den späten Sechzigern wiederbelebt worden. Der Groove der der späten Sechziger mit seinen Rebellen und Helden wurden in der Ausstellung „You say you want a Revolution? Records and Rebels 1966–1970.“ in die Gegenwart geholt.

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Sound der Rebellion

Mit viel Herzblut wurde die Ausstellung von Geoffrey Marsh und Victoria Broackes multimedial umgesetzt. Die beiden Kuratoren hatten 2013 mit ihrer Ausstellung zu David Bowie schon einen beachtlichen Erfolg verbucht. Ein wichtiges und die Gesellschaft prägenden Stück Zeitgeschichte wurde nicht nur mit zeitgenössischem Film- und TV-Material per Projektion und Displays wiederbelebt: Leitfaden durch die Ausstellung ist aber in jedem Fall die Musik und Sound dieser Epoche. So können die Besucher Swinging London und Woodstock authentisch erleben, aber auch Rebellion: Zum Beispiel den Widerstand gegen den Vietnamkrieg, Arbeiteraufstände oder die weltweiten Studentenunruhen – Hubschrauberknattern, Schreie Schüsse…

 

Ausstellung „You say you want a Revolution? Records and Rebels 1966–1970.“ im V&A Museum
Spannender Kontrast: Groove der späten Sechziger im viktorianischen Rahmen. Für den Sound sorgt Sennheiser-Equipment, gesteuert aus einer Kabine neben unter der Lichtinstallation neben dem Eingang zur Ausstellung

 

Natürlich gibt es auch reale Exponate: Mehr als 600 Ausstellungsstücke haben die Kuratoren Broackes und Marsh gesammelt. Darunter der Anzug, den George Harrison im Sgt. Pepper-Video trug, die handschriftliche Fassung von John Lennons „Imagine“ auf einem Notizzettel des New Yorker Hilton Hotels oder das Schlagzeug von „The Who“. Viele originale Kleidungsstücke, natürlich eine Menge Plattencover, Instrumente und Gemälde oder Grafiken. Alles um „das Rückrat der Ausstellung“, wie Broackes es nennt: Die mehr als 200 LPS große Sammlung von Radiolegende John Peel.

Sennheiser als Sound-Partner

Erneut war Sennheiser der offizielle Partner, der mit seiner immersiven Audioinstallation verantwortlich für das innovative Sounderlebnis im weltweit führenden Museum für Kunst, Design und darstellende Künste ist. In einem der Haupträume der Ausstellung werden z. B. das Woodstock Festival und der legendäre Hendrix’ Auftritt auf vier riesigen Leinwänden und mit dem AMBEO 3D-Audiosystems wiederbelebt und übertragen von acht Sennheiser-Lautsprechern. Zudem vermitteln überall im Ausstellungsbereich Sennheisers GuidePort-System Besuchern den Soundtrack dieser Ära.

Für Kurator Marsh ging es dabei nicht um eine hervorragende Soundqualität: „Wir wollen vermitteln, wie die Musik gehört wurde.“ Dazu gehört auch, dass unter den Lautsprechern, auf dem mit grünem Kunstgras ausgelegten Boden, mehrere Sitzsäcke liegen, auf denen die  Besucher den Woodstock-Sound wahrnehmen können. In einer Vitrine stehen die Überreste einer von Hendrix zertrümmerten Gitarre und zwei seiner erhaltenen Fender.

Soundingenieurin Carolyn Downing ist verantwortlich für diesen vielseitigen Soundtrack. Den hat Downing von den originalen Vinylen genommen und ihn so aufgearbeitet, dass man seine Authentizität hört. Mit dem Kratzen der Nadel nicht so kristallklar wie moderne Sounds. „Jüngere Leute sollen den Charakter der damaligen Musik erfahren“, sagt Downing. „Wir wollen dem Besucher das Gefühl geben, er wäre mitten in den 60ern.“

Kein Nostalgie-Trip

Broackes und Marsh wollen eine allumfassende Sicht auf die 60er liefern, statt sich eines einzelnen Themas wie Mode, Grafik, Musik, Kunst oder politische Bewegungen zu widmen: „Wir haben Beziehungen zwischen diesen Bereichen erkannt“, sagt Broackes. „Indem wir sie zusammenbringen, können wir die verschiedenen Objekte in einer neuen Art präsentieren und gleichzeitig reflektieren, welche Bedeutung sie für die heutige Zeit haben.“

Zudem wollten Marsh und Broackes keinen Nostalgietrip, sondern die Bezüge zu heute aufzeigen: Im Hinblick auf die anstehende Präsidentschaftswahl in den USA, auf die Brexit-Entwicklung in Großbritannien und die aktuelle Lage in Europa hätten eine enorme Aussagekraft. „Es war die Zeit der Träume und der Verwirklichung der Träume“, sagt Broackes. „Wenn man sich heute fragt, wie man seine großen Ziele auch tatsächlich erreicht, muss man auf die Menschen der 60er schauen.“

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