Education: Firmen beraten Schulen

Digitalisierung an Schulen in Rheinland-Pfalz

Die Beratungsleistung durch Fachleute aus der Medientechnik ist an den Schulen eine wichtige Entscheidungshilfe für die Pädagogen. Diese haben neben der tagtäglichen Lehrtätigkeit begrenzte Möglichkeiten für einen umfassenden Überblick beim digital gestützten Unterricht.

Medientechnik am Görres-Gymnasium in Koblenz
Einheitliche Schullösung: Am Görres-Gymnasium in Koblenz wurden rund 50 Klassenzimmer mit einheitlicher Medientechnik ausgestattet. Hierbei lieferte und installierte Urano die „Digitalen Tafeln“ auf elektrisch höhenverstellbaren Pylonen-Systemen der Conen Group. (Bild: Dominik Roenneke)

Inhalt dieser Case Study:

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In Rheinland-Pfalz existiert, wie in verschiedenen anderen Bundesländern auch, eine Internetplattform auf der u. a. zugangsberechtigte Schulträger und Schulen aus einem festgelegten Produktportfolio auswählen und sich vor einer Entscheidung zu den alternativen Technologien informieren lassen können. So können die Schulen auf ein kosteneffektives und aktuelles Technikportfolio für die Medientechnik in den Klassen- und Fachräumen zurückgreifen. Sollen die Investitionen mithilfe des Förderprogramms DigitalPakt Schule getätigt werden, können die Schulträger in Rheinland-Pfalz für ihre Schulen auf standardisierte Technik zurückgreifen. Das ermöglicht in der Folge eine kostengünstigere Technikwartung, für die der Schulträger im Rahmen der Förderung durch den DigitalPakt verantwortlich ist. Auch die Wartung muss im Antrag definiert und geplant sein.

Gemäß den Richtlinien der Bundesförderung für die 40.000 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland lassen sich die Schulträger von allen Schulen in ihrer Kommune sogenannte medienpädagogische Konzepte (MEP) vorlegen. Darin beschreibt jede Schule, wie sie ihre medienpädagogischen Ziele erreichen möchte. Das hat selbstverständlich einen großen Einfluss auf die Technik. So gehen die Meinungen der Pädagogen in Bezug auf den Einsatz von interaktiven Displays in Vergleich zu ebenfalls interaktiven Projektionssystemen häufig deutlich auseinander. Mithilfe der alternativen Produkte im Internetportal kann der Schulträger allen seinen Schulen ein passendes Angebot unterbreiten, ohne auf die kosteneffiziente Standardisierung verzichten zu müssen. Ein weiterer Vorteil dieses nach Ausschreibung festgelegten Produktsortiments besteht darin, dass Schulträger und Schulen aus diesem Angebot direkt kaufen können. Und das frei von einer Verpflichtung zu einer aufwendigen eigenen Ausschreibung bei der Beschaffung von Medien- und IT-Technik.

„GeoGebra“-Darstellung via Browser
Interaktiv und plakativ: Das mathematische „GeoGebra“ wird beispielsweise via Browser dargestellt und mittels interaktiver Touch-Funktion unkompliziert skaliert, so dass alle Details auch aus der letzten Reihe problemlos erkannt werden können. (Bild: Dominik Roenneke)

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Das ausgeschriebene Technik-Portfolio

Für die Schulen geht es bei der Digitalisierung wesentlich um die Nachfolgetechnik der Kreidetafel. Damit sind die offerierten medientechnischen Geräte auf Projektionssysteme und Displays ausgerichtet und für den digital gestützten Unterricht in Klassenräumen geeignet. Das Angebot reicht von Projektoren für unterschiedliche Raumsituationen bis hin zu größeren Aulen. Diese können deckenmontiert oder mobil oder auch als Ultrakurzdistanzprojektoren mit Interaktionstechnologien ausgestattet sein. Als Ergänzung stehen überwiegend interaktive Displays in Größen von 75″ bis 86″ zur Verfügung. Um individuellen Nutzungskonzepten gerecht zu werden, stehen die Displays verschiedener Anbieter mit alternativen Bedienungsoptionen zur Verfügung. Zu allen Geräten wird auch das passende Zubehör vorgeschlagen. Die Urano Informationssysteme GmbH beispielsweise ist ein IT-Unternehmen, das bundesweit seit über dreißig Jahren Konzerne, Betriebe und öffentliche Auftraggeber betreut und schwerpunktmäßig „Digitale Tafeln“ des Herstellers Heinekingmedia GmbH aus Hannover in das Produktportfolio für die Schulen aufgenommen hat. Mit im Angebot befinden sich wichtige Zubehörsysteme, die der im Bildungsbereich erfahrene Hersteller HKS Systemtechnik GmbH, ein Unternehmen der Coenen Group, produziert. Das sind beispielsweise Tafelflügel und verschiedene Haltesysteme, manuell oder elektrisch höhenverstellbar. Daher ist es kein Zufall, dass HKS im Internetportal auch für andere Displaysysteme aus die Halterungssysteme zuliefert.

Ergonomische Höhenverstellung der „Digitalen Tafeln“
Ergonomische Höhenverstellung: Die „Digitalen Tafeln“ werden elektrisch höhenverstellt, so dass jeder Nutzer optimale Arbeitsbedingungen hat. Alle Pylonen-Systeme wurden von der Conen Group geliefert. (Bild: Dominik Roenneke)

Alle Systeme tragen dank Ihrer Höhenverstellung zu einem ergonomischen Klassenzimmer bei – denn ob Schüler oder Lehrer, jeder kann in der für ihn richtigen Höhe arbeiten. Das Unternehmen Heinekingmedia bietet datenschutzkonforme und zeitgemäße Kommunikationslösungen, die einen sicheren und effektiven Informationsfluss ermöglichen sollen. Für den Schulbereich ist die „Digitale Tafel“ von Heinekingmedia unter anderem mit der eigenentwickelten Software „schul.cloud“ ausgestattet.

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Die Beratungsleistung ist wichtiger Bestandteil

Einige Schulen finden aufgrund vorheriger Erfahrungen schnell passende Produkte. Andere Schulen, die bei der Digitalisierung erst am Anfang stehen, benötigen für die Umsetzung ihrer gesteckten Ziele eine intensive Kaufberatung für die unterschiedlichen Techniken, die im Internetportal bereitgehalten werden. Deshalb sind die Anbieter zur Beratung angehalten und in Teilen auch verpflichtet. Stephan Brust, Leiter Marketing bei Urano, sieht darin eine große Chance: „Wir beraten ausgiebig im Vorfeld. Wir geben Hilfestellung und schauen mit den Lehrkräften und Schulleitern in das medienpädagogische Konzept rein. Oft geht es nicht nur um die Digitale Tafel, sondern auch um die Endgeräte und auch die Infrastruktur. Letzteres ist gerade in ländlichen Gebieten häufig ein Problem.“ Und so gehört die Bewertung der Internet-Performance sowie der WLAN- und LAN-Versorgung an der betreffenden Schule untrennbar dazu. Möchte die Schule beispielsweise all ihre Klassenräume mit interaktiven Systemen ausstatten, ist eine funktionierende und sichere Vernetzung unabdingbar für den alltäglichen Unterrichtsablauf. Nach dem Kauf lässt Urano die Lehrkräfte nicht auf sich allein gestellt: „Bei uns ist es Usus, dass wir eine Standardschulung mit der verkauften Digitalen Tafel anbieten, d. h. eine Einweisungsschulung als ersten Step durchführen. Das machen wir mit unserem eigenen Schulungsteam, das auch von einem Medienpädagogen unterstützt wird. Diese Schulungen sind sehr nachgefragt. Über unseren YouTube-Kanal bieten wir kostenfreie Schulungen auch virtuell an“, so Stephan Brust. Damit eine Schule die zu ihr passende Umsetzung findet, kann es sinnvoll sein, alle alternativen Systeme aus dem Portfolio des Landes kennenzulernen und zu bewerten. Auch wenn das zeitintensiver ist, kann dieser vergleichende Schritt auf dem Weg zur richtigen Lösung sehr hilfreich sein. Die Entscheider sollten hierbei stets auch das eigene MEP im Blick haben.

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Die Hardware muss zum Konzept passen

„Bringt die Technik die gewünschte Funktion mit?“. Das ist für Stephan Brust das entscheidende Argument. „Wir präsentieren die ‚Digitale Tafel‘ vor Ort, um auf das MEP eingehen zu können. Ist die Funktion unkompliziert? Arbeitet das System stabil? Das sind die Parameter, die immer wieder eine Rolle spielen.“ Die Spezifikationen der „Digitalen Tafel“ von Heinekingmedia richten sich nach den typischen Anforderungen an Schulen. In zwei Größen, 75″ und 86″ Bildschirmdiagonale, bietet der UHD-Touchscreen „realitätsnahe Tafelbilder“. Die 32-Punkt-Touch- und -Optical-Bonding-Technologie ermöglicht das kooperative Arbeiten an der Tafel. Neben Standardfunktionen, wie Bedienung mittels Stift oder Finger, können die Tafelbilder aufgezeichnet und direkt an die Klasse verteilt werden. Eine Besonderheit der Digitalen Tafel stellen die Softkeys dar, mit denen definierte Funktionen auf Tastendruck direkt abgerufen werden können. Für die Lehrkräfte stellt das eine sehr praktische Umsetzung dar, die bei identischen Geräten über alle Klassenräume standardisiert und intuitiv abrufbar eingerichtet werden kann.

Menüband im Bild, Digitale Tafel
Menüband im Bild: „Digitale Tafel“ bedeutet bei Heinekingmedia, Hard- und Software für den Unterricht. Jedes Display ist an die schul.cloud angebunden. (Bild: Dominik Roenneke)

Auch wenn dieses interaktive System ohne PC arbeitet, besteht mit dem „Heinekingmedia OPS Modul Digitale Tafel“ die Option, einen Windows-10-Plug-in-PC zu verwenden. Für die uneingeschränkte Nutzung der Technik im Klassenzimmer sind die Displays mit höhenverstellbaren Systemen von HKS ausgestattet. Dazu Conen Group-Geschäftsführer Christian Monz „Ein Display in der Schule bringt nichts, wenn es nicht höhenverstellbar ist! Unsere Pylon-Systeme können von Lehrern und Schülern per Tastendruck immer an die perfekte Arbeitshöhe des Nutzers angepasst werden. Dabei sind sie nicht nur besonders langlebig, sondern vor Ort schnell und leicht installierbar.“

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Best Practice in Koblenz

Und so sieht das in der Praxis aus: Im Mai 2019 startete der DigitalPakt Schule im gesamten Bundesgebiet. Das 1582 gegründete Görres-Gymnasium in Koblenz ist eine von gut 300 MINT-EC-Schulen aus dem „nationalen Excellence-Netzwerk“ und hat mehrjährige Erfahrung mit digital gestütztem Unterricht. Nach Start des DigitalPakts begann direkt die Planung für die schulweite Umsetzung. „Antike trifft Moderne“, so der stellvertretende Schulleiter Bastian Staudt. Seit Herbst 2020 existieren an der Schule keine Kreidetafeln mehr. Und schon lange vor dem DigitalPakt Schule, im Rahmen des Förderprojektes „Medienkompetenz macht Schule“, wurde mit Projektionslösungen, Smart- und Whiteboards gearbeitet. Zusätzlich verfügte jedes Klassenzimmer über einfache Dokumentenkameras, mit denen analoge Unterrichtsmaterialien für alle Schüler projiziert wurden. Der klassische Overhead-Projektor gehörte endgültig der Vergangenheit an.

Windows Mini PC
Variabilität steht im Vordergrund: Das Unternehmen Urano hat alle Klassenzimmer ausgestattet. Dazu gehört auch der Windows Mini PC, der wie auch alle anderen Devices via WLAN angebunden ist. (Bild: Dominik Roenneke)

Alle Geräte waren im Netzwerk verkabelt. Zukunftsweisend war die Schule bereits über Breitband-Internet via Glasfaser angebunden. 2019 passte die Schule das vorhandene Medienkonzept an die Förderbedingungen des DigitalPakts an und stellte zusammen mit dem Schulträger, der Stadt Koblenz, die vollständigen Unterlagen zur Infrastruktur, den räumlichen Gegebenheiten und den Vorüberlegungen zur digitalen Medientechnik in den Klassenzimmern zusammen. „Wir haben in Koblenz etwa 40 Schulen inklusive Berufsschulen. Unser Träger ist die Stadt Koblenz. Die Zusammenarbeit mit den kommunalen Vertretern läuft sehr gut, und es bestand der Wunsch, dass ‚wir eine Schule brauchen, die voran geht‘.“ Und so wurde im Internetportal das Medientechnikportfolio begutachtet. „Im Brainstorming mit dem Schulträger gingen wir der Frage nach: Was ist unsere technische Zukunft?“, beschreibt Bastian Staudt. Dabei wurde auch auf die positiven und erprobten Vorerfahrungen geschaut. „Wir hatten von Heinekingmedia die schul.cloud, die Smartphone-App und das ‚Digitale schwarze Brett‘ bereits im Einsatz und waren sehr zufrieden. Wir bauten darauf, dass der Anbieter, der sich intensiv im Bildungsbereich engagiert, auch in Zukunft ein passender Partner sein würde.“ So ermöglichte das Unternehmen Heinekingmedia, welches die schul.cloud entwickelt hatte und schon länger als SaaS-Dienst (Software as a Service) betreibt, verschiedene „schulspezifische Dinge“, so der stellvertretende Schulleiter. Urano präsentierte die Technik in der Schule und beriet die Entscheidungsträger umfangreich.

Ein möglicher Wechsel auf Displays warf bei den Pädagogen beispielsweise die Frage auf, ob diese Technik auch robust genug sei für den tagtäglichen Einsatz in der Schule. „Hin und wieder wird ja, je nach Jahrgangsstufe und Situation, in der Klasse auch mal ein bisschen rumgetobt. Sind da Großdisplays stabil genug?“ Bastian Staudt erinnert sich an eine kurze Demonstration aus dem Testtermin mit Urano: „Die Stabilität der Displayoberfläche wurde kurzerhand mithilfe eines Stuhles überzeugend bewiesen, und alle Zweifel waren zerstreut.“ Und so passte die Urano-Lösung mit den Heinekingmedia-Displays hervorragend in das Konzept der Schule. Die Pädagogen waren begeistert: „Die großen Displays stehen auf Hub-Pylonen. Sie verfügen über klappbare Seitenflügel als klassische Whiteboards. Da kann die Lehrkraft auch mal schnell Notizen handschriftlich festhalten, damit sie dauerhaft lesbar sind. Oder als Workaround bei technischen Problemen mit der Medientechnik, was aber bisher nicht vorkam. Android-basiert läuft auf den Displays die interaktiv gestützte Software der ‚Digitalen Tafel‘. Reale Tasten an den Seiten der Displays ermöglichen eine schnelle und intuitive Bedienung mit sogenannten ‚Hotkeys‘. Ein fest und sicher verbauter Mini-PC auf der Rückseite der Displays hält via Windows alle ergänzenden Software-Optionen bereit, die von den Pädagogen im Unterricht gebraucht werden. Und das alles ist in einem System zusammengefasst.“ Diese Stand-alone-Lösung ist dabei selbstverständlich via WLAN angebunden und zudem elektrisch höhenverstellbar.

Einheitliche Hotkeys
Einheitliche „Hotkeys“: Die Displays des Herstellers Heinekingmedia verfügen über funktionsbelegbare Tasten am Bildrand für eine intuitive Nutzung. (Bild: Dominik Roenneke)

Somit fiel die Entscheidung am Görres-Gymnasium für Hard- und Software recht schnell und gradlinig. Der vollständige Förderantrag wurde in den letzten Dezembertagen 2019 eingereicht. Bis zur Kostenfreigabe durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, kurz ISB, verging aber noch ein halbes Jahr, in dem Detailfragen geklärt werden mussten. Im Sommer 2020 konnte dann nach der endgültigen Bewilligung des Förderantrages die Umsetzung angegangen werden. Zusammen mit Urano wurde der Umbau für den Zeitraum der Herbstferien geplant. Selbstredend, dass der stellvertretende Schulleiter die Herbstferien 2020 in der Schule verbrachte, um Einbau und Inbetriebnahme mitzubegleiten. Da ab dem ersten Schultag nach den Ferien der Unterricht in völlig verändertem Format in den Klassenzimmern erfolgen sollte, mussten Schulungen für alle Lehrkräfte vorbereitet und durchgeführt werden. Auch dazu konnte die Zeit der Herbstferien intensiv genutzt werden, so Bastian Staudt: „Ab dem ersten fertig installierten Raum konnte getestet und ausprobiert werden, damit der Sprung ins kalte Wasser am ersten Schultag gemeinsam mit knapp 600 Schülern gelingen würde.“ Jede Lehrkraft aus dem 60-köpfigen Kollegium konnte sich in die neue Technik einarbeiten. Zeitgleich wurden alle Lehrkräfte mit Tablets ausgestattet und erhielten ihr persönliches Dienst-iPad. Damit wurden Ende 2020 auch die Schüler ab der Jahrgangstufe 10 ausgestattet. Was die Schüler als „total cool“ bezeichnen, ist aus Lehrersicht ein Riesenschritt in die Zukunft des Unterrichtens.

Dokumentenkamera im Klassenzimmer
Analoges digital nutzen: Die Dokumentenkameras in den Klassenzimmern erlauben den Lehrkräften jederzeit die Visualisierung analoger Arbeits- und Lehrmaterialien auf der „Digitalen Tafel“. (Bild: Dominik Roenneke)

Die Technik in jedem der rund 40 Klassen- und Fachräume ist identisch mit den Displays von Heinekingmedia und den elektrisch höhenverstellbaren Pylonen-Systemen der Conen Group ausgestattet. Pünktlich zum Unterrichtsbeginn am Morgen starten die Rechner automatisiert. Jeder Nutzer hat für die Anmeldung auf den Systemen, u. a. auch für die schul.cloud, einen eigenen und geschützten Zugang. Bastian Staudt zeigt sich begeistert: „Das ist unser zentrales Tool, in dem alles drin ist. Der Messenger ist top, jeder kann mit jedem kommunizieren, alles über die eine Anmeldung. Es gibt keinen Umweg über E-Mail, das haben wir abgeschafft. Wir nutzen sogenannte ‚Channels‘ für Kurse sowie individuelle Gruppen etc. Darüber wird kommuniziert, ausgetauscht, geteilt, und das datenschutzkonform gemäß der DSGVO. Die Cloud befindet sich in deutschen Rechenzentren, z. B. in München.“ Beispiele, die die Effektivität und Synergien des Gesamtsystems beweisen, sind u. a. die Hausaufgaben und die Elternbriefe. Schüler „schicken“ ihre Hausaufgaben via Cloud an die Lehrer. Diese können direkt auf dem Tablet korrigieren und an die Schüler zurücksenden; und das zeit- und ortsungebunden. Elternbriefe bedeuteten früher Unmengen an Papierkopien mit zeitintensiven und händischen Arbeitsschritten. Das geschieht inzwischen digital via Cloud mit einem Click, da ja auch die Elternschaft an das System angebunden ist.

Und so hat das Görres-Gymnasium das gesteckte Ziel erreicht und ist die erste vollumfänglich digital ausgestattete Schule in Koblenz. Mit Blick auf Pandemie und Distanzunterricht, stellt Bastian Staudt fest: „Wir hatten Riesenglück, dass wir unsere Lösung schon fertig hatten.“ Alle Strukturen, die für einen Unterricht auf Distanz benötigt wurden, waren vorhanden: mit der schul.cloud und einer vom Land zur Verfügung gestellten Cisco Webex-Lizenz. Die Webex-Lizenz endete im Oktober 2020 und wurde durch Big Blue Button (Open-Source-Webkonferenzsystem) und das in der schul.cloud integrierte Videokonferenz-Tool ersetzt. Auch wenn das Digitalisierungsergebnis der Schule bereits beachtlich ist, blickt Bastian Staudt auf die nächsten Schritte: „Das Netzwerk und die WLAN-Abdeckung in der Schule werden ebenfalls im Rahmen der bewilligten DigitalPakt-Förderung erneuert und weiter verbessert. Dazu steht eine Verkabelung und Ausstattung mit neuen Accesspoints in der gesamten Schule an, um schnelles Internet in den Klassenräumen nutzen zu können. Und das soll einhergehen mit einer Deckenraummodernisierung und Schallschutzmaßnahmen in unserem denkmalgeschützten Schulgebäude.“

BYOD-Technologie im Klassenzimmer
Bring your own device: Mit BYOD-Technologie lässt sich die Anzeige von mobilen Devices durch Lehrkräfte und Schüler über die „Digitale Tafel“ visualisieren. (Bild: Dominik Roenneke)

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Mehr als nur eine Liste im Internet

Viele Schulen haben zum Start des DigitalPakts mit konkreten Überlegungen zum digital gestützten Unterricht begonnen. Konzeption und Planung sind zeitintensiv und erfolgen parallel zum alltäglichen Schulbetrieb. Dabei ist die Unterstützung durch Berater und Fachplaner eine nicht zu unterschätzende Hilfestellung. Nach Einschätzung von Stephan Brust von Urano „haben gerade auch viele kleinere Schulen wenige Kapazitäten“ und sind auf eine gute Beratungsleistung angewiesen. „Wir haben trotz Corona, aber Corona-konform, die Systeme erklärt und den Lehrkräften nahegebracht“, so Stephan Brust. Die Schulen können zeiteffektiv auswählen und Bestellungen ohne weitere Ausschreibungen platzieren. Gleichzeitig können sich die Schulen auf das durchdachte Portfolio verlassen, das auch die nötigen Zubehörelemente vorschlägt. Dazu Arnaud Gielen, Geschäftsführer der Conen Group: „Durch die Kombination von Technik und dem breiten Spektrum an ergonomischen Höhenverstellungen können sich die Lehrer ein makelloses System zusammenstellen, welches perfekt in den Alltag integriert werden kann – ein absoluter Mehrwert im Zeitalter der Digitalisierung“. Und so dient das online abrufbare Produktportfolio der möglichst schnellen und erfolgreichen Digitalisierung der Schulen.

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