Digital Signage

Medientechnik für „Sound of Disney“

Die Sonderausstellung „The Sound of Disney. 1928–1967“ inszenierte das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum als interaktives Erlebnis, um die Bedeutung von Stimmen, Musik und Geräuschen im Animationsfilm erfahrbar zu machen.

(Bild: DFF Foto: Uwe Dettmar)

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Insgesamt 470 Quadratmeter umfasst die Ausstellung „The Sound of Disney“, die seit dem 7. August 2020 bis Sonntag, 13. Juni 2021, im dritten Stock des DFF in Frankfurt am Main präsentiert wird. Chronologisch wird dort die Entwicklung der Disney-Zeichentrickfilme erzählt, immer untermalt von der dazugehörigen Musik. „Mich fasziniert, dass der Sound in den Filmen so präsent ist“, sagt Daria Berten, seit 2016 als Kuratorin am DFF für Sonderausstellungen im Filmmuseum verantwortlich. „Disney war ein Pionier auf dem Gebiet der Ton-Animation und dem Einsatz von Filmmusik darin, darauf gründet sein Erfolg. Unsere Ausstellung macht das deutlich.“

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Medientechnik als Bestandteil des Ausstellungskonzepts

Der Sammlungsbestand ist reichhaltig; das älteste Material stammt von 1928 (Ton-Zeichentrickfilm „Steamboat Willie“). Das DFF digitalisiert Materialien wie dieses und integriert es in ein ganzheitliches Ausstellungskonzept. „Projektionen, Soundduschen und -installationen, Hörstationen, Tablets, Touchscreens, große Displays – wir bieten ein interaktives Erlebnis und machen die Bedeutung von Stimmen, Musik und Geräuschen im Animationsfilm erfahrbar“, sagt Berten. So sind der über 90 Jahre alte Film „Finding His Voice“ sowie die 1940 umgesetzte Disney-Produktion „Fantasia“ hochaufgelöst auf den Digital-Signage-Displays von Samsung zu sehen. Durch das auf KI basierende UHD-Upscaling können die Displays Inhalte mit niedrigerer Auflösung auf annähernd 4K hochskalieren. HDR+- Technologie soll detaillierte Visualisierungen ermöglichen – unabhängig davon, ob das gesamte Bild sehr hell oder sehr dunkel ist.

Digital Signage Displays im Museeum
Auf den Digital-Signage-Displays laufen auch Ausschnitte bekannter Disney-Filme oder Interviews aus den 1930er-Jahren mit Mitarbeitern der Disney Studios. (Bild: Sophie Schüler)

Auf den Digital-Signage-Displays laufen auch Ausschnitte bekannter Disney-Filme oder Interviews aus den 1930er-Jahren mit Mitarbeitern der Disney Studios. An den Wänden und in den Vitrinen daneben befinden sich passende Exponate wie Bleistiftzeichnungen, Notenblätter mit handschriftlichen Notizen der Sänger oder die Dialogbücher der Synchronsprecher. Die Ausstellungsstücke stammen zum Teil von Walt Disney höchstpersönlich. Disney hatte für den Deutschlandstart von Dornröschen im Jahr 1959 die Exponate für einen Blick hinter die Kulissen zusammengestellt. Seitdem schlummerten die Materialien am letzten Tour-Ort, dem Stadtmuseum München. „Mit modernen Technologien wird es möglich, bestimmte Aspekte einer Ausstellung in den digitalen Raum zu übertragen“, sagt Daria Berten. „Neue Welten werden erschaffen. Dabei verliert das physische Exponat im Raum nicht an Bedeutung. Im Gegenteil: Die Co-Existenz von Digitalem und Physischem hat nicht zuletzt in diesem Jahr einen enormen Schub bekommen. Diese Symbiose aus beidem haben wir in der Ausstellung bereits umgesetzt.“

Die audiovisuelle Technik wurde von satis&fy realisiert. Alle Inhalte auf den Displays werden von Standalone-Mediaplayern von Brightsign zugespielt. Der Sound wird über Lautsprecher von Soundtube PF6030 übertragen.

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Smartphones als Museumsführer

In verschiedene Ausstellungsmöbel sind Galaxy Tabs S6 Lite integriert. Besucher können über die Tablets individuell Interviews der Filmemacher anhören. Außerdem lassen sich die Smartphones der Besucher zum Museumsführer machen, indem die Gäste die an den Ausstellungsstücken angebrachten QR-Codes scannen. Oder aber sie erkunden die unterschiedlichen räumlichen Bereiche mit einem der Samsung Galaxy S10+, die am Eingang ausgeliehen werden können. „Wir experimentieren viel, weil wir die Exponate so erlebbar wie nur möglich machen wollen“, fasst die Kuratorin zusammen. „Mit Walt Disney richten wir uns an alle Altersklassen, also müssen wir auch die Kinder und Jugendlichen mitnehmen. Die technische Komponente hilft uns dabei.“

Neben den Displays sind auch die Smartphones und Tablets Leihgaben von Samsung. „Das schätzen wir sehr“, sagt Daria Berten. „Für uns ist es nicht die beste Option, Geräte zukaufen, denn nur Technik auf dem aktuellen Stand ermöglicht ein modernes Ausstellungserlebnis.“

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Weblinks

www.dff.film
www.satis-fy.com
www.samsung.com


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