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Immersive Visualisierung

Antycip baut VR-CAVE für Universität Bologna

Die Universität Bologna hat am Campus Forlì die Virtual-Reality-Anlage IRIS in Betrieb genommen. Die rekonfigurierbare CAVE wurde gemeinsam mit ST Engineering Antycip entwickelt. Sie dient der Forschung zu künftiger Mobilität, Luft- und Raumfahrt und Mensch-Maschine-Interaktion.

Mann mit 3D-Brille zeigt auf eine breite, gewinkelte Projektionsfläche mit einem virtuellen Flughafen-Vorfeld und Flugzeugen(Bild: ST Engineering Antycip)

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IRIS gehört zum Department für Industrieingenieurwesen und wird in Forschung und Lehre eingesetzt. Forscher und Studenten können damit komplexe Systeme und künftige Konzepte in Originalgröße erleben, analysieren und interaktiv untersuchen. Die Anlage lässt sich als vollständig immersive CAVE betreiben oder für großflächige Visualisierungen umkonfigurieren.

Von Flugzeugkabine bis Urban Air Mobility

Zu den Forschungsgebieten zählen urbane Luftmobilität, Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI), die Gestaltung von Flugzeugkabinen und der Passagierkomfort. Hinzu kommen digitale Prototypen in Originalgröße sowie Schulungen und kollaborative Betriebsabläufe. Mit immersiver Simulation lassen sich Verfahren einüben, Konfigurationen vergleichen und die Interaktion von Menschen mit komplexen Systemen untersuchen, ohne jedes Szenario physisch aufbauen zu müssen.

„Virtuelle Realität spielt eine entscheidende Rolle, weil Endanwender damit neue Technologien und Schnittstellenkonzepte erleben und bewerten können, lange bevor diese physisch verfügbar sind“, erläutert Sara Bagassi, Associate Professor am Department für Industrieingenieurwesen. Die Anwender könnten so künftige Betriebskonzepte besser verstehen und Rückmeldungen geben, die direkt in die Entwicklung einfließen.

Ihre Kollegin Francesca De Crescenzio betont, die Infrastruktur erweitere die experimentellen Möglichkeiten der Universität deutlich. Beide koordinieren gemeinsam die Forschungsgruppe für digitale Technologien und Konstruktionsmethoden in der Luft- und Raumfahrt.

Erste CAVE von Antycip in Italien

Antycip hat das Visualisierungssystem geliefert und integriert. Grundlage waren die wissenschaftlichen, didaktischen und technischen Anforderungen, die das Forschungsteam der Universität definiert hatte. Für den Integrator ist es nach eigenen Angaben die erste in Italien realisierte CAVE.

Frau an einem Monitor mit Bedienoberfläche, dahinter eine großflächige Projektion einer Straßenszene
Vom Bedienplatz aus werden Szenarien gesteuert, hier eine virtuelle Stadtumgebung (Bild: ST Engineering Antycip)

„Von Anfang an ging es darum, die Anforderungen der Universität genau zu verstehen und ein System zu entwickeln, das flexibel genug für ganz unterschiedliche Forschungsanwendungen ist“, berichtet Andrea Gimbo, Business Development Manager Italien bei Antycip.

Finanziert wurde IRIS über den italienischen Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR), der aus dem EU-Aufbauinstrument NextGenerationEU gespeist wird. Die Anlage ist Teil des Nationalen Zentrums für nachhaltige Mobilität (MOST), laut Pressemitteilung Italiens größtem Forschungsprogramm für innovative Mobilitätslösungen.

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