Produkt: Bose F1 Model 812 im Test
Bose F1 Model 812 im Test
Die passiven Lautsprecher Bose F1 Model 812 im Test!
Sound für Meetingräume

Videobars: Konferenzlösungen für kleine Räume

Das Thema Konferenztechnik im Bereich „Unified Communication & Collaboration“ ist momentan aktueller und wichtiger denn je. Gleichzeitig schreckt viele Unternehmer die vermeintlich aufwendige Installation eines großen (Video-)Konferenzsystems ab. Hierbei schaffen u. a. Videobars Abhilfe. Wir stellen Ihnen einige Produkte in unserer Übersicht vor.

Demonstration einer Videokonferenz(Bild: Detlef Hoepfner)

Übersicht:

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Viele Leuten haben beim Begriff „Konferenztechnik“ immer noch das Bild eines aufwendig ausgestatteten Konferenzraums vor Augen: Stühle reihen sich um einen großen Tisch, der auf eine Videowand ausgerichtet, ist und an jedem Platz befindet sich ein Mikrofon. Tatsächlich mag das für Konferenzräume in Großunternehmen noch gelten, doch der Bedarf für Kommunikationslösungen ist auch bei kleineren Unternehmen oder internen Arbeitsgruppen vorhanden. Auch hierfür gibt es passende Lösungen, die das gemeinsame Arbeiten an verschiedenen Orten unterstützen sollen.

Was ist eine Videobar?

Videobars erinnern im Design an die Soundbars für den Heimkinomarkt. Die Lautsprecherleiste wird allerdings optisch durch eine mittig installierte Kamera ergänzt. Hinzu kommt eine intern verbaute Mikrofonierung. Damit ist die Videobar Freisprecheinrichtung, Bluetooth- Lautsprecher und Webcam in einem.

Ähnlich simpel verhält es sich mit der Installation: Die Videobar wird unter einem Display platziert – hier bietet sich die Wandmontage an – und per Plug-and-Play einfach mit einem Kabel mit dem Monitor/Display verbunden. Über die Verbindung mit einem Laptop oder einem anderen Internet-fähigen Device (Stichtwort BYOD) erfolgt der Zugang zu den gängigen Collaboration-Plattformen (Skype, Microsoft Teams, Zoom etc.). Natürlich können so auch einfach Präsentationsinhalte auf dem Display gezeigt werden.

So können ein Raum oder eine Nische mit einem Display und einer Videobar schnell und effektiv in einen kleinen Meeting-Raum – einen sogenannten „Huddle Space“ – umfunktioniert werden. Dort können bis zu zehn Personen an einem Meeting teilnehmen. Die genaue Anzahl ist abhängig von der verwendeten Hardware und der Raumgröße. Im Folgenden werden wir einige Videobars genauer vorstellen.

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Logitech Meet-Up

Eine kompakte Videobar ist die Logitech Meet-Up. Mit Maßen von 400×104×85 mm kann man sie entweder mit der mitgelieferten Wandhalterung diskret unter einem Display oder über eine separat erhältliche TV-Halterung auch – ähnlich einer Webcam – oben am Display anbringen.

Logitech Meet Up(Bild: Logitech)

Das Kamera-Sichtfeld von 120° wird durch eine Schwenk- und Kippfunktion auf bis zu 170° erweitert. Die Kameraschwenks können über die mitgelieferte Fernbedienung gesteuert werden. In Kombination mit dem 5-fachen HD-Zoom der 4K-Kamera können dadurch auch kleinere Inhalte oder Notizen auf einem Whiteboard übermittelt werden.

Die drei integrierten Mikrofone mit Broadside-Beamforming-Technologie verfügen über Geräusch- und Wiederhallunterdrückung und haben eine Audioreichweite von 2,4 Meter. Mit dem separat erhältlichen Zusatzmikrofon erhöht sich diese Reichweite auf 3,7 Meter.

Das Meet-Up von Logitech verfügt über eine Bluetooth-WLAN-Verbindung und lässt sich einfach über Plug & Play an weitere Geräte anschließen. Es ist zertifiziert für Skype for Business und Microsoft Cortana, ist aber auch kompatibel mit den gängigen Softwareanwendungen für Videokonferenzen.

www.logitech.com

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Neets Collabo

Mit Maßen von 1.018×116×183 mm (inkl. montierter Kamera) kommen wir mit dem Collabo von Neets nun in die Bereiche von ausgewachsenen Videobars. Das spiegelt sich auch in den verbauten Stereo- Lautsprechern wider, denn sowohl die Woofer als auch die Hochtöner können je mit 20 Watt Ausgangsleistung aufwarten.

Neets Collabo(Bild: Neets)

Bei der Kamera des Neets Collabo handelt es sich ebenfalls um ein Logitech-Modell. Die C930E hat ein 90°-Sichtfeld und eine HD-Auflösung von 1080p mit 4-fachem digitalen Zoom. Durch die RightLight-2- Technologie sollen scharfe Bilder unabhängig von Lichtverhältnissen im Raum gewährleistet werden.

In der Kamera verbaut sind auch zwei omnidirektionale Mikrofone mit Noise Cancelling, sodass jede Person im Raum gehört werden kann. Der eingebaute Verstärker mit DSP soll die Audioqualität noch verstärken.

Auch das Neets Collabo lässt sich per Plug & Play einfach mit einem Laptop verbinden und ist kompatibel mit gängigen Konferenzanwendungen.

Neets Collabo ist erhältlich beim Vertrieb Kern & Stelly.

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AMX Acendo Vibe

Neben seiner Funktion als Videobar soll sich das Acendo Vibe von AMX (Vertrieb: Audio Pro) auch im Design einfach in Meeting-Räume integrieren lassen. Durch die klappbare, integrierte Wandhalterung lässt sich das Acendo Vibe verkabeln, während es schon an der Wand befestigt ist. Danach muss man die Videobar nur noch in die richtige Position kippen.

AMX Acendo Vibe(Bild: AMX)

Die Kamera hat eine Auflösung von bis zu 1920×1080p und einen Blickwinkel von 110°. Zusätzlich kann sie noch mechanisch sowohl horizontal als auch digital ausgerichtet werden.

Die Audiokomponenten des Acendo Vibe stammen von JBL. Durch ein Far-Field Microphone Array soll garantiert werden, dass alle Personen im Raum verstanden werden, hinzu kommen noch eine Echo- Reduzierung und die Reduzierung von Hintergrundgeräuschen.

Über CEC Display Control kann das Acendo Vibe das verbundene Display einschalten, sobald ein Laptop angeschlossen wird. Außerdem ist das Acendo Vibe kompatibel mit Acendo Core, einem Management- System für BYOD-Besprechungen von AMX.

Die AMX Videobar kann in DACH über Audio Pro Heilbronn bezogen werden.

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Yamaha CS-700 AV & SP

Die Besonderheit von Yamahas Videobar in der SP-Variante ist die Unterstützung von SIP-Telefonie. So kann das CS-700 SP Anrufe aus SIP-Umgebungen sowie USB- und Bluetooth-Verbindungen kombinieren. Eine Integration in vorhandene Raumkontrollsysteme ist damit auch denkbar. Die Steuerung erfolgt über eine Android Tablet App.

Yamaha CS-700(Bild: Yamaha)

Bis auf die SIP-Funktion ist die Ausstattung der CS-700 AV allerdings identisch. Der Kamera-Blickwinkel beträgt 120°. Die Auflösung von 1920×1080p erlaubt eine detailreiche Gesichtsdarstellung auf bis zu 3 m Entfernung.

Im Bereich Audio sorgen je ein Paar Hoch- und Mitteltöner pro Seite für die Tonübertragung. Die vier Beamforming Mikrofone mit 180°-Aufnahmeradius sowie eine Echo-Reduzierung sollen garantieren, dass alle Personen im Raum auch akustisch klar wahrgenommen werden. Hinzu kommt noch die Verarbeitung der Audioqualität durch einen Audioprozessor.

Die Yamaha CS 700-Serie ist zertifiziert für Zoom und unterstützt auch die anderen gängigen Anwendungen. Per Simple Network Management Protocol (SNMP) kann die Videobar zentral von der IT konfiguriert und verwaltet werden.

In Deutschland ist die CS-700 AV von Yamaha unter anderem über sycomtec und prodytel erhältlich.

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Bose VB1

Auch Bose hat sich dem Ziel verschrieben, Audio und Video in einem Huddle-Raum gezielt und klar ortbar zu vermitteln. Dafür wurden in der VB1 sechs Beamsteering Mikrofone verbaut, die sich aktiv an den sprechenden Personen orientieren. Hinzu kommt Geräuschunterdrückung sowie Echo-Reduzierung.

Bose VB1(Bild: Bose)

Die Audiowiedergabe erfolgt über Stereo-Lautsprecher mit 20 W Ausgangsleistung. Proprietäre Schallwandler sollen für einen druckvollen Klang im ganzen Raum sorgen.

Verbaut ist eine 4K-Kamera, die über eine Autoframing-Funktion verfügt. Dadurch werden die sprechenden Personen oder ausgewählte Elemente, wie z. B. ein Whiteboard, automatisch in den Fokus gestellt.

Über verschiedene Bose-Apps lässt sich die Videobar konfigurieren, verwalten und auch im Meeting in Echtzeit kontrollieren. Außerdem soll sie sich einfach in bestehende Netzwerke integrieren lassen.

pro.bose.com

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Poly Studio X30 & X50

Poly bietet die Videobar in zwei Ausführungen an. Während man für die günstigere Studio X30 eine Personenanzahl von sechs vorschlägt, sollen mit der Studio X50 bis zu zehn Personen an der Konferenz teilnehmen können. Beide Modelle unterscheiden sich in Größe, Ausstattung und im Preis.

Poly X30 & X50(Bild: Poly)

Das schlägt sich vor allem in der Audioausstattung nieder: Besitzt die Studio X30 nur einen Mono-Lautsprecher, verfügt die Studio X50 über zwei Stereo-Lautsprecher. Bei der Mikrofonierung hat man der X50 insgesamt fünf Mikrofone spendiert, der X30 vier. Geräuschunterdrückung findet sich bei beiden Modellen.

Eine 4K-Kamera mit 120°-Blickwinkel und Autoframing findet sich ebenfalls in beiden Bar-Modellen, jedoch verfügt die X30 über einen 4-fachen digitalen Zoom anstatt über einen 5-fachen Zoom wie die X50. Ebenso unterstützt die X30 nur einen Monitor, die X50 zwei.

Die Videobars von Poly unterstützen zudem nativ das Konferenzprogramm Zoom, wodurch kein Laptop zur Nutzung des Dienstes notwendig ist. Microsoft Teams soll im Laufe von 2020 folgen. Außerdem integrieren sich die Videobars in Polys Ökosystem und sind über das Touch-Interface TC8 steuerbar.

Die Poly Videobars werden in Deutschland unter anderem von eLink und Ingram Micro vertrieben.

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Crestron UC-SB1-CAM

Auch Crestrons Videobar fügt sich in ein Ökosystem ein: Für Analysen der Raumnutzung kann die Kamera die Anzahl der Personen im Huddle-Raum an die Crestron XiO Cloud weitergeben.

Die verbaute Huddly IQ Kamera hat ein Blickfeld von 150° und eine Auflösung von 1080p. Neben Autoframing und 3-fach digitalem Zoom passt sich die Kamera auch automatisch an veränderte Lichtverhältnisse im Raum an.

Crestron Flex(Bild: Crestron)

Die Audiowiedergabe erfolgt über vier Lautsprecher mit einer Ausgangsleistung von 20 W, aufgeteilt in einen Tief- und Hochtöner auf jeder Seite. Durch den 180°-Aufnahmeradius des Beamforming Mikrofon- Arrays sollen alle Personen im Raum gleichmäßig verständlich sein. Echo-Reduzierung und Geräuschunterdrückung sind auch an Bord.

Auch Crestrons Videobar ist einfach über eine integrierte Wandhalterung zu befestigen und via Plug & Play leicht zu installieren, zudem unterstützt sie alle gängigen Konferenzprogramme. Hinzu kommt eine farbige LED-Leiste, die auf einen Blick den Status des Geräts (gemutet, verbunden, Lautstärke etc.) klar machen soll.

In Europa sind Crestron Produkte exklusiv bei TIG erhältlich.

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Vaddio Huddleshot

Die Vaddio Huddleshot ist mit einer Kamera ausgerüstet, die Bilder in 1080p mit 60 Bilder pro Sekunde liefert. Sie hat ein Blickfeld von 125° und hat einen 2-fachen digitalen Zoom. Wie bei allen vorgestellten Modellen lässt sich auch die Huddleshot schnell über Plug-and-Play sowohl mit einem Display als auch mit einem Laptop verbinden. Die Stromversorgung läuft flexibel über PoE+.

Vaddio Huddleshot(Bild: Vaddio)

Zwei Lautsprecher sorgen für einen Stereosound und über ebenfalls zwei Mikrofone können Personen über 4 m aufgezeichnet werden. Sollte der Konferenzraum größer sein, kann mit dem TableMIC nachgerüstet werden, das auch über weitere Kontrollfeatures verfügt.

In der Lieferung ist eine Fernbedienung enthalten. Die Huddleshot Videobar kann man über ein Browser-basiertes Interface auch aus der Ferne konfigurieren, organisieren und steuern.

Vaddio kommt aus der AV Sparte von Legrand und kann in DACH unter anderem bei Comm-Tec und Kindermann bezogen werden.

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Produkt: Bose F1 Model 812 im Test
Bose F1 Model 812 im Test
Die passiven Lautsprecher Bose F1 Model 812 im Test!
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