Produkt: Bose F1 Model 812 im Test
Bose F1 Model 812 im Test
Die passiven Lautsprecher Bose F1 Model 812 im Test!
ISE 2016 Rückblick

4K, Laser, OLED und andere AV-Trends

Über 65.000 Besucher erlebten auf der ISE in Amsterdam 4K-Lösungen, Laserprojektoren, LC-, LED- und OLED-Displays sowie neuste Audio-Conferencing-Lösungen in sehens- und hörenswerten Anwenderszenarien.

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(Bild: Helga Rouyer-Lüdecke)

Vom 9. Bis 12. Februar – erstmals einen Tag länger – konnten sich Fachleute und interessierte (potenzielle) Anwender auf der inzwischen weltweit größten internationalen Messe für audiovisuelle Kommunikations- und Systemtechnik über Neuheiten der 1.103 Aussteller informieren. Das Versprechen „More4You“, das die Veranstalter den Ausstellern und Besuchern gegeben hatten, scheint erfüllt: Eine finale Zählung ergab 65.686 Besucher, 6.338 (10,7 %) mehr als im vergangenen Jahr, die sich auf vier Tage verteilten.

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Vielfältigeres Angebot

Nachdem letztes Jahr mehr Produkte und Technologien rund um 4K-Auflösung und Laser-Projektoren vorgestellt wurden, standen dieses Jahr die vielfältigen Möglichkeiten, Lösungen und Anwendungen mit diesen Techniken sowie die Ergänzung des Produkt-Line-ups im Vordergrund. Das Line-up der großflächigen LC-Displays in 4K-Auflösung wurde bei den meisten Herstellern ergänzt. Sharp zeigte sogar ein 8K-Display. LG Electronics (LGE) und Samsung stellten 55-Zöller LC-Displays mit noch schmaleren Rahmen vor. Transparente Displays in OLED- oder LCD-Technik wurden in den unterschiedlichsten Transparentgraden und in verschiedenen Digital-Signage-Anwendungen vorgestellt.

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(Bild: Helga Rouyer-Lüdecke)

Beeindruckend waren die OLED-Displays von LGE: Kaum einen halben Zentimeter dick, lassen sie sich fast in beliebigen Formen und Formaten herstellen, mit verblüffenden Schwarzwerten und Farbtiefen – und das sogar doppelseitig. In Zukunft wird diese Technik (sofern sie denn entsprechend haltbar ist) sicher mehr Einzug in unseren Alltag halten. LED-Module/Videowände hatte fast jeder namhafte Hersteller in unterschiedlichen Auflösungen im Programm, alle von guter Qualität. Die meisten der vorgestellten Module verfügen über einen kleinen Pixel Pitch, sind daher hochauflösend und für geringe Betrachtungsabstände konstruiert. Man verspricht sich wohl in Zukunft mehr Anwendungen und Märkte im Indoor-Bereich und hofft auch, bestehende Installationen und Anwendungen zu ersetzen, die bis dato durch Cube- oder LC-Displaywände oder Großformat-LC-Displays verwirklicht wurden.

SSL-Technologie (Solid-State-Lichtquellen) bei Projektoren verdrängen mehr und mehr die herkömmliche Lampentechnik, sei es in Form von LED-, Laser-Phosphor- oder RGB-Laser-Lampen. Maßgebend sind hier Argumente wie die längere Lebensdauer (20 Th) mit relativ konstanter Helligkeit, Wartungsfreiheit sowie höhere Leuchtstärke bei geringerem Energieverbrauch.

4K- Signalbearbeitung und Verteilung

Viele Anbieter haben ihr Produktportfolio auf 4K umgestellt: So hat Atlona mittlerweile fast die gesamte Produktpalette auf UHD-Auflösung aufgerüstet. Die Produkte überzeugen aber auch mit vielen neuen Funktionen und Features. So können künftig Ethernet-kompatible Geräte von Atlona mit einer Server-Client-Lösung zentral ferngesteuert, konfiguriert und sogar Firmware-Updates durchgeführt werden. Mit dem Atlona Management System (AMS) können IP-fähige Geräte in einem Netzwerk mühelos erkannt und administriert werden.

Für Systeme mit zwei bis zu 100m abgesetzten Monitoren ist ein neuer Multiformat-Umschalter mit 6 Eingängen und integriertem 4K-Scaler im Programm. Analog Way stellt VIO4K vor, einen Multi-Format-Converter mit 9 Eingängen unterschiedlicher Formate und 3 Ausgängen, wobei zwei davon mit 4K 60Hz 4:4:4 Processing ausgestattet sind. Bedienen kann man das Gerät auch über das eingebaute 3.5″ TFT-Panel. AMX unterstützt mit seiner 100 Serie Enova DGX Media Switcher auch 4K-Signale. Unabhängiges Routing von Audio und Video, sowie 10-Band parametric EQ per Ausgang sind weitere Keyfeatures. Crestron stellte die vielfältigen Produkte und Softwarelösungen sozusagen unsichtbar in Applikationen in konkreter Anwendung aus (mehr drüber auf Seite 70).

AV Stumpfl erreicht die 8K-Marke mit dem Mediaserver Wings Engine, der bis zu 4 unkomprimierte Bildsequenzen in 4K-Auflösung parallel abspielen kann. Contents werden in voller 4:4:4-Abtastung verarbeitet. Neben anderen Mediensteuerungs-Highlights war auch die neueste Generation der Medien- und Steuerungsplattform Wings Vioso RX zu begutachten. Gefen verspricht, mit dem 4K Ultra 8 x 9 Matrixswitcher 4K-Inhalte sowie Audio Signale an acht Displays über ein einziges Cat.5- Kabel zu senden. Kramer überzeugte mit dem Standkonzept, die Produkte funktional in Showcases zu zeigen. Darunter präsentierte man auch einen Meetingraum mit dem ultraschnellen 4K-Scaler-Switcher VP796, der acht Eingänge und drei 4K-Ausgänge bietet und den es als Event/Rental/Staging-Version mit Warping-/ Edgeblending-Funktionen gibt.

Eine Nummer größer ist der VP798 mit zehn Eingängen und vier Ausgängen. Besonders kostengünstig: der neue 11×4 Presentation Scaler/Matrix Switcher VP558 mit HDBaseT-Eingängen und vier skalierbaren Ausgängen, embedded Audio, integriertem Audioverstärker und Mikro-Eingang. Lang AG zeigte wieder einmal beeindruckende Bilder auf dem 1,2 mm Pixel Pitch, 50 m2 großen LED-Screen. Herzstück der Bildwiedergabe war der HMS-1 Server, der 8-fach DisplayPort 1.2 ausgeben und bis zu 12 QFHD-Einzelbildsequenzen in DDS 50 P synchron wiedergeben kann.

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Das GhosT-OLED der Lang AG repräsentiert die Display-Trends OLED und Transparenz

RGB Spektrum verkündet den „world’s first true“ 4K-Videowall Processor: Der MediaWall V Display Processor unterstützt 36 Video/Grafic Eingänge und 28 Ausgänge; sie lassen sich je nach Displayauflösung skalieren. Three 10 aus Aschheim bei München demonstrierte den Medienserver und Workstation „Forest“ auf dem Panasonic-Stand in Daueraktion: Der Server lieferte Bilder in der Choreographie, zu der drei Industrieroboter je ein 98 Zoll/ 4K-Display bewegten. Einzigartig war hierbei, dass Forest die Steuerung der Roboter, der Präsentation und das Abspielen der Videos in 2k- bis 8k-Auflösungen übernahm. Zudem kann das Gerät alle gängigen Multimedia-Formate inklusive live Video-Inputs verarbeiten, 3D-Realtime Visualisation, 2D/3D-Modi und eine vektorbasierte Font-Engine stehen ebenfalls zur Verfügung. Beschickt werden kann eine beliebige Zahl an Displays mit der benötigten nativen Auflösung. Die zu zeigenden Inhalte werden mit einem CMS inklusive Asset-Processing und Distribution verwaltet.

Projektoren

Die meisten Projektorenhersteller setzen weiterhin auf langlebige Solid-State-(„Laser“)- Lichtmaschinen und ergänzten dementsprechend ihre Serien. Panasonic stellte das Flaggschiff der „Solid Shine“-Laserprojektoren vor: Der 3DLP Projektor RZ31K mit 27.000 Lumen ist prädestiniert für Rental/Staging- und große Konferenzräume/Auditorien-Anwendungen. Ergänzt wurde auch die 1Chip-DLP Laser-Projektorenreihe mit verschiedenen Auflösungen und Helligkeiten: So gibt es nun den sehr leisen und kompakten RZ570 mit 5.200 Lumen sowie den RZ970 mit 10.000 Lumen.

Interessant für Museen und kreative Anwendungen: Der Scheinwerfer-Laserprojektor PT-JW 130 – der kompakte Beamer leuchtet nicht nur Gegenstände aus, sondern kann mit Bildern, Daten und Videos zusätzliche Informationen darstellen. LCD-Projektoren finden immer noch den größten Absatz, deshalb hat auch Panasonic neue Modelle vorgestellt. So ist z. B. der PT- FZ570 (4.500 Lumen, 1,8 Zoom, Lens Shift) für kleine Räume und schmales Budget konzipiert, und wer es heller und flexibler braucht, ist mit dem PT-EZ 590 (5.400 Lumen, Wechseloptiken) gut beraten. Barco sieht auch die Zukunft für Projektoren in Laser-Phosphor-Technik. Die 3Chip DLP Laser-Phosphor-Modellreihe beginnt mit der Kanone unter den Projektoren, einem Kinoprojektor mit 4K-Auflösung und 60.000 Lumen.

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Die Projektorentrends 4K, Laser und Ultra Short Throw demonstrierte der Sony VPLGTZ1 wirkungsvoll am Stand (Bild: Detlef Hoepfner)

Für Rental/Staging und Großrauminstallation ist der HDF-W30LP der hellste Laser-Projektor mit 30.000 Lumen. Die HDX 4KSerie in WUXGA/4K-Auflösung und DMD-Pixel-Shift reicht von 12.000 Lumen bis 20.000 Lumen. Im mittleren Segment, den 1Chip DMD Laser-Projektoren, vervollständigte man die F90-Serie mit einer 4K-Version (11.800 Lumen) und einer WUXGA-Version mit 13.000 Lumen. Der PGWU-62L bietet 6.000 ANSI-Lumen und WUXGA-Auflösung. Christie setzt mit der Boxer-Serie auf 3Chip DLP-Technik von 2k/20.000 Lumen bis 4K/30.000 Lumen Helligkeit – je nach Anzahl der eingebauten 450 W-Lampen. In der 1Chip Laser-Phosphor-Klasse hat Christie die GS-Serie mit 5.400 ANSI-Lumen und die HS Serie bis 12.000 ANSI-Lumen.

Extrem weitwinklig ist die „Captiva“ Projektor-Serie mit 1:0,25 Abbildungsverhältnis. Sony hat seine breite Palette an 3LCDLaser-Licht-Projektoren in Helligkeiten von 2.000 Lumen bis 7.000 Lumen nun um den den 3LCD-Laser Projektor VPL-FHZ57 mit 4.100 Lumen ergänzt. Die heimlichen Stars auf dem Stand waren jedoch die beeindruckenden 4K SXRD Laser Z-Phosphor Projektoren VPLGTZ270, mit denen eine 8K × 2K Edgeblending-Projektion sowie eine Dome-Projektion realisiert wurde. Direkt an der Wand, beziehungsweise unter der Leinwand, war der 4KLaser-Ultraweitwinkelprojektor VPLGTZ1 positioniert und projizierte mit 2.000 Lumen ein 3,7 m großes Bild. Digital Projektion inszenierte seine Projektoren in jeder Position – ob inside 4KQuad mit 4k-Auflösung und 25.000 Lumen mit 4 × 465 W-Lampen oder die Laserlampen-Version inside Laser 4K mit 12.000 ANSI-Lumen.

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Eyecatcher am Stand von ic audio: der Tunnel-Lautsprecher TH-100-EN54 (Bild: Helga Rouyer-Lüdecke)

Projiziert wurde stehend oder liegend auf Rückprojektionstuch, Decke oder Boden. Neu vorgestellt wurde die Tuning-Version des WUXGA HighLite Laserprojektors, nun mit 120 Hz Prozessortechnik und 13.000 Lumen Helligkeit. Erstmals hier präsentiert wurde eine kostengünstige 1Chip-Version in WUXGA-Auflösung mit 8.500 Lumen namens E-Vison Laser 8500. Auch hier gibt es eine Ultra-Weitwinkellinse mit einem Abbildungsverhältnis von 1:0,38. Epson geht mit seinen Laserlicht-Projektoren einen anderen Weg – man behält weiterhin den LCD-Chip bei. Der Projektor EB L25000 soll nach Herstellerangaben mit seinen 25.000 Lumen der hellste 3LCD-Chip Laserprojektor sein.

Der kleine Bruder mit 12.000 Lumen und WUXGA-Auflösung wurde gleich mit ausgestellt und bietet ebenfalls eine ultra short Lens. Hitachi promotete mit LED-Phosphor-Lampen eine neue Lichtquelle und stellte gleich den weltweit hellsten Projektor seiner Art vor, der mit 3.500 Lumen strahlt. Natürlich hat man auch einen Laser-Phosphor-Projektor mit 8.500 Lumen im Programm.(beide 20 Th Lebensdauer) NEC ist mit der RGB-Laser-Technik in der Kinoanwendung mit 4K-Auflösung und 10.000 ANSI-Lumen schon länger im Markt. Nun präsentierte NEC in Laser-Phosphor-Technik neben dem 4K 3DLP-Chip Projektor PH1201 (12.000 ANSI Lumen) neu den PX803 (8.000 Lumen) aus der 1Chip DLP-PX Serie.

Displays mit neuen Features

Bei den Displaytrends standen die Rahmenbreite, Transparenz und/oder OLED wieder im Vordergrund. Neue Features machen das Display intelligenter … LGE kämpfte mit Samsung wieder einmal um den dünnsten Rahmen von LC-Displays. LGE stellte 55 Zöller mit umlaufend 0,9 mm Rahmen vor, während Samsung mit dem Modell UHF-E mit 0,9 mm oben/links- und 0,5 mm unten/rechts-Displayrahmen in Summe, also in einer Videowall, auf nur 1,4 mm Stegbreite kommt. Auch die anderen LC-DVideo wall-Anbieter stellten ihre ultraschmalen Rahmen-Displays vor, die jedoch noch im Bereich von 1,8 mm Rahmenbreite bzw. 3,5 mm Stegbreite in der Wall liegen.

LGE und Samsung präsentierten OLED-Displays mit atemberaubenden Bildern. Ein Traum für jeden Kreativen sind die transparenten OLED- Displays sowie die schaltbaren Mirror-Displays von Samsung – hoffen wir, dass der Markt diese Chance auch annimmt. Speziell für den Digital-Signage-Markt in Hellraumumgebung präsentierte NEC das X745HB high brightness 75″ Display mit 2.500 cd/m2 . Die „Light ID“-Technologie von Panasonic ermöglicht mit Hilfe einer mobilen App das einfache Teilen von Inhalten wie Informationen, Unterhaltungsprogrammen, Hinweisen und Werbung. Hier werden kleine Datenmengen wie Barcodes oder QR-Codes über eine pulsierende LED im Display an das Smartphone „gemorst“ Jedoch auch weitere Zusatzfunktionen hält der Hersteller für seine Flachbildschirme bereit: Die AF1-Serie z. B. ist mit „open Port“- Plattform ausgestattet.

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Einfache Bedienung und hohe Flexibilität für mobile Audiokonferenzen verspricht das Mikrofonsystem Teamconnect Wireless

Die BF1 Displayserie (50″, 65″, 80″) bietet Whiteboard-Funktionalität mit intuitivem Interface, die ohne PC-Einsatz auskommt. Das PN 70TW3 von Sharp hat extrem gute Kontrast- und Schwarzwerte, eine große Farbtiefe. Dank der Dicom-Zertifizierung ist es auch zur Darstellung von Röntgenbildern o. Ä. geeignet. Die 10-Punkt Multitouch-Funktion erlaubt das Einfügen von Markierungen und Bemerkungen. Am Start war auch das weltweit erste interaktive, kapazitive 80″-Touchdisplay. Die 4K-Serie von Sharp umfasst Größen von 70″, 80″ und 90″.

Das neue Flaggschiff ist jedoch das 8K-85″-Display. Wir dürfen gespannt sein, welche Innovationen in nächster Zeit von Sharp vorgestellt werden, nachdem die LCD-Sparte gerade von der Foxconn Gruppe übernommen wurde. Zehn Finger reichten nicht aus, um bei eyevis die Touchpunkte des 98″ 4K-Displays zu bedienen. Stolz verkündet eyevis die „World’s slimmest DLP Rückprocube“ hergestellt zu haben. Auch das Produkt der kürzlich besiegelten Zusammenarbeit mit dem LED-Hersteller Unilumin, eine 7,5 m2 große 0,9 mm Pixel-Pitch LED-Wand mit einer Gesamtauflösung von 4K, war als Hauptattraktion zu sehen. Weitere LED-Module der eye-LED-Serie konnten als extra entwickelte maßgeschneiderte Lösungen bestaunt werden. Ein Eyecatcher war auch die transparente OLED- und LCD-Technik sowie deren umgesetzte Anwendungen durch den Partner MMT.

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Das „Microflex Advance“-System von Shure umfasst Decken- und Tisch-Mikrofonarrays mit einer anpassbarer Charakteristik, Audio Interfaces und intelligente Mixing-DSPs

Planar wurde vor kurzem von dem LED Produzent Leyard übernommen. Dementsprechend konnte man unterschiedlich auflösende LED-Module auf dem Stand in direktem Vergleich beurteilen. Neu auch die Komplettierung der UltraRes Serie mit 4K-Displays von 75″, 84″ und 98″ Größen. Natürlich durfte auch hier transparente LCD- und OLED- Technik nicht fehlen. Den Trend zu transparenten OLED-Displays konnte man auch bei der Lang AG verifizieren: Die präsentierte GhosT-OLED-Installation zeigte das Abbild eines realen 3D-Modells, wobei die kontrastreiche und hoch aufgelöste Bild- und Grafikinformation freigestellt vor dem Exponat „schwebte“. Durch das Display hindurch lässt sich das Objekt betrachten; das transparente OLED benötigt keine Hintergrundbeleuchtung, da die Bildpunkte selbstleuchtend sind. Transparente OLED-Displays werden in Kürze bei der Lang AG AG für Verkauf und Vermietung verfügbar sein; optional können die Displays mit interaktiver Touch-Funktion ausgestattet werden.

Smartes Audio

Dass Audio ein ebenso wichtiger Bestandteil von Conferencing und Collaboration ist, bewiesen die vielen Aussteller von Audiolösungen wie APart Audio, Biamp Systems, Bose, Brähler, Harman, ic audio, Pan Acoustics, QSC Rane, Yamaha u.v.m auf der ISE. Audinate stellt mit seinen Dante-Usern fast täglich seinen Rekord ein: zum Zeitpunkt der ISE waren es bereits über 700 Audiofirmen, die die Audinate-Netzwerktechnologie einsetzen. Akustikverbesserung bei Konferenzen und Präsentationen auch oder gerade bei deutlichen Umgebungsgeräuschen demonstrierte Meyer Sound mit seinem Constellation Acoustic System auf dem Stand.

Neuartige Array-Mikrofonsysteme mit Steerable-Funktionalität und dementsprechende Sprechstellen für Konferenzsysteme hatten Beyerdynamic, Sennheiser, Shure und TOA im Programm. Beyerdynamic zeigte u. a. seine vertikalen Array-Mikrofone Classis RM 30 mit Revoluto-Technologie, die dem Sprecher maximale Bewegungsfreiheit nach links und rechts ermöglichen. Dank der horizontalen Korridorcharakteristik (horizontal Niere, vertikal Keule) können sich Personen ein Mikrofon teilen. Flexibilität und gute Spracherfassung sind Trumpf bei dem „Microflex Advance“-System von Shure.

Es umfasst Decken- und Tisch-Mikrofonarrays mit einer anpassbarer Charakteristik, Audio Interfaces, intelligente Mixing-DSPs, die sich alle mit einer browser-basierten Kontrollsoftware steuern lassen. Die Decken-Mikrofonarrays sind mit einer anpassbaren Charakteristik ausgestattet, die bis zu acht Keulen beinhaltet, die gezielt auf die Sprecher ausgerichtet werden können. Das Tisch-Mikrofonarray gibt bis zu vier Audiokanäle eines Konferenztisches wieder und verfügt über eine innovative, neue Toroid-Charakteristik (ringförmig), die unerwünschte Signale von oben, z. B. durch Klimaanlagen, zuverlässig eliminieren soll.

Via Standard Ethernet-Kabel lassen sich die Signale der Mikrofonarrays in ein bestehendes Dante Audio-Netzwerk einbinden. Einfache Bedienung und hohe Flexibilität verspricht Teamconnect Wireless von Sennheiser, einer drahtlosen Lösung für mobile Audiokonferenzen mit bis zu 24 Teilnehmern an jedem Ort. Die in ein stylisches Design verpackte, tragbare Lösung besteht aus einem Master und drei Satelliten, die sich drahtlos via DECT miteinander verbinden lassen und somit auch „Huddle Spaces“ in eine vollwertige Konferenzumgebung verwandeln. Darüber hinaus kann der Nutzer mit jedem Bluetooth-Gerät professionelle Konferenzanrufe binnen weniger Sekunden einrichten. Zudem unterstützt das System kabelgebundene Verbindungen über USB- oder Klinkenstecker-Anschluss.

Neu bei Audio-Technica ist ATUC-50, ein volldigitales Konferenzsystem, das es via Cat.5-Kabel oder höher erlaubt, bis zu 150 Sprechstellen mittels Reihen- oder Ringschaltung zu verbinden. Weitere Features: 4-Track Recording, Web-basierte Fernsteuerung, verschiedene Modi, einfache Handhabung, Plugand-Play-Funktionalität, hohe Sprachverständlichkeit und Klangqualität sowie die Freiheit, die Präsidentensprechstelle frei zu wählen. Bosch demonstrierte DICENTIS, eine drahtlose Konferenzanlage, die nicht nur schnellen Aufbau und Konfiguration verspricht, sondern auch per „Smart Wireless Management“ vor Interferenzen schützt und stets bestmögliche Audioqualität liefern soll. Die erweiterte Einheit „Wireless Device Extended“ ist mit integriertem NFC-Leser und 4,3-ZollTouch-Screen ausgestattet, um Konferenzen mit Dolmetschern und Abstimmungen umsetzen zu können.

 

ISE DATEN & FAKTEN

Besucher 2016: 65.686 (registriert)
Aussteller 2016: 1.103
Nächste ISE: vom 7. bis 10. Februar 2017, Amsterdam (NL) RAI

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