Kommunikationsraum
Beleuchtunglösungen für Arbeiten, Ausstellen und Genießen in einer umgenutzten Industriebrache

Industrial Style auf der Zeche Ewald

Steinkohle, Erze und Salze wurden in der Vergangenheit und werden teils noch heute im Ruhrgebiet abgebaut. Die Energiewende und der Ausbau alternativer und vor allem erneuerbarer Energiequellen haben insbesondere die Steinkohleförderung zum Erliegen gebracht. Doch die imposanten und historischen Bauwerke werden glücklicherweise nicht abgerissen, sondern erfahren meist eine umfangreiche Modernisierung und Nutzungsänderung. Der Industriestyle ist hipp – und so eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten, das vorhandene Flair wirkungsvoll zu nutzen.

Anzeige

Inhalte

 

Bereits im Jahre 1999 wurden die Schächte der Zeche Ewald in Oer-Erkenschwick (Kreis Recklinghausen) verfüllt, und das Gelände steht seit 2009 als eine Art Naherholungsgebiet der Bevölkerung zur Verfügung. Der ganz besondere Charme der darauf befindlichen Industriebauten steht außer Frage, und so wundert es nicht weiter, dass diese erhalten, saniert und umgebaut werden. Eine spannende Nutzungsänderung erfolgte in einem der Gebäude durch die Eröffnung eines Architektenparks mit angeschlossenem Cateringbetrieb. In den großzügig gestalteten Räumen finden Bauherren und Planer eine exklusive Auswahl unterschiedlicher Produkte von luxuriösen Badezimmern bis hin zu großformatigen Fliesen. Neben dem „Big Baba Burger“-Restaurant mit angeschlossenem Loungebereich stehen zwei funktionale und ansprechend gestaltete Besprechungsräume zur Verfügung.

Spannende Nutzungsänderung in einem der Gebäude der Zeche Ewald durch die Eröffnung eines Architektenparks mit angeschlossenem Cateringbetrieb

Um das vorhandene Flair auch hinsichtlich der Beleuchtungslösung angemessen aufzugreifen, wurde diese in der Zeche Ewald mit den beiden verwandten Leuchtenherstellern Wever & Ducré und XAL wirkungsvoll umgesetzt.

„Schwebender” Ring

Die Zufahrt auf das alte Industriegelände gestaltet sich noch recht schwierig, da die externen Baumaßnahmen noch im vollen Gange sind und man beim ersten Anblick eigentlich eher den Besuch einer Ruine erwartet. Umso überraschender ist es dann, wenn man vor dem Magazin steht und die bereits erneuerten Bereiche bestaunen kann. Auch der einladende Außenbereich mit Sitzmöglichkeiten und den Dekorationselementen einer Lounge kann sofort überzeugen. Die Integration der einzelnen Bereiche in das historische Ambiente ist bereits von außen als gelungen
zu bezeichnen. Der Haupteingang befindet sich architektonisch bedingt mittig vom Gebäude und wird von einem großzügigem Treppen- und Rampenbereich eingefasst.

Nach dem Durchschreiten der Außentüre befindet man sich in einem kleinen Foyer, welches wirkungsvoll durch einen LED-Ring ausgeleuchtet wird. Diese Lichtquelle wirkt durch die homogene und durchgängige Lichtverteilung im Ring und die positiv wahrgenommene fehlende Randbegrenzung fast schwebend und taucht den Vorraum in ein angenehmes Licht. Die massive und noch aus Betriebszeiten stammende Schiebetür aus Stahl steigert die Erwartungshaltung der Besucher auf das Kommende.

Das kleine Foyer wird wirkungsvoll durch einen LED-Ring ausgeleuchtet

Zurück zum Anfang

Inspiration auf den Ausstellungsflächen

Hinter dieser eindrucksvollen Eingangstür eröffnet sich die eigentliche Ausstellungsfläche, die Bauherren, Architekten und Planern, aber auch Privatpersonen Anregungen für zukünftige und aktuelle Projekte geben sollen. In den großzügig und geschmackvoll gestalteten Flächen werden mit unterschiedlichen Schwerpunkten hochwertige Waren aus den Bereichen Leuchten, Akustik, Möbel allgemein, Fliesen und Bädern präsentiert. Als Besonderheit ist zu bemerken, dass die meisten Bereiche der Badezimmer funktionstauglich sind und so dem Besucher die Wirkung der Wasserelemente, wie beispielsweise die vielfältig einstellbaren Regen- und Massageduschen, vorgeführt werden können. Fast alle Ausstellungsgegenstände sind sinnvoll und anwendungsnah präsentiert, so dass diese durch die realistischen Darstellungen besonders inspirierend wirken. Die Beleuchtung nimmt sich bis auf einige Eyecatcher eher zurück und ist funktional ausgerichtet.
In erster Linie entspricht diese durch den Einsatz einer Profilschiene und daran befindlichen Systemstrahlern einer klassischen Shopbeleuchtung. Die außergewöhnlich hohe Decke ist größtenteils dunkel gehalten, wodurch die schwarze Stromschiene mit dieser zu verschmelzen scheint und den Raum nicht störend durchschneidet. Unterschiedliche Ausrichtungen und Abstrahlwinkel sorgen
dafür, dass die Produkte und Kojen bedarfsgerecht ausgeleuchtet werden.

Im Ausstellungsbereich: Die XAL-Stromschienenstrahler aus Aluminiumdruckguss mit einer schwarzen pulverbeschichteten Oberfläche sind um 355 dreh- und 90 schwenkbar, und der Konverter ist im Strahlerkopf integriert.

Zurück zum Anfang

Kreativität in den Konferenzräumen

Eine große, in neutralem Grau gehaltene Wand lässt erahnen, dass sich hinter den beiden integrierten Türen etwas Besonderes befindet. Der Zugang der hier erstellten Konferenzräume ist mit eingebetteten LED-Wandleuchten ausgestattet, die aufgrund der Verschmelzung mit der massiv wirkenden Wand diesem Bereich eine ganz besondere Note verleihen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den dekorativen Einsatz zweier farbenfroher Kunstwerke im spielerischen Kontrast mit einem davor befindlichem Tisch im vorherrschenden Industriestyle. Hinter den beiden Türen befinden sich die unterschiedlich eingerichteten Konferenzräume, die jeweils Platz für mindestens 16 Personen bieten. Auch hier kommen Materialien und Einrichtungsgegenstände
zum Einsatz, die als Bestandteil der Ausstellungsfläche zu sehen sind. Akustikelemente und digitale Ton- und Bildtechnik erfüllen die Ansprüche moderner Kommunikationsflächen und runden das Angebot der Medientechnik ab. Von der Farb- und Materialwelt her sind die Räume unterschiedlich gestaltet: Während in dem einen eher kühle und nüchterne Elemente zu finden sind,
ist der zweite in warmen Naturtönen gehalten – ganz nach dem individuellem Geschmack der User. Diese Unterschiede finden sich auch in der Beleuchtung. Quadratische Einbaustrahler mit sechs Lichtquellen und entsprechenden Hochleistungsreflektoren für effizientes und zugleich blendfreies Licht stehen im Kontrast zu voluminösen und abgependelten Akustikelementen mit integrierter Lichtlösung. Die jeweiligen Leuchten sind einzeln dimm- und schaltbar und lassen sich so auf die individuellen Nutzungen und Bedürfnisse anpassen.

Zurück zum Anfang

Design im Catering

Die Beleuchtungslösung im Bereich des Restaurants wurde komplett von dem belgischen Hersteller Wever & Ducré umgesetzt und passt aufgrund des Designs und der Lichtwirkung bemerkenswert gut in das Konzept. Hier stellen sich die Lichtquellen wesentlich dominanter dar, als dies in den anderen Bereichen der Fall ist. Die verwendeten Produkte erfüllen nicht nur technisch die notwendigen Anforderungen, sondern fügen sich eben auch, und das war den Bauherren besonders wichtig, hinsichtlich der Formensprache in das außergewöhnliche Industrieambiente ein. Die Leuchten wirken als integrierter Bestandteil des Gesamtkonzeptes und sorgen durch die dezenten, aber wirkungsvollen Lichtcharakteristika für einen harmonischen
Augenschmaus. So befinden sich über den von der Decke abhängten Esstischen blendfreie Pendelleuchten einer umfangreichen Produktserie, die ebenfalls als Wandleuchte an den unverputzten Backsteinwänden, aber auch als großvolumige Pendelleuchte über dem Tresen eingesetzt wurde. Durch die mit schwarzem Pulverlack veredelte Oberfläche und das offensichtliche Industriedesign bekommt der Besucher beinahe den Eindruck, als wären die Leuchten aus der Zeit, als die Hallen noch im ursprünglichen Betrieb waren. Eine spektakuläre Lichtinstallation, bestehend aus einer Vielzahl und in unterschiedlichen Höhen abgependelter und illuminierter Glasflaschen, lockert die Raumsituation weiter auf und sorgt für einen augenzwinkernden Eyecatcher. Die metallisch reflektierende Oberfläche der runden Wandleuchten ist ein weiteres Highlight des geschmack- und wirkungsvoll ausgewählten Beleuchtungskonzeptes und reiht sich nahtlos in die bestehende
Innenarchitektur ein. Selbst die sonst doch oft vernachlässigten sanitären Räumlichkeiten wurden Aufsehen erregend mit farbigem LED-Licht und dekorativen Einbaustrahlern ausgeleuchtet. Dass sämtliche Produkte auf modernster Lichttechnik mit sparsamen und langlebigen LEDs beruhen, ist als selbstverständlich zu betrachten.

Details der Leuchten im Restaurant

Die Produkte von Wever & Ducré passen nicht nur formal in das Ambiente, sondern erfüllen auch die hohen Ansprüche der Bauherren. Design und Technik verschmelzen hier zu einer zeitgemäßen Einheit und unterstützen das ganz besondere Flair des Restaurants. Im Vordergrund steht die Leuchtenserie ROOMOR, die in Fachkreisen auch als „Chamäleon“ bezeichnet wird. Dies rührt von der Vielfalt der Möglichkeiten hinsichtlich der Form, Größe und Oberflächencharakteristik. Dabei stehen zusätzlich die unterschiedlichsten Montagemöglichkeiten für Wand, Decke und Boden zur Auswahl, was die Nutzungsmöglichkeiten einer einzigen Leuchte beinahe grenzenlos erweitert. Das tief sitzende LED-Leuchtmittel sorgt für ein blendfreies Licht und einen sauberen Lichtkegel auf den zu beleuchtenden Flächen. Das anspruchsvoll verarbeitete Metallgehäuse unterstützt den hochwertigen Charakter der Serie und schirmt störendes Streulicht  wirkungsvoll ab. Als Besonderheit ist die Leuchte auch mit einem Filzschirm erhältlich. Im Vergleich zu der eleganten Zurückhaltung dieser Leuchte gestaltet sich die Pendelleuchte CORK doch eher auffallend. Das extravagante Design, in erster Linie aus einer klaren, beleuchteten Glasflasche bestehend, sorgt für Aufsehen und mit der 3-Watt-LED-Lichtquelle für ein angenehmes
und zugleich ausreichendes Licht. Sie wirkt einzeln dezent auffällig und begeistert in der Gruppe als voluminöses Lichtobjekt. Gleich einem funkelnden Kronleuchter reflektieren die Lichtquellen in den Glasflaschen und vervielfältigen so die allgemeine Lichtwirkung.

Die eingesetzten Kuppenspiegellampen in Kombination mit der hochglanzveredelten goldenen Metalloberfläche der Leuchtenserie MIRRO setzen einen weiteren lichttechnischen und visuellen Akzent.

Von der Leuchtenserie MIRRO wurde die Wandleuchte im Sitzbereich des Restaurants eingesetzt. Gleich einer Kunstgalerie befinden sich in Deckennähe vier der knapp 80 cm großen Leuchten und rahmen den Raum so effektvoll ein. Die eingesetzten Kuppenspiegellampen in Kombination mit der hochglanzveredelten goldenen Metalloberfläche setzen einen weiteren lichttechnischen und visuellen Akzent, der in einem spannenden Kontrast mit seiner Umgebung steht und ein besonders weiches Licht in den Raum abgibt.

Zurück zum Anfang

Web-Links

// www.magazin-ewald.de


Weitere Beiträge über Architekturlicht finden Sie zum Beispiel hier:

 

Anzeige

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren