Zertifizierung nachhaltiger Planung

Kein Bla Bla Bla – Nachhaltigkeit!

„Ei, mach kei Fissimadende mit dei Nachhallischkeit, die Glotz do hat en Eco-Modus!“ Uh ah, da ist es wieder, das böse Wort: Nachhaltigkeit. Während die einen bei diesem Begriff die Augen rollen, wird er von anderen gefeiert und regelrecht zelebriert. Dabei kann Nachhaltigkeit auch ohne viel „Tamtam“ ein echter Gewinn sein, wie ein weiterentwickeltes, praktisch erprobtes Planungsvorgehen auf Basis einer Abschlussarbeit von Niklas Baumgarten bei der CUT GmbH aufzeigt.

(Bild: pixabay)

Inhalt dieses Nachhaligkeitsartikels:

Anzeige


Ein Kunde, ein Auftrag und erste planerische Überlegungen: So startet fast jedes Projekt. Der Ablauf ist vielleicht Routine, die Inhalte sind jedoch nie identisch. Jedes Projekt bringt andere Anforderungen mit. Kaum gestartet, ist man schon mittendrin im planerischen Alltag. Und ehe man sich versieht, steht man vor grundlegenden Fragen: Display oder Projektion? Wieviel Leistung steckt im Rack? Braucht es eine zusätzliche Kühlung? Können wir uns ein weiteres Deckenmikrofon sparen? Geht der Aufbau nicht auch einfacher? Gibt’s davon nicht eine schlankere Version?

>> zurück zur Übersicht

Planerischer Alltag

Alles klassische Fragen, die sich Planende stellen und die den meisten sicherlich nicht unbekannt sind. Eine Gegenüberstellung schafft schnelle Abhilfe. Eine Recherche bringt das gewünschte Ergebnis. Erfahrung darf auch nicht fehlen, und ein erstes Grundgerüst steht. Eine Planung, bei der nicht die Nachhaltigkeit, sondern das Projekt und die Kundenanforderungen im Vordergrund stehen. Oder vielleicht doch?

Wärmebild eines Schaltschranks
Wärmebild eines Schaltschranks: Hier ist gut zu erkennen, wie sich während des Betriebs eine Komponente im Schaltschrank stark erhitzt. Dies kann benachbarte Technik negativ beeinflussen; bei mehreren solcher Wärmeproduzenten würde eine aktive Kühlung notwendig. (Bild: Dr.-Ing. Georg Dittié)

Wieviel Nachhaltigkeit steckt denn in den Fragen? Eigentlich schon eine ganze Menge: Komponenten zu planen, die beispielsweise weniger Strom verbrauchen, die auch eine geringere Wärmeerzeugung haben, ist genau das Ziel. Wir können uns eventuell eine zusätzliche Kühlung sparen, verbrauchen dadurch weniger Strom und sparen Materialien für größere oder weitere elektronische Geräte ein. Man merkt schnell, da steckt schon viel zwischen den Zeilen. Unser planerischer Alltag ist voll mit diesen Überlegungen, ohne dass wir bewusst von Nachhaltigkeit reden.

Thermografie auf der Platine
Thermografie auf der Platine: Im Detail kann es auch innerhalb eines Gerätes zu einzelnen „Hot-Spots“ kommen. Wenn ein nebenliegendes Bauteil zu viel Hitze nicht verträgt, kann das Gerät einen früheren Defekt aufweisen. Das richtige Design der Platine oder der Geräte kann somit die Lebensdauer verlängern. (Bild: Dr.-Ing. Georg Dittié)

>> zurück zur Übersicht

Auswahl nachhaltiger Produkte

Doch was ist mit den Fällen, in denen wir das leistungsstärkere Gerät benötigen? Bei denen eben doch noch weitere Komponenten notwendig sind und wo ein Rack auf eine zusätzliche Kühlung nicht verzichten kann, weil es keine Alternativen zu den Produkten gibt? Das sind Fragen, welche die Euphorie wieder schwinden lassen. Es gibt Produkte, die nicht so recht in die ersten nachhaltigen Überlegungen passen. Das Nachhaltigkeitsgespenst schwebt jetzt jedenfalls im Raum und will eine Antwort.

Doch auch für die nicht so einfachen Fälle soll es eine nachhaltige Lösung geben. Aber wie sollen wir Produkte bewerten? Wer sagt uns, dass eben jener Projektor nachhaltiger ist als sein Konkurrent? Ab wann ist es denn ein „schwieriger Fall“, und ab wann sprechen wir von einem nachhaltigen Projekt? Gibt es einen Maßstab in der AV-Branche, anhand dessen wir das bewerten können?

Grafik Life-Cycle-Assessement
LCA (Life-Cycle-Assessement): Im besten Fall bilden alle Stationen im Leben eines Produktes einen Kreis, der entweder durch ein „Re-use“ oder durch Recycling geschlossen wird. (Bild: CUT GmbH)

Eine kurze Recherche zu diesen Fragen ergibt das ernüchternde Ergebnis: Nein, es gibt noch keinen einheitlichen Maßstab für eine nachhaltige Bewertung von Produkten. Allerdings gibt es die unterschiedlichsten Zertifizierungen für Geräte, die z. B. vergleichsweise wenig Strom verbrauchen. Die Planer bei CUT sind sich sicher: Dieses Thema benötigt anstatt einer kurzen Recherche eine tiefere und ausführlichere Untersuchung, am besten im Rahmen einer Abschlussarbeit. Denn der Wunsch nach einem konkreten Maßstab für die Bewertung von Produkten besteht weiterhin. Im besten Fall wird dabei eine einfach zu erkennende Zertifizierung entworfen, die Planenden bei der Auswahl nachhaltiger Produkte hilft. Ähnlich, wie es bei Lebensmitteln der Fall ist, wäre eine Art Ampel oder Score hilfreich, anhand derer jeder sofort die Nachhaltigkeit eines Produktes erkennen kann.

>> zurück zur Übersicht

Wissenschaftliche Analyse

Der klassische Start einer wissenschaftlichen Arbeit: den Ist-Zustand analysieren. Was gibt es bereits an Nachhaltigkeitszertifizierungen bei bestehenden Produkten? Im Gegensatz zum Verbraucherbereich, wo einige Produkte z. B. mit dem Zertifikat „Energy-Star“ ausgezeichnet sind, fehlt es im Markt der professionellen Medientechnik an der Verbreitung solcher Bewertungen. Auch existieren z. B. für die Baubranche einige Zertifizierungsmöglichkeiten (wie DGNB), welche einen Bauprozess mit vielen Bewertungskriterien umfangreich abdecken. Ein solches System besteht allerdings nicht für die professionelle Medientechnik. Schauen wir uns also einmal genauer an, auf welche Aspekte es bei einem Produkt ankommt. Für solche Abläufe beschreibt das Eco-Design diese Schritte sehr gut.

Elektroschrott in Agbogbloshie in Ghana
Elektroschrott ist der am stärksten wachsende Müll unserer Gesellschaft. Illegale Entsorgungsströme habe starke Auswirkungen auf Mensch und Natur. Verzweifelt versuchen die Menschen in Agbogbloshie („ Sodom“) in Ghana, mit einfachen Methoden und ungeschützt an z. T. gefährliche Substanzen zu kommen. (Bild: Camino Filmverleih GmbH)

Den Anfang macht das Design. Ist ein Produkt bereits so konzipiert worden, dass es sehr viel Wärme produziert bzw. dass einzelne Bauteile durch eine falsche Position viel schneller einen Defekt aufweisen, hat dies weitreichende Folgen. Im umgekehrten Fall kann mit dem richtigen Design bereits die weiter hinten im Ablauf stehende Nutzung verbessert werden. Weiterhin folgen die Produktion und die Förderung von Rohstoffen. Bilder von katastrophalen Zuständen in Minen, wo z. B. seltene Erden abgebaut werden, kennen sicher alle. Die Auswahl der für das Produkt genutzten Materialien oder der Wechsel zu erneuerbaren Materialien kann solche Bilder verhindern bzw. ein Recycling erleichtern.

Es folgt die Lieferkette und die Nutzung. Wie gelangt mein Produkt zum Kunden? Muss es erst einmal um die ganze Welt reisen, und welches Verkehrsmittel nutzt es dafür? Steigen Hersteller womöglich auf den Transport per Flugzeug um, damit lange Lieferzeiten umgangen werden können? Und wie nutzt der Kunde schließlich das Produkt? Die Nutzung ist eine Phase, auf die ein Hersteller nur durch ein kluges Design – wie automatisierte Standby-Phasen – Einfluss nehmen kann. Ein Beispiel: Ein Audioverstärker wird nur sechs Stunden am Tag genutzt, kann also in der übrigen Zeit ins Standby wechseln oder muss erst gar keinen Strom verbrauchen, indem er sich abschaltet. Im Regelfall wird von einer herkömmlichen Nutzung ausgegangen. Beeinflusst werden kann dabei nicht, ob der Kunde den Verstärker tatsächlich als Verstärker oder vielleicht zwischenzeitlich als Türstopper nutzen wird. Bei einer solchen Nutzung weist das Produkt selbstverständlich frühere und immensere Schäden auf, ggf. muss es getauscht werden. Zugegeben – das Beispiel war etwas radikal, aber wenn ein Produkt so wie vorgesehen Verwendung findet, hat es viel längere Überlebenschancen. Denn je länger ein Produkt genutzt wird, umso besser. Muss es dann doch getauscht werden, folgt die letzte Phase: das Recycling. Im idealen Fall kann der genannte Verstärker einfach und schnell repariert werden – die Nutzungsdauer verlängert sich damit durch ein „Re-use“. Ein Umstand, der wiederum durch das Design beeinflusst wird.

Diagramm Energieverbrauch vs. Nutzungsdauer
Energieverbrauch vs. Nutzungsdauer: Die beispielhafte Darstellung zeigt die Zuordnung verschiedener Nutzungsdauern eines Produktes mit dem Energieaufwand. Bei Neuanschaffung muss für die Produktion Energie aufgewendet werden. Eine lange Nutzungsdauer kann von Vorteil sein, allerdings versprechen einige neue Produkte sparsameren Verbrauch. (Bild: CUT GmbH)

Wenn eine Reparatur durch den Hersteller nicht oder nicht mehr möglich ist, gibt es „Service-Profis“, die professioneller Medientechnik ein zweites Leben schenken, wie die Kollegen von PRODUCTION PARTNER in ihrem Beitrag genauer erklären. Eine verfrühte Entsorgung kann damit verhindert werden. Ist das Produkt vollkommen miteinander verklebt und verschweißt, lässt sich keine Komponente tauschen. Ist das der Fall, ist die Entsorgung unvermeidbar, bei der trotzdem möglichst alle Rohstoffe wieder getrennt werden sollten, um sie für neue Produkte zu verwenden.

>> zurück zur Übersicht

Nachhaltigkeit bewerten

Kommen wir zurück zum Planungsbüro. An welcher Stelle kann dieses gut ansetzen? Das Eco-Design liefert neben dem Produktlebenszyklus auch einige Werkzeuge, mithilfe derer einige Berechnungen z. B. zu Umwelteinflüssen vereinfacht erstellt werden können. Für eine vollumfängliche Bewertung muss man wissen, woher die Rohstoffe kommen, wie viele in einem Produkt verbaut sind, wo und wie sie gefertigt werden und wie sie repariert werden können. Ein Wissen, dass selbst der transparenteste Hersteller nur sehr selten herausgibt oder herausgeben kann. Eine kleine Umfrage unter großen und relevanten Herstellern ergab in der Bachelorarbeit, dass es sehr schwer ist, gute und ausführliche Informationen zu bekommen. Ein Zusammenhang, der die Schlussfolgerung zulässt, dass das Problembewusstsein noch nicht überall angekommen ist.

Bewertungssystem Nachhaltikkeit Grafik
Das Bewertungssystem baut auf drei Säulen auf. (Bild: CUT GmbH)

Die Hauptangriffspunkte, die einem Planer in einer solchen Situation bleiben, ist der Vergleich z. B. des Energieverbrauchs, der Lebensdauer und des Materialaufwandes oder gewisse Anforderungen in Ausschreibungen. Eventuell müssen Lösungen gefunden werden, um Verbräuche aus fehlenden Standby-Phasen zu vermeiden. Darüber hinaus sind manche Hersteller im Bereich der Nachhaltigkeit sehr engagiert und zertifizieren einzelne Produkte. Eine beschränkte Bewertung der Produkte kann somit auch anhand dieser getroffen werden. Doch was fehlt, ist noch immer das umfängliche Bewertungssystem – nicht nur für einzelne Produkte, sondern auch für den gesamten Planungsprozess.

>> zurück zur Übersicht

Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit definiert sich über drei große Bereiche bzw. Säulen: die ökologische, die ökonomische und die soziokulturelle Säule. Während der ökologische Bereich den Fokus auf die Umwelt mit Rohstoffabbau und deren Folgen oder Emissionen von Treibhausgasen (z. B. CO2) legt, dreht es sich im ökonomischen Bereich um den wirtschaftlichen Aspekt im Umgang mit Materialien und Energie. Oder aber auch um das Aufrechterhalten der Strukturen, um weiterhin handeln und produzieren zu können. Im soziokulturellen Bereich geht es hauptsächlich um den Faktor Mensch und dessen Gesundheit. Es soll ein sozialer Friede ermöglicht sowie Strukturen für ein würdiges Leben geschaffen und erhalten werden. Nur unter der Beachtung aller drei Bereiche kann langfristig Nachhaltigkeit entstehen. Dabei ist es wichtig, Verantwortungen nicht innerhalb einer Lieferkette auf andere Länder oder Firmen abzugeben.

Säulenmodell der Nachhaltigkeit
Säulenmodell der Nachhaltigkeit (Bild: CUT GmbH)

Fehlt noch der Transferteil der Bachelorarbeit. Das Ergebnis der Arbeit ist u. a. ein Bewertungssystem für den gesamten Planungsprozess. Dieses ermöglicht, einzelne Produkte, die Planung selbst sowie das Planungsbüro zu bewerten. Damit wurde eine Möglichkeit geschaffen, die anfänglichen Überlegungen präzisiert zu bearbeiten. Das entworfene Bewertungssystem teilt sich in drei Bereiche: den Planungsprozess, die Bewertung des Planungsbüros und in die für das Projekt geplanten Produkte.

Der Planungsprozess umfasst hier z. B. Vergleiche zwischen zwei Varianten. Gemeint sind im Allgemeinen die Überlegungen, die sich Planende machen. Selbstverständlich muss darüber hinaus auch das Planungsbüro analysiert werden. Dabei kommen wiederum alle drei Säulen der Nachhaltigkeit zum Tragen: Wie geht es den Mitarbeitern? Wird nachhaltig gewirtschaftet? Nutzt das Büro erneuerbare Energien? Schlussendlich folgen die Produkte. Diese werden alle einzeln bewertet.

In allen drei Bereichen existieren Unterkategorien, die wiederum fein aufgeführte Aspekte der Bewertung enthalten. Diese Aspekte sind in Form von Leitfragen formuliert, die Bearbeitende beantworten müssen. Bei den Produkten sind beispielhafte Unterkategorien die verwendeten Rohstoffe, Fertigung, Lieferkette, Nutzung – eben alle relevanten Bereiche, die das Eco-Design für den Produktlebenszyklus nennt. Wie bei Bewertungen üblich, werden in allen Bereichen Punkte gesammelt. Die Punkte bieten die Möglichkeit, Produkte oder auch die gesamte Bewertung untereinander zu vergleichen. Aber wir alle wissen, jede Bewertung macht keinen Spaß, wenn es nicht am Ende eine Auszeichnung gibt.

>> zurück zur Übersicht

Schaffung eines vergleichbaren Maßstabs

Nach Abschluss einer kompletten Bewertung eines Projektes wird die Gesamtpunktzahlt ermittelt. Je nach erreichter Punktzahl wird eine entsprechende Auszeichnung verliehen. Bleibt das Projekt jedoch unter einer gewissen Hürde, gibt es diese nicht. Aus Sicht der Nachhaltigkeit ist das Projekt durchgefallen. Doch wenn genügend Punkte erreicht wurden, staffeln sich die Auszeichnungen von Bronze über Silber bis Gold. Eine Platin-Medaille wird dann verliehen, wenn alle Basispunkte erreicht wurden und darüber hinaus Extrapunkte gesammelt werden konnten.

Auszeichnungen Nachhaltigkeit
Auszeichnung: Je nach erreichter Punktzahl wird eine Auszeichnung in Bronze, Silber, Gold und Platin verliehen. (Bild: CUT GmbH)

Um mögliche Kritik gleich vorwegzunehmen: Ja, die Bewertung wird nicht von einer unabhängigen, nicht am Projekt beteiligten Firma durchgeführt. Und ja, die Beantwortung der Leitfragen lässt einen subjektiven Spielraum zu. Aber – und das ist ja das Wichtigste – es ist eine objektivierte Bewertung, die in diesem Umfang zu jedem Projekt durchgeführt werden kann und einen vergleichbaren Maßstab schafft. Zusätzlich können damit auch verschieden Produkte und deren Hersteller anhand der erreichten Punkte miteinander verglichen werden. Dieses Bewertungssystem bietet nun eine gute Grundlage, weiter an diesem Thema zu arbeiten und für kommende Projekte zu nutzen.

>> zurück zur Übersicht

Bringt uns das nun voran?

Ja! Denn das Hauptziel dieser Arbeit ist die Verbesserung der Nachhaltigkeit in der professionellen Medientechnik. Es werden damit nun die ohnehin vorhandenen planerischen Überlegungen um einen Leitfaden in Form eines Bewertungssystems ergänzt. Die Nachhaltigkeit ist somit nicht nur irgendwo in Überlegungen verborgen, sondern wird konkret und sichtbar. Projekte und Entscheidungen werden vergleichbar und objektiviert. Durch die Bewertung einzelner Produkte wird das Engagement einzelner Hersteller sichtbar belohnt. Soll das gesamte Projekt ausschließlich mit „grünen Produkten“ geplant werden, können nun Entscheidungen besser getroffen werden.

CUT-Team
CUT-Team (v.l.n.r.): Matthias Frank, Artem Masorin, Rouven Arheidt, Samaneh Kamandi, Martin Nerbel, Niklas Baumgarten, Lars Panzer (Bild: CUT GmbH)

Je mehr und bessere Informationen von den Herstellern dafür zur Verfügung stehen, umso besser ist die Grundlage zur Bewertung. Weiterhin bleiben jedoch der Austausch und die Gespräche mit Herstellern und weiteren an einem Projekt beteiligten Firmen das A und O. Im Zuge dieser Arbeit konnte bereits mit vielen Herstellern gesprochen und unterschiedliche Aspekte diskutiert werden. Das ist ein Prozess, der ungemein wichtig ist auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Medientechnik. Als Allererstes muss ein Bewusstsein geschaffen werden.

>> zurück zur Übersicht

Position der Planer

Die Planer bei CUT und Niklas Baumgarten möchten mit der Bewertung von Projekten und Produkten dieses Bewusstsein in der Branche ausbauen. Bauprojekte führen somit beispielsweise nicht nur ein DGNB-Zertifikat, sondern die Nutzenden können auch ausweisen, dass die vorhandene Medientechnik ebenfalls zertifiziert-nachhaltig geplant wurde. Sicherlich ist es am Anfang nicht immer perfekt. Doch nur darauf zu warten, dass jemand einen Anfang macht, war uns nicht genug. Das Wichtigste ist, das Thema anzugehen, zu starten. Wir haben einen Anfang gemacht und werden künftige Projekte hinsichtlich Nachhaltigkeitsaspekten untersuchen. Kritik wird es sicher immer geben, doch sollten sich alle fragen: Ist das, was ich tue, schon alles, was möglich wäre? Stehen mir womöglich wirtschaftliche Aspekte im Weg, nachhaltiger zu werden, oder ist es nur Bequemlichkeit? Kann man mit dem Recyceln von Produkten vielleicht sogar Geld verdienen? Kann ich nicht evtl. Energiekosten sparen, wenn ich nachhaltiger werde?

>> zurück zur Übersicht

Niklas Baumgarten

Geboren in Mainz, zieht es ihn für sein Studium 2017 nach Ostfriesland: Er absolviert im Bachelor den Studiengang Medientechnik an der Hochschule Emden/Leer. Eine Praxisphase sowie die Abschlussarbeit führen ihn 2020 nach Heidelberg zum Ingenieurbüro CUT. Nachhaltigkeit ist ihm auch persönlich sehr wichtig. Im Rahmen dieser Abschlussarbeit, deren Ergebnisse hier zusammengefasst wurden, beschäftigte sich Niklas Baumgarten daher ebenfalls mit den Aspekten einer nachhaltigen Medientechnikplanung. Betreut wurde die Arbeit durch Prof. Dr. Thomas Lemke von der Hochschule Emden/Leer sowie durch Dipl.-Ing. Matthias Frank, Geschäftsführer bei CUT.

Niklas Baumgarten
Niklas Baumgarten (Bild: CUT GmbH)

>> zurück zur Übersicht

Ingenieurbüro CUT GmbH

Das Ingenieurbüro CUT wurde 1985 gegründet und hat seinen Sitz in Heidelberg. Dort werden herstellerunabhängige Lösungen für Medientechnik und Licht erarbeitet. Die Bandbreite der Beratung und Planung von Medienkonzepten erstreckt sich von Kommunikation über Präsentation bis hin zu Kultur und Bildung. Lichtkonzepte werden sowohl für Innen- als auch für Außenbereiche konzipiert. Das Team besteht aus Ingenieuren und Designern verschiedener Disziplinen.

>> zurück zur Übersicht

Web-Links

https://cut-gruppe.de

>> zurück zur Übersicht


// 15249

Anzeige

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.