Produkt: Professional System 1/2019
Professional System 1/2019
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Besser Hören per Knopfdruck

Raumakustik: Verlängerung der Nachhallzeit

Multifunktionale Räume verlangen nach raumakustischer Flexibilität. Zudem ändern sich Nutzungsprofile über die Zeit und manchmal entpuppt sich die akustische Gestaltung eines Saals dann für die neue Nutzung als nicht ideal. Eine Möglichkeit, die Raumakustik per Knopfduck für die jeweilige Nutzung zu optimieren, bietet die Active Field Control AFC von Yamaha. Bei der Präsentation des Systems im SoundLab des Lautsprecherherstellers Fohhn ließ sich überzeugend hören, dass das System nicht nur für große Säle interessant ist.

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(Bild: Yamaha Music Europe GmbH, Christiane Bangert)

Mit dem Satz „Jetzt schalte ich das System mal aus“ überraschte Ron Bakker von Yamaha bei seinem Vortrag wohl die allermeisten. Denn trotz der Lautsprecher rund um die Zuhörerfläche kam die Idee gar nicht auf, dass diese aktiv sein könnten. So normal hörte sich der Vortragende an, auch bei unterschiedlichen Sprechpositionen. Erst beim Abschalten des „Voice Lift“-Systems, ein Bestandteil des aktiven Schallfeldkontrolle mit AFC3, wurde deutlich, welchen Einfluss die Signale aus den Lautsprechern hatten: Mit eingeschaltetem Voice Lift war die Stimme wesentlich besser zu hören, lauter und mit einem angenehmen, vollen Klang. Ohne Voice-Lift klang sie dünn und zu leise. Es wurde anstrengend, dem Vortrag zu folgen, in dem großen Raum mit sehr kurzer Nachhallzeit. Weil die ersten Reflexionen fehlten. Das Generieren dieser und einiger anderer Bestandteilte, die den räumlichen Höreindruck bestimmen, ist die Aufgabe des AFC3-Systems. Die Verlängerung des Nachhalls ist eine weitere.

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(Bild: Yamaha Music Europe GmbH, Christiane Bangert)

Eine variable Raumakustik mit elektroakustischen Mitteln zu erreichen ist keine neue Idee (siehe „Variable Raumakustik – elektroakustisch erzeugt“). Die AFC3 ist bereits die dritte Generation aus dem Hause Yamaha und auch von anderen Herstellern gibt es solche Systeme. Welches diese sind und welchen Ansatz sie verfolgen – es wird zwischen In-Line und regenerativen Systemen unterschieden –, war u. a. der Inhalt des Vortrags von Ron Bakker. Auch die Grenzen der Variabilität waren Thema. Dazu gehört u. a., dass die Systeme keine Wunder vollbringen können – so lässt sich die Nachhallzeit nur verlängern, nicht verkürzen. Und auch wenn das Ändern der Raumakustik hinterher auf Knopfdruck funktionieren kann – der Entwurf und das Einstellen der Anlage braucht schon fachliches und zeitliches Engagement.

Hier geht’s zu Teil 2!

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